
Synagoge von Subotica
Vojvodina
Die Synagoge von Subotica, offiziell als Synagoge auf dem Jakab-und-Komor-Platz bekannt, ist ein bemerkenswertes Beispiel für ungarische Jugendstil-Architektur in Subotica, Serbien. Vollendet wurde sie 1903 von den Architekten Marcell Komor und Dezső Jakab. Damit ist sie die zweitgrößte Synagoge in Europa – nach der Dohány-Straße-Synagoge in Budapest. Gebaut wurde die Synagoge für eine wohlhabende jüdische Gemeinde mit rund 3.000 Mitgliedern, die ihre doppelte ungarisch-jüdische Identität widerspiegelt. Architektonisch besticht sie durch einen einzigartigen, zeltartigen zentralen Raum unter einer großen, selbsttragenden Kuppel. Diese wird von Stahlpfeilern getragen, die mit Reliefs von Palmblättern verziert sind. Die Anlage verbindet Motive ungarischer Volksüberlieferungen mit jüdischer Symbolik und schafft so ein eigenständiges, innovatives Design, das sich von den traditionellen Grundrissen von Synagogen absetzt. Nach Jahrzehnten der Vernachlässigung wurde die Synagoge in einem mehrmillionenschweren Projekt restauriert, das von den ungarischen und serbischen Regierungen finanziert wurde, und 2018 wiedereröffnet – als Konzerthalle und kulturelles Denkmal. Sie ist bis heute ein Symbol für die reiche multikulturelle Geschichte von Subotica und dient sowohl als Touristenattraktion als auch als Ort für jüdische Gottesdienste.
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Tipp: Besucher sollten vor dem Besuch die Öffnungszeiten prüfen, da die Synagoge hauptsächlich als Konzerthalle und Kulturstätte genutzt wird. Die beste Zeit für einen Besuch sind die wärmeren Monate, wenn in der Stadt kulturelle Veranstaltungen stattfinden. Tickets können vor Ort gekauft werden; für Gruppen, Studierende und Seniorinnen und Senioren gibt es Ermäßigungen. Für Gruppen wird eine vorherige Buchung empfohlen, um die Verfügbarkeit sicherzustellen. Durch die Restaurierung ist die Synagoge heute gut zugänglich und einladend für alle, die sich für Architektur, Geschichte und das jüdische Erbe interessieren.
Interessante Fakten
- •Sie ist die zweitgrößte Synagoge in Europa – nach der Dohány-Straße-Synagoge in Budapest.
- •Die Synagoge besitzt eine einzigartige, selbsttragende, dünnschalige Kuppel aus Stahl, die an ihrem höchsten Punkt goldfarben angestrichen ist.
- •Es ist der einzige erhaltene jüdische Ort des Gebets im ungarischen Jugendstil weltweit.
- •Die Kuppel wird von vier Paaren aus Stahlpfeilern getragen, die Reliefs mit Palmblättern zeigen – ein Zeugnis fortschrittlicher architektonischer Techniken für ihre Zeit.
- •Das Design der Synagoge verbindet Motive ungarischer Volksüberlieferungen mit jüdischer Symbolik und spiegelt damit die doppelte Identität ihrer Gemeinde wider.
Geschichte
Die Synagoge von Subotica wurde zwischen 1901 und 1903 in der Zeit der Österreichisch-Ungarischen Monarchie errichtet und ersetzte eine kleinere Synagoge.
Entworfen wurde sie von den Architekten Marcell Komor und Dezső Jakab, Anhängern von Ödön Lechner, dem „Vater“ des ungarischen Jugendstils.
1974 wurde die Synagoge zum Kulturdenkmal erklärt und 1990 zum Kulturdenkmal von außergewöhnlicher Bedeutung erhoben – zum Schutz durch die Republik Serbien.
Nach einer Phase der Vernachlässigung im späten 20.
Jahrhundert fanden zwischen 2003 und 2018 umfangreiche Restaurierungsarbeiten statt, die in ihrer Wiedereröffnung als Konzerthalle und kulturelles Wahrzeichen mündeten.
Ortsführer
Zentral-Kuppel und Hauptraum für das Gebet1903
Der zentrale Raum der Synagoge wird von einer großen, selbsttragenden Kuppel überdeckt, die aus einer dünnen Stahl-Schalenkonstruktion besteht und an ihrem höchsten Punkt goldfarben angestrichen ist. Dieser zeltartige Raum wird von Stahlpfeilern getragen, die mit Palmblatt-Motiven dekoriert sind – das schafft eine helle und harmonische Innenwirkung, die als Symbol für die Einheit der irdischen und der geistigen Sphäre steht.
Glasfenster und Innenausstattung1903
Im Inneren sind farbige Glasfenster mit ungarischen Motiven aus der Volkskunst zu sehen, jeweils mit einzigartigen floralen Mustern. Die Fenster sorgen für ein ruhiges, sanftes Licht, das die messingfarbenen Kronleuchter und die Lampen der Menora ergänzt und die spirituelle Atmosphäre des Raums verstärkt.
Fassade und Außenornamentik1903
Die Fassade der Synagoge ist in drei horizontale Zonen gegliedert, die die irdische materielle Welt, das irdische Paradies und die geistige Sphäre darstellen – symbolisiert durch die Kuppel. Farbige Zsolnay-Keramiken mit filigranen Mustern ungarischer Volkskunst zieren die Anlage. Gekrönt wird sie von der zentralen Kuppel, auf der der Davidstern sitzt – als Symbol für die Einheit von Himmel und Erde.
Kontakt
Telefon: 065 2788416