
Lac Surduc
West Region
Der Lac Surduc ist ein künstlich angelegter Stausee in den nordwestlichen Poiana Ruscă-Bergen im Kreis Timiș, Rumänien. Er wurde am Fluss Gladna, nahe dem Dorf Surducu Mic, errichtet. Der See dient als zentrale Quelle für Trink- und Industrie-Wasser für die Stadt Timișoara und die umliegenden Gebiete. Die Staumauer ist bemerkenswert, weil sie im Verhältnis zum Wasservolumen die schmalste in Rumänien ist. Mit dem Bau wurde 1972 begonnen, und die Wasseraufstauung startete 1976. Der See erstreckt sich über etwa 4 Kilometer Länge und 3 Kilometer Breite und erreicht eine maximale Tiefe von 17,2 Metern. Neben seiner Nutzung als Wasserreservoir erfüllt der Lac Surduc auch die Funktion eines geschützten Naturgebiets. Seit 2000 ist er ein Gebiet der IUCN-Kategorie IV, das vielfältige Lebensräume erhält – darunter Süßwasserzonen, Feuchtgebiete, Grasländer und Wälder. Er beherbergt eine reiche Artenvielfalt mit zahlreichen Fisch-, Amphibien-, Reptilien- und Vogelarten, besonders mit Wasservögeln, die sich in den Wintermonaten dort aufhalten, weil das Wasser im See nicht zufriert. Das Gebiet umfasst zudem ein Mikro-Wasserkraftsystem zur Erzeugung erneuerbarer Energie. Der Lac Surduc ist ein beliebtes Ziel für Angler, Jäger und Touristen, die Natur und Ruhe suchen.
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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch des Lac Surduc sind die wärmeren Monate, wenn die natürlichen Lebensräume am lebendigsten und gut zugänglich sind. Wer Vogelbeobachtung betreibt, sollte auch einen Winterbesuch in Betracht ziehen: Der See dient als Rückzugsort für Tausende von Wasservögeln. Es empfiehlt sich, die lokalen Vorschriften zu Angeln und Jagd zu prüfen, da das Gebiet geschützt ist. Eine geführte Tour zu buchen oder sich bei lokalen Behörden zu informieren, kann das Erlebnis verbessern und die Einhaltung der Naturschutzmaßnahmen sicherstellen.
Interessante Fakten
- •Der Lac Surduc ist in Rumänien die schmalste Staumauer in Bezug auf das von ihr gespeicherte Wasservolumen.
- •Die im Winter nicht gefrierenden Gewässer des Sees ziehen Tausende von Wasservögeln an, die Schutz suchen.
- •Der See unterstützt ein Mikro-Wasserkraftsystem, das 2 MW Strom erzeugen kann.
- •Der Lac Surduc ist Heimat für verschiedene geschützte Arten, darunter Amphibien wie Bombina bombina und Reptilien wie Emys orbicularis.
- •Der Lac Surduc wurde 2000 zum geschützten Naturgebiet von nationalem Interesse erklärt, um seine Ichthyofauna und Avifauna zu erhalten.
Geschichte
Der Bau der Staumauer des Lac Surduc begann 1972, die erste Wasseraufstauung startete 1976.
Bereits 1977 fasste der See nahezu 25 Millionen Kubikmeter Wasser.
Eine zweite Bauphase wurde 1981 gestartet, um das Fassungsvermögen des Reservoirs auf über 51 Millionen Kubikmeter zu erhöhen.
Die Staumauer wurde am Fluss Gladna errichtet, einem Nebenfluss des Bega.
Sie wurde mit Steinwurf (Ripraps) und Beton fertiggestellt, um auch erheblichen Wasserdruck standzuhalten.
Im Laufe der Jahrzehnte hat sich der See von einem funktionalen Wasserversorgungsreservoir zu einem geschützten Naturgebiet entwickelt, das wegen seiner ökologischen Bedeutung anerkannt ist.
2000 erhielt er den Status der IUCN-Kategorie IV.