Beopjusa-Tempel

Beopjusa-Tempel

Chungcheongbuk-do

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Der Beopjusa-Tempel liegt in der Provinz North Chungcheong innerhalb des Songnisan-Nationalparks und ist ein bedeutender Haupttempel der Jogye-Ordens des koreanischen Buddhismus. Der Tempel wurde 553 vom Silla-Mönch Uisin gegründet und erhielt den Namen „Residence of Dharma“, weil er die indischen Sutras mitgebracht hatte, die im Anschluss hier aufbewahrt wurden. Der Tempelkomplex umfasst mehr als 60 Gebäude und 70 Mönchsklause(n), darunter der Palsangjeon – die höchste hölzerne Pagode Koreas. Sie hat nach dem Wiederaufbau im Jahr 1624, nachdem sie während der Japanischen Invasionen zerstört worden war, ihre ursprüngliche Gestalt einzigartig bewahrt. Historisch war Beopjusa ein lebendiges Klosterzentrum: In der Goryeo-Zeit beherbergte es bis zu 3.000 Mönche. Erhalten geblieben sind unter anderem eine Zisterne und ein eiserner Topf für den gemeinschaftlichen Gebrauch. Der Tempel beherbergt zahlreiche kulturelle Schätze, darunter nationale Schätze, eingetragene Kulturgüter sowie Naturdenkmäler. Außerdem bewahrt er die „Folding Screen of Celestial Charts“ (Faltender Schirm der Himmelsbilder), ein international wertvolles Artefakt, das 3.083 Sterne zeigt und damit Koreas historisches astronomisches Wissen widerspiegelt. Beopjusa ist auch heute kulturell bedeutsam und beherbergt besondere Schreine – etwa die Gebetsstätte für die Königliche Nebenfrau Yeongbin. Ursprünglich wurde der Tempel außerdem als Drehort für Bruce Lees „Game of Death“ ausgewählt. Der Beopjusa-Tempel ist ein lebendiges Zeugnis für Koreas buddhistische Geschichte, Architektur und Kulturerbe.

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Tipp: Besucher sollten einen Besuch im Frühling oder im Herbst einplanen, wenn das Wetter angenehm ist und die Landschaft besonders schön ist. Eine vorherige Buchung für Programme mit Tempelaufenthalt wird empfohlen, um das Mönchsleben authentisch zu erleben. Eintrittskarten können Rabatte für Gruppen, Studierende oder Seniorinnen und Senioren bieten. Früh ankommen hilft, Menschenmengen zu vermeiden – vor allem bei der Palsangjeon-Pagode. Aufgrund der weitläufigen Tempelanlagen und der Lage in den Bergen sind bequeme Wanderschuhe empfehlenswert.

Interessante Fakten

  • Die Palsangjeon ist die einzige hölzerne Pagode in Korea, die ihre ursprüngliche Erscheinung bewahrt hat, und ist als National Treasure No. 55 ausgewiesen.
  • Die „Folding Screen of Celestial Charts“ in Beopjusa zeigt 3.083 Sterne und 300 Sternbilder und ist damit die größte und genaueste Himmelskarte, die der Jesuiten-Gelehrte I. Koegler zusammen mit seinen koreanischen Schülern erstellt hat.
  • Beopjusa wurde zunächst als Drehort für Bruce Lees Film „Game of Death“ gewählt, wobei die fünf Stockwerke der Pagode unterschiedliche Kampfsportstile repräsentieren.
  • Auf dem Tempelgelände gibt es einen rätselhaften steinernen Topf, der teilweise im Boden steckt; der Legende nach soll er zum Lagern von Kimchi genutzt worden sein.
  • In der Goryeo-Zeit beherbergte Beopjusa bis zu 3.000 Mönche – erhalten geblieben sind gemeinschaftliche Einrichtungen wie ein eiserner Topf und eine Zisterne.

Geschichte

553

Der Beopjusa-Tempel wurde im Jahr 553 während der Silla-Dynastie vom Mönch Uisin gegründet und erhielt seinen Namen wegen seiner Rolle als Aufbewahrungsort für indische buddhistische Sutras.

In der Goryeo-Zeit erblühte er, unterstützte Tausende von Mönchen und wurde zu einem bedeutenden religiösen Zentrum.

1624

Der Tempel wurde während der Japanischen Invasionen Koreas zerstört, jedoch später wiederaufgebaut – inklusive des Wiederaufbaus der Palsangjeon-Pagode im Jahr 1624.

In der Joseon-Dynastie ließ die staatliche Unterstützung für den Buddhismus nach, was zu einem Rückgang von Größe und Einfluss des Tempels führte.

Dennoch behielt er seine kulturelle und historische Bedeutung, unter anderem durch königliche Verbindungen: Das nahegelegene Rückzugsgebiet von König Taejo sowie die Errichtung von Gebetsschreinen für königliche Nebenfrauen.

Ortsführer

1
Palsangjeon-Hölzerne Pagode1624

Diese fünfstöckige hölzerne Pagode ist die höchste Koreas und die einzige, die ihre ursprüngliche Form beibehält. Sie wurde 1624 nach einer Zerstörung im Krieg wiederaufgebaut. Sie ist ein National Treasure und ein Symbol für die buddhistische Architektur Koreas.

2
Huigyeon-Bosal-Statue

In einer offenen Halle an vier Seiten aufgestellt: Diese wunderschöne Bodhisattva-Statue (Sudarsana) steht auf einem Fundamentstein und trägt auf ihrem Kopf eine Räuchergefäß/Weihrauchbrenner – ein Symbol für die ewige Hingabe an Buddha.

3
Folding Screen of Celestial Charts18. Jahrhundert
Kim Tae-seo und An Guk-bin

Eine umfangreiche und präzise astronomische Karte mit 300 Sternbildern und über 3.000 Sternen. Sie wurde von koreanischen Gelehrten auf Basis von Jesuiten-Karten aus dem Jahr 1723 erstellt und spiegelt Koreas historische Verbindung zur Astronomie wider.

4
Seonhuigung-Wondang-Gebetsschrein

Ein einzigartiger Schrein, der Yeongbin von der Yi-Familie gewidmet ist, der königlichen Nebenfrau von König Yeongjo. Ungewöhnlich ist, dass er sich in einem buddhistischen Tempel befindet – statt in einer königlichen Ahnenanlage.

5
Stein-Topf-Artefakt

Eine teilweise im Boden vergrabene steinerne Skulptur, geformt wie ein irdenes Gefäß, dessen ursprünglicher Zweck unbekannt ist – der Legende nach soll sie jedoch zum Lagern von Kimchi genutzt worden sein.

Kontakt

Telefon: 043-543-3615