Dorf der Asaro-Mudmen

Dorf der Asaro-Mudmen

Eastern Highlands

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Das Dorf der Asaro-Mudmen in den Eastern Highlands von Papua-Neuguinea ist für seine besondere kulturelle Tradition bekannt: Die Männer tragen aufwendige Schlamm-Masken und bemalen ihren Körper weiß. Diese Sitte, die ihren Ursprung beim Asaro-Stamm in der Nähe von Goroka hat, hat sich von einer Verkleidung aus dem späten 19. Jahrhundert zu einer gefeierten kulturellen Aufführung entwickelt. Die Masken heißen lokal „holosa“ und bedeuten „Geist“. Sie werden aus Schlamm gefertigt und mit weißer Körperbemalung getragen, um geisterhafte Gestalten zu evozieren. Die Tradition wurde 1957 für eine kulturelle Show wiederbelebt und ist seitdem zu einem wichtigen Symbol der lokalen Identität sowie zu einer großen Touristenattraktion geworden. Die Darsteller führen Tänze auf, die gebrochene Knochen imitieren und Fliegen vertreiben – und verstärken damit die unheimlich-geistige Wirkung. Masken und Tänze stehen für die Verbindung historischer Kriegstaktiken und spiritueller Vorstellungen, wobei verschiedene Legenden ihre Entstehung erklären, darunter Begegnungen mit Feinden und übernatürliche Kräfte. Das Dorf zieht Besucher an, die diese besonderen Vorstellungen erleben und mehr über das reiche kulturelle Erbe der Asaro-Kultur erfahren möchten.

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Tipp: Besucher werden empfohlen, zu kulturellen Festen oder landwirtschaftlichen Schauen wie der Eastern Highlands Agricultural Show zu kommen, um die volle Aufführung der Mudmen zu erleben. Aufgrund der Beliebtheit der Darbietungen empfiehlt sich, Tickets im Voraus zu kaufen oder Besuche über lokale Reiseveranstalter zu organisieren. Ein Besuch am frühen Morgen oder am späten Nachmittag bietet bessere Lichtverhältnisse für die Fotografie und ein intensiveres Erlebnis. Für Gruppen sind möglicherweise Ermäßigungen verfügbar oder über Programme für Kulturtourismus. Respektvolles Verhalten und die richtige Fotografie-Etikette sollten beachtet werden, um lokale Gepflogenheiten zu würdigen.

Interessante Fakten

  • Der Begriff „Mudmen“ wurde von Touristen geprägt und ist nicht der lokale Name; die Masken heißen „holosa“ und bedeuten „Geist“.
  • Der Tanz der Mudmen ahmt die Bewegungen einer Person mit gebrochenen Knochen nach, die Fliegen vertreibt, die von verwesendem Fleisch angezogen werden.
  • Die Tradition wurde 1957 ganz gezielt für eine kulturelle Show wiederbelebt, was dazu beitrug, sie international bekannt zu machen.
  • Fotos der Mudmen erschienen 1969 in National Geographic und steigerten damit ihren weltweiten Ruhm.
  • Der Schlamm, der für die Masken verwendet wird, stammt vom Asaro River und soll giftig sein – deshalb wurden die Gesichter nicht direkt mit Schlamm verdeckt.

Geschichte

Die Tradition der Asaro-Mudmen reicht bis ins späte 19.

Jahrhundert in das Dorf Komunive in den Eastern Highlands von Papua-Neuguinea zurück.

Zunächst wurde Schlamm als Tarnung für Attentats-Taktiken genutzt, bevor daraus die Praxis „girituwai“ wurde, bei der man Schlamm-Masken zu Verkleidungszwecken trägt.

1957

Die Tradition wurde von Ruipo Okoroho 1957 für die Eastern Highlands Agricultural Show wiederbelebt und in eine kulturelle Aufführung umgewandelt, bei der die Darsteller den ersten Preis gewannen.

1969

Ab den 1960er-Jahren erlangten die Mudmen durch Medienaufmerksamkeit internationale Bekanntheit, darunter National Geographic im Jahr 1969 und Fotografien von Irving Penn im Jahr 1970.

Im Laufe der Zeit entwickelten sich die Praxis mit aufwendigen Masken, Tänzen und mythischen Hintergrundgeschichten weiter – maßgeblich beeinflusst durch Tourismus und Bemühungen zur kulturellen Bewahrung.

Ortsführer

1
Holosa-MaskenSpätes 19. Jahrhundert
Traditionell gefertigt von Kunsthandwerkern des Asaro-Stamms

Die ikonischen Schlamm-Masken werden aus Fluss-Schlamm gefertigt, über einem Rahmen geformt und mit Augenlöchern versehen. Anschließend werden sie bemalt und so gestaltet, dass sie geisterhafte Gestalten nachahmen.

2
Mudmen-TanzUm 1957 entwickelt
Ruipo Okoroho und die Gemeinschaft

Ein traditioneller Tanz, der von den Mudmen aufgeführt wird. Charakteristisch sind Bewegungen, die gebrochene Knochen imitieren und Fliegen vertreiben – dadurch wird der geisterhafte Eindruck verstärkt.

3
Bereich für kulturelle Aufführungen

Der Platz im Dorf, an dem die Mudmen für Touristen und bei kulturellen Festen auftreten. Dabei werden traditionelle Musik, Tanz und Geschichten erzählt.