
Selous Game Reserve
Southern Tanzania Region
Das Selous Game Reserve, in Teilen umbenannt in den Nyerere National Park, ist eine riesige geschützte Wildnis im Süden Tansanias mit rund 50.000 Quadratkilometern Fläche. Das UNESCO-Welterbe gilt als Hotspot für Biodiversität und unberührte natürliche Lebensräume – darunter Graslandschaften, Miombo-Wälder und Flussauen. Das Reservat beherbergt einige der bekanntesten und zugleich gefährdetsten Arten Afrikas, darunter Busch-Elefanten, Breit- und Spitzmaulnashorn (Black Rhinoceros), Löwen, Leoparden und Afrikanische Wildhunde. Der Rufiji, der durch den Park fließt, ist ein zentrales ökologisches Element: Er bietet Lebensraum für Flusspferde und Krokodile und ist als Fotogebiet ausgewiesen – besonders beliebt bei Touristen. Besucher können eine Vielzahl an Safari-Erlebnissen genießen, etwa Pirschfahrten, Walking Safaris, Bootstouren auf dem Rufiji sowie Fly Camping. Aufgrund der Weite sind die Wildtier-Dichten geringer als in Parks im Norden, doch die Wildnis-Qualität ist nach wie vor außergewöhnlich. Der Zugang erfolgt meist per Kleinflugzeug, teils auch per Straße und Bahn; mehrere hochwertige Lodges bieten Unterkünfte direkt entlang des Flusses und an Seen. Zu den Herausforderungen beim Naturschutz zählen Wilderei und umstrittene Projekte wie der Uranbergbau sowie der hydroelektrische Staudamm im Stiegler's Gorge, die das Ökosystem und die lokalen Gemeinschaften beeinträchtigen können.
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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch im Selous Game Reserve ist die Trockenzeit: Dann lassen sich Tiere leichter in der Nähe von Wasserstellen beobachten. Es empfiehlt sich, Safaris und Unterkünfte im Voraus zu buchen, da der Zugang begrenzt ist und die Kapazitäten der Lodges begrenzt sind. Für besonders einzigartige Tierbegegnungen sollten Besucher geführte Walking Safaris und Bootstouren auf dem Rufiji in Betracht ziehen. Die Fotogebiete entlang des Rufiji sind besonders beliebt für Wildlife-Fotografie. Achten Sie auf die Naturschutzregeln und unterstützen Sie umweltfreundliche Anbieter, um dieses fragile Ökosystem zu schützen.
Interessante Fakten
- •Selous hatte einst die größte Elefantenpopulation der Welt: etwa 109.000 Elefanten im Jahr 1976, die durch Wilderei stark zurückgingen – auf ungefähr 13.000 bis 2013.
- •Der Rufiji, der durch das Reservat fließt, mündet gegenüber der Mafia Island in den Indischen Ozean; außerdem findet sich hier die spektakuläre Stiegler's Gorge, nahezu 100 Meter tief.
- •Selous gehört zu den wenigen tansanischen Parks, in denen Walking Safaris erlaubt sind – ein einzigartiges Erlebnis ganz nah an der Natur.
- •Das Reservat ist eine wichtige Zuflucht für den vom Aussterben bedrohten Afrikanischen Wildhund, einen der am stärksten gefährdeten Raubtiere des Kontinents.
Geschichte
Das Selous Game Reserve wurde erstmals 1896 von deutschen Kolonialbehörden geschützt und wurde 1905 zum Jagdgebiet.
Benannt wurde es nach Frederick Selous, einem berühmten Big-Game-Jäger und Naturschützer, der während des Ersten Weltkriegs in der Region starb.
1982 wurde das Reservat als UNESCO-Welterbe aufgrund seiner ökologischen Bedeutung ausgewiesen.
Im Jahr 2019 wurde ein Teil des Reservats in den Nyerere National Park umbenannt und wurde damit Afrikas größter Nationalpark.
Über die Jahrzehnte hinweg sah sich das Reservat zahlreichen Herausforderungen gegenüber – darunter Wilderei, die die Elefantenbestände drastisch einbrechen ließ, sowie jüngsten Kontroversen um Bergbau- und hydroelektrische Projekte, die seine natürlichen Lebensräume gefährden.
Ortsführer
Rufiji River Photographic Zone
Ein landschaftlich reizvoller, besonders tierreicher Bereich am Rufiji, der für Fotowildlife-Safaris ausgewiesen ist – bekannt für Flusspferde, Krokodile und eine große Vielfalt an Vögeln.
Stiegler's Gorge
Eine dramatische, nahezu 100 Meter tiefe und breite Schlucht, die innerhalb des Reservats liegt und für ihre geologische sowie ökologische Bedeutung bekannt ist.
Miombo Woodlands
Weitläufige Miombo-Wälder aus Miombo-Bäumen, die einen zentralen Lebensraum für viele Arten innerhalb des Reservats bilden und so zu seiner Artenvielfalt beitragen.
Kontakt
Telefon: 027 297 0404