
Christuskirche
Khomas
Die Christuskirche, auf einem markanten Hügel in Windhoek, Namibia gelegen, ist eine lutherische Kirche im neoromanischen Stil, die 1910 fertiggestellt wurde. Entworfen vom Regierungsarchitekten Redecker, begann der Bau 1907 und war bemerkenswert, weil dafür lokalem Sandstein verwendet wurde, der mit Hilfe einer kleinen Bahnstrecke herangebracht wurde. Der Turm ragt 42 Meter in die Höhe und ist mit einer gotischen Spitze gekrönt, wodurch er schon aus der Ferne sichtbar ist. Die drei bronzenen Glocken tragen Inschriften, die Herrlichkeit, Frieden und guten Willen symbolisieren. Die Glasfenster wurden vom deutschen Kaiser Wilhelm gestiftet und verleihen dem Bau zusätzliche historische Bedeutung. Im Inneren erinnert eine bronzene Gedenktafel an deutsche Soldaten und Zivilisten, die während der Aufstände der Nama und Herero ums Leben kamen. Am 16. Oktober 1910 wurde die Kirche geweiht und zwischen 1967 und 1972 renoviert; dabei wurde unter anderem das ursprüngliche eiserne Dach durch Ziegel ersetzt. Die Gottesdienste werden auf Deutsch gehalten und spiegeln damit das Erbe der Gemeinde wider. Die Christuskirche steht als Denkmal des Friedens und als bedeutendes kulturelles Wahrzeichen in Windhoek und zieht Besucher an, die sich für Geschichte, Architektur und das namibische Erbe interessieren.
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Tipp: Besucher sollten die Christuskirche am besten in den Morgenstunden einplanen, wenn die Gottesdienste auf Deutsch stattfinden – um 10:00 Uhr. Es wird empfohlen, geführte Touren im Voraus zu buchen, um noch tiefer in die Geschichte und Architektur der Kirche einzutauchen. Die beste Zeit für einen Besuch ist in der Trockenzeit, wenn das Wetter angenehm ist und man von der Hügellage aus besonders klare Ausblicke hat. Je nach Verfügbarkeit sind möglicherweise Rabatte oder besondere Arrangements für Gruppen oder Bildungsbesuche möglich; am besten informiert man sich direkt bei der Kirche über aktuelle Angebote.
Interessante Fakten
- •Die Christuskirche hat drei bronzene Glocken mit Inschriften, die übersetzt „Ehre sei Gott in der Höhe“, „Friede auf Erden“ und „Wohlwollen gegenüber den Menschen“ bedeuten.
- •Die Glasfenster wurden vom deutschen Kaiser Wilhelm gestiftet.
- •Das ursprüngliche Altarbild war eine Kopie von Rubens’ „Auferweckung des Lazarus“, gemalt von der Berliner Künstlerin Clara Berkowski, wurde jedoch nach der Zerstörung des Originals in Berlin nach dem Zweiten Weltkrieg in die Galerie verlegt.
- •Der nahe dem heutigen Avis-Staudamm abgebrochene lokale Sandstein war das einzige vor Ort verwendete Material; er wurde mit einer kleinen Bahn transportiert, die eigens für den Bau errichtet wurde.
- •Der Turm der Kirche ist 42 Meter hoch und mit einer gotischen Spitze gekrönt – trotz des insgesamt neoromanischen Baustils.
Geschichte
Die deutsch-lutherische Gemeinde in Windhoek wurde am 20.
Januar 1896 gegründet und hielt zunächst Gottesdienste in einem Kirchensaal ab.
Die Idee, die Christuskirche zu bauen, entstand früh: 1898 wurde ein Grundstück zugewiesen und Pläne vom Architekten Redecker 1900 erstellt.
Kriege verzögerten jedoch den Bau, sodass erst 1907 begonnen werden konnte.
Die Kirche wurde 1910 fertiggestellt und geweiht – ihr Name und ihre Lage stehen symbolisch für Frieden.
Seitdem gab es Renovierungen, besonders von 1967 bis 1972, als das Dach ersetzt wurde.
Die Kirche erinnert außerdem an deutsche Soldaten und Zivilisten, die in den frühen Aufständen im 20.
Jahrhundert in Namibia verloren gingen.
Ortsführer
Hauptchor1910
Der zentrale Bereich für den Gottesdienst weist neoromanische Gestaltungselemente auf und beherbergt die originale Altarbild-Kopie von Rubens’ „Auferweckung des Lazarus“.
Kirchturm und Glocken1910
Ein 42 Meter hoher Turm, gekrönt von einer gotischen Spitze, beherbergt drei bronzene Glocken mit Inschriften, die Frieden und guten Willen symbolisieren.
GlasfensterAnfang des 20. Jahrhunderts
Drei von Kaiser Wilhelm gestiftete Glasfenster wurden kürzlich renoviert, um ihren historischen und künstlerischen Wert zu bewahren.
Bronzene GedenktafelNach der Zeit der Aufstände
Diese Tafel im Inneren der Kirche erinnert an deutsche Soldaten, Marinesoldaten und Zivilisten, die während der Aufstände der Nama und Herero zwischen 1903 und 1907 ums Leben kamen.
Kontakt
Telefon: 061 236 002