Chinhoyi-Höhlen

Chinhoyi-Höhlen

Mashonaland Central

75/10090 min

Die Chinhoyi-Höhlen liegen im nordzentralen Simbabwe in der Provinz Mashonaland West und bilden das ausgedehnteste öffentlich zugängliche Höhlensystem des Landes. Die Höhlen bestehen vor allem aus Kalkstein und Dolomit. Besonders hervorzuheben ist eine beeindruckende Hauptkammer mit einem markant kobaltblauen Becken, das als Sleeping Pool oder Chirorodziva bekannt ist – sinngemäß „Pool of the Fallen“ („Becken der Gefallenen“). Dieses Becken ist berühmt für sein kristallklares Wasser mit hoher Sichtweite und gilt als beliebtes Ziel für technisch versierte Taucher, die tiefe, unterseeische Passagen erkunden, welche Nebenhöhlen wie die Bat Cave, Dark Cave und Blind Cave miteinander verbinden. Die Wassertemperatur bleibt das ganze Jahr über konstant bei etwa 22 bis 24 °C, und es gibt keine Thermokline – das verbessert die Tauchbedingungen. Neben ihrer natürlichen Schönheit haben die Höhlen auch eine kulturelle Bedeutung im Rahmen der Afrikanischen Traditionellen Religion: Sie gelten als heiliger Ort zum Regenmachen und sind von einem geschützten Wald umgeben. Zur Geschichte gehört ein tragisches Ereignis im Jahr 1830: Damals warfen Angehörige des Volks der Angonni Opfer in das Becken, wodurch es seinen lokalen Namen erhielt. Heute wird die Anlage als Nationalpark verwaltet. Besucher finden dort einen Campingplatz und ein Motel als Übernachtungsmöglichkeiten – Naturgenuss und kulturelles Erbe in einem.

Planen Sie Ihre Reise nach Simbabwe mit KI

Erstellen Sie in wenigen Minuten einen detaillierten Reiseplan. KI schlägt die besten Orte, Restaurants und eine optimierte Route vor.

Tipp: Besucher sollten am besten während der Tagesstunden kommen, um das Erlebnis optimal zu genießen, und erwägen, Tauchexpeditionen im Voraus zu buchen – besonders bei technischen Tauchgängen. Vor Ort gibt es Camping- und Motelangebote, die von der National Parks Authority verwaltet werden. Tauchen ist ganzjährig möglich, da die Wassertemperaturen stabil sind. Besucher werden außerdem gebeten, die heilige Natur der Höhlen und des umliegenden Waldes zu respektieren. Falls Tickets im Voraus erhältlich sind, kann ein vorzeitiger Kauf helfen, Wartezeiten zu vermeiden.

Interessante Fakten

  • In den Höhlen gibt es ein Becken namens Sleeping Pool oder Chirorodziva, bekannt für seine kobaltblaue Farbe und eine außergewöhnliche Sicht im Wasser.
  • Technische Taucher unternehmen in den Höhlen häufig Ultra-Tiefen-Tauchgänge von mehr als 100 Metern und erkunden dabei versunkene Passagen, die verschiedene Kammern miteinander verbinden.
  • Die Wassertemperatur in den Höhlen bleibt das ganze Jahr über stabil zwischen 22 und 24 °C, mit null Thermokline – ideal zum Tauchen.
  • Die Höhlen sind von einem heiligen Wald umgeben, in dem das Fällen von Bäumen aufgrund traditioneller religiöser Vorstellungen verboten ist.

Geschichte

1888

Die Chinhoyi-Höhlen wurden erstmals 1888 von Frederick Courtney Selous wissenschaftlich beschrieben.

1955

1955 wurden die Höhlen zum Nationalpark erklärt und werden seitdem von der Zimbabwe Parks & Wildlife Management Authority verwaltet.

1830

Historisch erhielt das Gebiet seinen lokalen Namen, Chirorodziva, von einem tragischen Ereignis im Jahr 1830, als der Stamm der Angonni lokale Menschen angriff und Opfer in das Höhlenbecken warf.

Im Laufe der Zeit haben die Höhlen ihre kulturelle Bedeutung als heiliger Ort für das Regenmachen innerhalb der Afrikanischen Traditionellen Religion bewahrt.

Ortsführer

1
Sleeping Pool (Chirorodziva)

Das kobaltblaue Hauptbecken innerhalb des Höhlensystems ist für sein kristallklares Wasser und tiefe Unterwasserpassagen bekannt. Es ist die zentrale Attraktion für Taucher und Besucher gleichermaßen.

2
Bat Cave und Dark Cave

Nebenhöhlen, die durch unter Wasser liegende Passagen miteinander verbunden sind und von Tauchern erkundet werden. Diese Höhlen führen durch Unterwasser-Tunnel zur Blind Cave.

Kontakt

Telefon: (024) 2707624