
Šmarna Gora
Central Slovenia
Šmarna Gora, auch als Mount Saint Mary bekannt, ist ein Inselberg im nördlichen Teil von Ljubljana, der Hauptstadt von Slowenien. Er hat zwei markante Gipfel: im Osten den Mount Saint Mary mit 669 Metern und den etwas höheren westlichen Gipfel, Grmada, mit 676 Metern. Die auffällige Form des Berges ähnelt den Buckeln eines Bactrian-Kamels oder den Brüsten einer Frau. Der Berg ist ein beliebtes Wanderziel und gehört zum Stadtviertel Šmarna Gora. Der Hügel ist von vielfältiger Vegetation bedeckt: Auf der Südseite wachsen unter anderem Flaumeiche und Hopfen-Hainbuche, auf der Nordseite ist es ein Buchenwald – insgesamt beherbergt die Gegend über 830 Pflanzen- und 260 Pilzarten. Ein kreisrunder Wald-Erlebnispfad verbindet die beiden Gipfel und lädt dazu ein, die natürliche Schönheit zu entdecken. Auf dem Gipfel steht eine barocke Wallfahrtskirche, die zwischen 1711 und 1712 erbaut wurde und eine ältere gotische Anlage ersetzt, die erstmals 1324 erwähnt wurde. Die Kirche, entworfen vom Baumeister Gregor Maček, Sr., besitzt ein großes achteckiges Kirchenschiff und einen quadratischen Chor, der von zwei Kuppeln überspannt wird. Im Inneren gibt es fünf Altäre sowie Fresken, die in den 1840er-Jahren von Matevž Langus gemalt wurden. Historisch läutet der Glockenturm täglich eine halbe Stunde vor Mittag, um die Abwehr eines osmanischen Überfalls zu gedenken. Der Grmada-Gipfel wurde außerdem für Feuerstellen genutzt, die als Warnungen vor osmanischen Angriffen dienten. Vom Gipfel aus genießen Besucher einen weiten Blick über Slowenien – unter anderem auf den Mount Triglav, Mount Stol, Mount Krim und weitere markante Gipfel nahe den Grenzen zu Österreich, Italien und Kroatien. Die umliegenden Dörfer und Hügel bereichern die kulturelle Landschaft – so ist Šmarna Gora eine einzigartige Mischung aus Natur, Geschichte und Spiritualität.
Planen Sie Ihre Reise nach Slowenien mit KI
Erstellen Sie in wenigen Minuten einen detaillierten Reiseplan. KI schlägt die besten Orte, Restaurants und eine optimierte Route vor.
Tipp: Die beste Zeit, um Šmarna Gora zu wandern, ist früh am Morgen – besonders zum Sonnenaufgang –, um kühlere Temperaturen und beeindruckende Ausblicke zu genießen. Besucher sollten bequeme Wanderschuhe tragen und Wasser mitbringen. Tickets sind nicht erforderlich, da es sich um ein natürliches, der Öffentlichkeit zugängliches Gebiet handelt. Wer sich für die Kirche interessiert, sollte die Öffnungszeiten im Voraus prüfen. Der Glockenturm läutet täglich vor Mittag – ein Moment, den man erlebt haben sollte. In der Nähe bieten zum Beispiel lokale Einkehrmöglichkeiten wie Gostilna Ledinek nach der Wanderung traditionelle slowenische Küche.
Interessante Fakten
- •Die beiden Gipfel wirken wie die Buckel eines Bactrian-Kamels oder wie die Brüste einer Frau.
- •Der Glockenturm läutet täglich eine halbe Stunde vor Mittag, um das Abwehren eines osmanischen Überfalls zu gedenken.
- •Am Berg wurden über 830 Pflanzen- und 260 Pilzarten identifiziert.
- •Der Berg wurde erstmals 1296 in schriftlichen Quellen erwähnt.
- •Die barocke Wallfahrtskirche wurde 1711–1712 von Gregor Maček, Sr. erbaut.
- •Die Fresken in der Kirche wurden in den 1840er-Jahren von Matevž Langus gemalt und zeigen eine illusionistische Malweise.
Geschichte
Šmarna Gora wurde erstmals 1296 in schriftlichen Quellen unter dem Namen Holm erwähnt.
Der Name des Berges leitet sich vom archaischen slowenischen Begriff Šmarna ab und bedeutet „Heilige Maria“ – eine Anspielung auf die Wallfahrtskirche auf dem östlichen Gipfel.
Ende des 17.
Jahrhunderts beschrieb Johann Weikhard von Valvasor den Berg und seine Kirche als Wallfahrtsziel.
Die heutige barocke Kirche wurde 1711–1712 von Gregor Maček, Sr.
errichtet und ersetzte eine ältere gotische Kirche, die erstmals 1324 dokumentiert wurde.
Historisch wurde der höhere Grmada-Gipfel genutzt, um Lagerfeuer als Warnung vor osmanischen Überfällen zu entzünden, und das tägliche Läuten des Glockenturms erinnert an die erfolgreiche Abwehr eines solchen Angriffs.
Ortsführer
Wallfahrtskirche der Heiligen Maria1711–1712
Eine Barockkirche, die 1711–1712 erbaut wurde und eine ältere gotische Anlage ersetzt. Sie besitzt ein großes achteckiges Kirchenschiff und einen kleineren quadratischen Chor, der unter zwei Kuppeln miteinander verbunden ist. Die Kirche beherbergt fünf Altäre sowie Fresken von Matevž Langus aus den 1840er-Jahren. Dessen illusionistische Darstellungen sollen den Kirchenraum in das Übernatürliche öffnen.
Grmada-Gipfel
Der westliche und höhere Gipfel von Šmarna Gora mit 676 Metern. Historisch wurde er genutzt, um Feuer anzuzünden, damit man vor ankommenden osmanischen Überfällen warnen konnte.
Wald-Lehrpfad1974
Ein kreisförmiger Pfad, der 1974 eingerichtet wurde und die beiden Gipfel miteinander verbindet. Er ist darauf ausgelegt, Besucher über die vielfältige Flora und Pilze des Berges zu informieren.