
St. Hedwigs-Kirche, Zielona Góra
Lubuskie
Die St. Hedwigs-Kirche, auch bekannt als Konkatedra św. Jadwigi Śląskiej, ist das älteste erhaltene Gebäude in Zielona Góra, Polen. Die Kirche wurde im späten 13. Jahrhundert von Herzog Konrad I. von Głogów gegründet und 1294 von seinem Sohn Henryk Głogowczyk fertiggestellt. Sie ehrt die heilige Hedwig, Schutzpatronin Schlesiens. Die Kirche besitzt gotische Stilelemente wie spitzbogige Gewölbe, Strebepfeiler und originale Portale, wurde jedoch mehrfach nach Bränden umgebaut – 1419, 1582, 1627 und 1651. Im 18. und 19. Jahrhundert kamen weitere Veränderungen hinzu, darunter 1832 der Anbau eines klassizistischen, vierstöckigen Turms mit Kuppel. Im Inneren können Besucher barocke Chorgestühle mit Heiligenbildern aus dem 17. Jahrhundert bewundern, ein renaissancezeitliches Gitters auf Schmiedeeisen am Eingang zur Kapelle der Olive sowie ein Hauptaltar-Triptychon, das die Geheimnisse des Rosenkranzes darstellt und 1978 geweiht wurde. Die Kirche hat große kulturelle und religiöse Bedeutung: Seit 1992 dient sie als Konkathedrale des Bistums Zielona Góra-Gorzów. Außerdem beherbergt sie das älteste Denkmal der Stadt – eine Statue des St. Johannes von Nepomuk. Die Kirche ist bis heute ein aktiver Ort des Gottesdienstes und zugleich ein Symbol für das mittelalterliche Erbe und die Widerstandskraft der Stadt über Jahrhunderte hinweg – trotz Kriegen, religiöser Umbrüche und architektonischer Veränderungen.
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Tipp: Besuchern wird empfohlen, unter der Woche zu kommen, um Menschenmengen zu vermeiden und die ruhige Atmosphäre der Konkathedrale zu erleben. Die Kirche ist für regelmäßige Gottesdienste geöffnet; es empfiehlt sich, für besondere Veranstaltungen oder geführte Touren die offizielle Website zu prüfen. Der Eintritt ist in der Regel frei, doch Spenden unterstützen die Instandhaltungs- und Restaurierungsprojekte, einschließlich des Orgelneubaus. Für religiöse Feiertage oder Feste wird eine frühe Planung empfohlen, um die Zugänglichkeit sicherzustellen.
Interessante Fakten
- •Die St. Hedwigs-Kirche ist das älteste erhaltene Gebäude in Zielona Góra und stammt aus dem späten 13. Jahrhundert.
- •Die Kirche hat mehrere verheerende Brände überstanden, mit großen Rekonstruktionen nach den Feuern in 1419, 1582, 1627 und 1651.
- •1832 wurde ein klassizistischer Turm mit Kuppel ergänzt, der der Kirche ihr heutiges markantes Silhouette verleiht.
- •In der Kirche befindet sich am Eingang zur Kapelle der Olive ein renaissancezeitliches schmiedeeisernes Gitter – ein selten erhaltenes Originalstück.
- •Eine Statue des St. Johannes von Nepomuk vor der Kirche ist das älteste Denkmal in Zielona Góra.
- •1992 wurde die Kirche zur Konkathedrale erhoben – das spiegelt ihre überregionale Bedeutung im kirchlichen Leben wider.
Geschichte
Die Kirche wurde in der zweiten Hälfte des 13.
Jahrhunderts von Herzog Konrad I.
von Głogów gegründet und 1294 von seinem Sohn Henryk Głogowczyk fertiggestellt.
Zunächst diente sie als Pfarrkirche und stand bis 1427 unter dem Patronat der Herzöge von Głogów-Żagań.
Das Gebäude erlebte im Laufe seiner Geschichte mehrere Brände – besonders 1419, 1582, 1627 und 1651.
Daraus entstanden mehrere Rekonstruktionen und architektonische Veränderungen.
1544 wurde die Kirche im Zuge der Reformation protestantisch, 1651 jedoch im Rahmen der Gegenreformation wieder in katholische Hände zurückgeführt.
Der Turm stürzte 1776 ein und wurde bis 1780 wiederaufgebaut; der heutige klassizistische Turm wurde 1832 ergänzt.
1992 wurde die Kirche zur Konkathedrale des neu gebildeten Bistums Zielona Góra-Gorzów erhoben – ein Zeichen für ihre fortbestehende religiöse Bedeutung.
Ortsführer
Gotische Architektur und Außenansicht13th century
An der Außenfassade der Kirche sind originale gotische Elemente zu sehen – darunter Strebepfeiler, spitzbogige Öffnungen sowie das südliche Portal mit seiner charakteristischen spitzbogigen Form. Das Backsteinmauerwerk zeigt die mittelalterlichen Bautechniken.
Klassizistischer Turm1832
Dieser vierstöckige Turm mit Kuppel krönt die Kirche und ist ein markantes Element der Stadtsilhouette. Er wurde zwischen 1776 und 1832 ergänzt, nachdem der ursprüngliche Turm eingestürzt war.
Barockes Chorgestühl im Inneren17th century
Im Inneren prägt das barocke Chorgestühl: Zu sehen sind Gemälde mit Heiligendarstellungen aus dem 17. Jahrhundert – ein eindrucksvolles Beispiel religiöser Kunst aus der Zeit nach der Reformation.
Olivenkapelle und Renaissance-GitterRenaissance period
Die Olivenkapelle beherbergt am Eingang ein renaissancezeitliches Gitter aus geschmiedetem Eisen – ein seltenes und wertvolles Zeugnis der Handwerkskunst dieser Epoche.
Hauptaltar-Triptychon1978
Der Hauptaltar zeigt ein Triptychon mit den Geheimnissen des Rosenkranzes, das 1978 geweiht wurde. Es bildet den Mittelpunkt des liturgischen Raums der Kirche.
Kontakt
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