Drottningholm-Palast

Drottningholm-Palast

Stockholms län

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Der Drottningholm-Palast auf der Insel Lovön bei Stockholm ist der private Wohnsitz der schwedischen Königsfamilie und eines der bedeutendsten königlichen Schlösser Schwedens. Ursprünglich wurde das Schloss im späten 16. Jahrhundert von John III für Königin Katharina Jagiellon errichtet. Nach einem verheerenden Brand wurde es im späten 17. Jahrhundert neu aufgebaut – unter der Leitung der Architekten Nicodemus Tessin der Ältere und Nicodemus Tessin der Jüngere. Das Schloss zeigt eine prachtvolle Barock- und Rokokoarchitektur; im Inneren finden sich Skulpturen von Nicolaes Millich sowie Holzschnitzereien von Burchard Precht. Im Verlauf des 18. Jahrhunderts diente der Palast als Sommerresidenz schwedischer Monarchen und als Zentrum großer Hofgesellschaften, darunter Maskeraden und Turniere. Zum Schlossensemble gehören das Drottningholm-Palasttheater und der exotische Chinesische Pavillon – eingebettet in wunderschön gepflegte Barockgärten und Parks im englischen Stil. Seit 1981 ist der Palast der dauerhafte Wohnsitz von König Carl XVI. Gustaf und Königin Silvia. Der Palast und das Gelände sind weitgehend für die Öffentlichkeit zugänglich und geben Besuchern einen Einblick in Schwedens königliches Erbe sowie in die europäische Kultur des Adels.

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Tipp: Besuchen Sie den Drottningholm-Palast im Frühling und Sommer, um das Beste aus den Gärten und den Außenbereichen herauszuholen. Es empfiehlt sich, Tickets im Voraus zu kaufen – besonders in den Stoßzeiten – um Wartezeiten zu vermeiden. Der Palast bietet geführte Touren und eine App, die Ihren Besuch mit Wissen zur königlichen Geschichte bereichert. Ermäßigungen gibt es für Kinder, Seniorinnen und Senioren sowie für Gruppen. Beachten Sie, dass einige Bereiche des Palastes privat bleiben, da sie als Wohnsitz der königlichen Familie dienen. Prüfen Sie daher vor dem Besuch die Öffnungszeiten und mögliche Zutrittsbeschränkungen.

Interessante Fakten

  • Der Drottningholm-Palast ist Schwedens am besten erhaltenes königliches Schloss aus dem 17. Jahrhundert.
  • Der Palast und sein Gelände wurden 1991 zum UNESCO-Welterbe erklärt – als erstes in Schweden.
  • Das Palasttheater im Ensemble ist eines von wenigen Theatern in Europa, die im 18. Jahrhundert noch immer mit originaler Bühnentechnik in Betrieb sind.
  • Die Palastgärten verbinden den formalen Barockstil mit einem englischen Landschaftspark – ein Spiegel wechselnder Geschmäcker über die Jahrhunderte.
  • König Gustav IV. Adolf wurde nach seiner Absetzung 1809 elf Tage lang im Chinesischen Zeichenzimmer des Palastes unter Bewachung festgehalten.

Geschichte

1580

Der ursprüngliche Drottningholm-Palast wurde 1580 von John III für Königin Katharina Jagiellon erbaut, brannte jedoch 1661 nieder.

1662

Die Witwe Hedwig Eleonora beauftragte den Wiederaufbau, der 1662 begann – mit dem Architekten Nicodemus Tessin dem Älteren.

Vollendet wurde das Projekt von seinem Sohn.

Der Palast war im 18.

Jahrhundert über die gesamte Zeit eine Sommerresidenz des schwedischen Königshofs und erlebte unter König Gustav III.

große Festivitäten.

1777

1777 ging das Eigentum an den schwedischen Staat über, doch die Königsfamilie behielt die Nutzungsrechte.

Im 19.

Jahrhundert verfiel der Palast zusehends, wurde aber restauriert.

Seitdem gilt er als Symbol für Schwedens königliches Erbe und die europäische Barockarchitektur.

Ortsführer

1
Die königlichen Appartements17th-18th century
Nicodemus Tessin the Younger

Diese Räume im Südflügel dienen als offizielle Residenz von König Carl XVI. Gustaf und Königin Silvia. Sie sind mit prächtigen Rokoko-Interieurs und originaler Ausstattung gestaltet.

2
Drottningholm-Palasttheater1766
Carl Fredrik Adelcrantz

Ein Theater aus dem 18. Jahrhundert, das nach einem Brand 1762 in großem Rokoko-Stil neu erbaut wurde. Berühmt ist es für seine originale Bühnentechnik und Aufführungen im Stil der jeweiligen Epoche.

3
Chinesischer Pavillon (Kina Slott)18th century
Nicodemus Tessin the Younger

Ein exotischer Rokoko-Pavillon, der als königlicher Rückzugsort gebaut wurde und als Symbol des Chinoiserie-Stils im 18. Jahrhundert gilt. Umgeben ist er von einem angelegten Park.

4
Barockgarten und Englischer Park17th-18th century

Die Palastgärten bieten einen formalen Barockgarten, der im 17. Jahrhundert angelegt wurde, sowie später ergänzten englischen Landschaftspark. So entstehen malerische Wege zum Spazierengehen und schöne Aussichtspunkte.

Kontakt

Telefon: 08-402 61 00