Seiyun-Palast

Seiyun-Palast

Ḩaḑramawt

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Der Seiyun-Palast liegt in der Ortschaft Seiyun im Gouvernement Hadhramaut in Jemen. Es handelt sich um einen monumentalen Palast aus Lehmziegeln, der bis 1967 als königliche Residenz der Sultane der Kathiri-Dynastie diente. Die beeindruckende siebengeschossige Anlage mit 45 Räumen und Türmen an den Ecken erinnert an eine riesige Sandburg und zeigt die traditionelle architektonische Handwerkskunst Jemens. Errichtet und im späten 16. Jahrhundert von Sultan Badr Abu Tuwaireq wiederhergestellt, wurde er zur Hauptstadt des Kathiri-Staates und des Hadhramaut-Tals. Im Jahr 1984 wurde der Palast in ein Museum umgewandelt, das Funde aus verschiedenen archäologischen Ausgrabungen zeigte – darunter Grabsteine aus der Steinzeit, Statuen aus der Bronzezeit, Keramik und vorislamische Manuskripte. Trotz seiner kulturellen Bedeutung wurde das Museum 2015 wegen der Konflikte in der Region geschlossen; viele wertvolle Exponate wurden zum Schutz gesichert. Der Palast litt unter Vernachlässigung und Schäden durch Naturereignisse wie die Überschwemmungen im Jahr 2020, wurde jedoch 2022 im Rahmen der UNESCO-Bemühungen renoviert. Heute steht der Seiyun-Palast als Symbol für die reiche Geschichte des Jemens und ist auf der höchsten Nominalstufe der Banknote des Landes zu sehen – ein Zeichen für seine nationale Bedeutung.

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Tipp: Planen Sie Ihren Besuch am besten in ruhigen Phasen, da es aufgrund regionaler Konflikte immer wieder zu Schließungen des Museums kommt. Wenn das Museum geöffnet ist, empfiehlt sich der Kauf der Tickets im Voraus. Ein Besuch am frühen Vormittag hilft, die für die Region Hadhramaut typischen Temperaturen zu vermeiden. Geführte Touren können einen tieferen Einblick in die Geschichte des Palastes und seine Artefakte geben. Prüfen Sie außerdem mögliche Reisehinweise oder Einschränkungen aufgrund der anhaltenden Sicherheitslage in Jemen.

Interessante Fakten

  • Der Seiyun-Palast ist eine der größten Lehmziegelanlagen der Welt.
  • Der Palast hat sieben Etagen und 45 Räume sowie Türme an den Ecken.
  • Er war bis 1967 die königliche Residenz der Sultane der Kathiri-Dynastie.
  • Der Palast ist auf der höchsten Banknote-Nennwertstufe Jemens zu sehen – auf der 1.000-Rial-Note.
  • Im Museum wurden Funde aus der Stein- und Bronzezeit gezeigt, darunter antike Manuskripte.
  • Die UNESCO hat den Palast 2022 renoviert, nachdem er durch Vernachlässigung und Überschwemmungsschäden in Gefahr geraten war.

Geschichte

1584

Der Seiyun-Palast wurde 1584 von Sultan Badr Abu Tuwaireq restauriert und erweitert und machte Seiyun damit zur Hauptstadt des Kathiri-Staates in Hadhramaut.

1967

Bis 1967 diente er als königliche Residenz der Kathiri-Sultane.

1984

1984 wurde der Palast nach archäologischen Ausgrabungen, darunter auch die Yemeni-Soviet mission, in ein Museum umgewandelt.

2015

Das Museum schloss 2015 im Zuge des Jemenitischen Bürgerkriegs und des zunehmenden Einflusses von Al-Qaeda in der Region.

2022

Nach Jahren der Vernachlässigung und Schäden finanzierte die UNESCO 2022 die Renovierung und sicherte so dieses bedeutende Kulturdenkmal.

Ortsführer

1
Hauptanlage des Palastes1584 (restoration)
Sultan Badr Abu Tuwaireq

Der Palast selbst ist ein massives Gebäude aus Lehmziegeln mit sieben Stockwerken, 45 Räumen und markanten Türmen an den Ecken – er erinnert an eine riesige Sandburg. Er steht exemplarisch für die traditionelle Architektur von Hadhramaut.

2
Museum des Seiyun-Palastes1984
Yemeni-Soviet archaeological mission

Das 1984 im Palast eingerichtete Museum zeigte archäologische Funde aus der Region, darunter Grabsteine aus der Steinzeit, Statuen aus der Bronzezeit, Keramik und vorislamische Manuskripte. Viele geschätzte Exponate werden wegen der Risiken durch Konflikte gesichert aufbewahrt.