
Lae War Cemetery
Morobe
Der Lae War Cemetery wurde 1944 eingerichtet und liegt im Herzen von Lae, direkt neben dem Botanical Gardens. Er ist ein bedeutender Militärfriedhof, der von der Commonwealth War Graves Commission verwaltet wird. Er erinnert an mehr als 2.800 Soldaten, überwiegend aus den Streitkräften des Commonwealth, die während des Zweiten Weltkriegs bei den Feldzügen in Papua-Neuguinea ums Leben kamen – insbesondere in der Salamaua–Lae-Kampagne. Der Friedhof umfasst sowohl namentlich bekannte als auch unbekannte Gräber; 444 Soldaten sind als unbekannt bestattet. Zu den hier Ruhenden gehören 426 indische Soldaten, die von den Japanern gefangen genommen wurden, sowie mehrere ausgezeichnete Kriegsveteranen wie William Ellis Newton VC und Lieutenant Albert Chowne VC. Der Friedhof besitzt eine breite Treppenanlage, die zu einer Kolonnade führt und den Cross of Sacrifice rahmt – ein typisches Element der Commonwealth-Kriegsfriedhöfe. Er ist nicht nur ein Ort der Ruhe, sondern auch eine eindrückliche Erinnerung an die heftigen Kämpfe, die in der Region stattgefunden haben. Jährliche ANZAC-Dawn-Services werden hier abgehalten, um der Gefallenen zu gedenken und so die fortwährende kulturelle und erinnernde Bedeutung des Friedhofs zu unterstreichen.
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Tipp: Besucherinnen und Besucher sollten den jährlichen ANZAC-Dawn-Service am 25. April besuchen, um an einer bewegenden Gedenkfeier teilzunehmen. Am besten ist der Besuch tagsüber, damit sich die feierliche Atmosphäre und die sorgfältigen Gedenktafeln besonders gut erfassen lassen. Eine frühzeitige Planung wird empfohlen, wenn man an Zeremonien teilnehmen möchte. Angemessene, respektvolle Kleidung und ein entsprechendes Verhalten sind wichtig, da es sich um einen Ort des Gedenkens handelt. Für den Eintritt sind keine speziellen Tickets erforderlich, aber geführte Touren können das Verständnis für die Geschichte des Ortes vertiefen.
Interessante Fakten
- •Der Friedhof enthält das Grab von William Ellis Newton – dem einzigen australischen Flieger, der im Zweiten Weltkrieg im Südwestpazifik die Victoria Cross erhielt.
- •Hier sind 426 indische Soldaten bestattet, die als Kriegsgefangene waren – ein Zeichen für die Vielfalt der am Konflikt beteiligten Commonwealth-Truppen.
- •Das Lae Memorial innerhalb des Friedhofs erinnert an 300 australische Soldaten, die keine bekannte Grabstätte haben.
- •Der Cross of Sacrifice, ein häufiges Element auf Commonwealth-Kriegsfriedhöfen, ist am Lae War Cemetery besonders prominent zu sehen.
Geschichte
Der Lae War Cemetery wurde 1944 eingerichtet, nachdem die Alliierten Lae während des Zweiten Weltkriegs von den japanischen Truppen zurückerobert hatten.
Der Ort erinnert an Soldaten, die in der Salamaua–Lae-Kampagne sowie in anderen Kämpfen in der Provinz Morobe ums Leben kamen.
Die Weihe erfolgte durch Lieutenant-General Sir Leslie Morshead, und 1947 kam der Friedhof in die Obhut der Commonwealth War Graves Commission.
Im Laufe der Zeit wuchs die Anlage auf Grablegungen von Soldaten an, die aus den umliegenden Schlachtfeldern geborgen wurden, sowie von Gefangenen, die in japanischer Haft gestorben waren.
Seitdem ist der Friedhof zu einem zentralen Ort der Erinnerung und des militärischen Erbes in Papua-Neuguinea geworden.
Ortsführer
Cross of Sacrifice1944
Ein markantes Steinkreuz, das aus dem Vorplatz des Friedhofs emporragt und den Opfertod der Commonwealth-Soldaten symbolisiert. Es rahmt die zentrale Achse des Friedhofs und ist ein Mittelpunkt für Gedenkzeremonien.
Lae Memorial1944
Ein Denkmal innerhalb des Friedhofs, das 300 australische Soldaten ehrt, die keine bekannte Grabstätte haben. Es zeigt Tafeln mit Namen sowie einen Bereich für die Friedhofsregister.
Grave of William Ellis Newton VC1943
Die letzte Ruhestätte von William Ellis Newton, der 1943 für seine Tapferkeit mit der Victoria Cross ausgezeichnet wurde. Er ist der einzige australische Flieger, der diese Ehrung im Südwestpazifik erhielt.
Indian Soldiers' Section
Ein eigener Bereich für 426 indische Soldaten, die von den Japanern gefangen genommen und als Kriegsgefangene festgehalten wurden – ein Hinweis auf die Vielnationalität des Konflikts.