Burana-Turm

Burana-Turm

Chüy

75/10090 min

Der Burana-Turm ist ein bedeutendes historisches Minarett im Chüy-Tal im Norden Kirgisistans, nahe der Stadt Tokmok und etwa 80 km östlich von Bischkek. Er wurde im 11. Jahrhundert von den Karachaniden erbaut und diente als Vorbild für andere Minarette in Zentralasien. Ursprünglich war der Turm 45 Meter hoch, doch durch mehrere Erdbeben erlitt er schwere Schäden – besonders im 15. Jahrhundert, wodurch seine Höhe auf 25 Meter reduziert wurde. Das Bauwerk besitzt eine Außentreppe sowie eine steile Wendeltreppe im Inneren, die es Besuchern ermöglicht, bis nach oben zu gelangen und eine Panoramaansicht zu genießen. Der Turm ist Teil einer größeren archäologischen Anlage mit Mausoleen, Grabsteinen, den Grundmauern einer Burg und Erdwerken – alles Überreste der einst blühenden Stadt Balasagun, die Ende des 9. Jahrhunderts gegründet wurde. Eine Renovierung in den 1970er-Jahren stabilisierte und restaurierte Teile des Turms und bewahrte ihn so als eines der ältesten architektonischen Denkmäler Zentralasiens. Die Anlage funktioniert als Freiluftmuseum mit einem kleinen Gebäude, das historische Funde zeigt sowie Informationen über die Region liefert. Die einzigartige Mischung aus Architektur und Geschichte macht den Turm zu einem lohnenden Ziel für Reisende, die sich für mittelalterliche Kultur in Zentralasien und islamische Architektur interessieren.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch des Burana-Turms sind die wärmeren Monate von spätem Frühling bis in den frühen Herbst, wenn das Wetter angenehm für das Klettern und Erkunden ist. Besucher sollten bequeme Schuhe für die steilen Treppen tragen und Wasser mitbringen. Tickets sind vor Ort erhältlich, dennoch empfiehlt es sich, im Voraus die Öffnungszeiten zu prüfen und auch mögliche geführte Touren zu berücksichtigen. Ermäßigungen gibt es möglicherweise für Studierende und Gruppen. Da der Turm relativ klein ist, lässt er sich in ein paar Stunden besichtigen. In Kombination mit nahegelegenen historischen Stätten wird der Ausflug besonders lohnend.

Interessante Fakten

  • Der Burana-Turm ist eines der ältesten noch erhaltenen Bauwerke in Zentralasien.
  • Der Turm diente als Vorbild für andere Minarette in der Region.
  • Ursprünglich war der Turm 45 Meter hoch, wurde aber nach einem Erdbeben im 15. Jahrhundert auf 25 Meter reduziert.
  • Die Anlage umfasst Grabsteine, die als balbals bekannt sind, sowie Reste einer Burg und von Mausoleen.
  • Eine Legende besagt, dass der Turm gebaut wurde, um die Tochter eines Khans vor einem vorhergesagten Spinnenbiss zu schützen – der tragischerweise dennoch zu ihrem Tod führte.

Geschichte

Der Burana-Turm wurde im 11.

Jahrhundert im Rahmen der antiken Stadt Balasagun errichtet, die von den Karachaniden Ende des 9.

Jahrhunderts gegründet worden war.

Ursprünglich 45 Meter hoch, überstand der Turm im Laufe der Jahrhunderte mehrere Erdbeben, wobei das Erdbeben im 15.

Jahrhundert dazu führte, dass die obere Hälfte einstürzte und der Turm auf 25 Meter reduziert wurde.

In den 1970er-Jahren verstärkte ein Restaurierungsprojekt die Fundamente und reparierte gefährdete Bereiche, um einen Einsturz zu verhindern.

Turm und die umliegenden archäologischen Reste dienen heute als Museum und bewahren das Erbe eines der frühen städtischen Zentren Zentralasiens.

Ortsführer

1
Hauptbau des Burana-Turms11. Jahrhundert
Karakhaniden

Das zentrale Minarett, das im 11. Jahrhundert erbaut wurde, mit einer Außentreppe und einer steilen Wendeltreppe im Inneren. Besucher können hinaufsteigen, um den Gipfel zu erreichen und den Panoramablick über das Chüy-Tal zu genießen.

2
Umgebung der archäologischen Stätte9.-11. Jahrhundert
Karakhaniden

Das Gebiet um den Turm herum umfasst Grabsteine, die als balbals bekannt sind, die Grundmauern einer alten Burg sowie drei Mausoleen – alles Überreste der Stadt Balasagun.

3
Gebäude des Museums vor Ort

Ein kleines Museumgebäude in der Nähe des Turms zeigt historische Informationen und archäologische Funde, die im Gelände und in den umliegenden Regionen ausgegraben wurden. So entsteht ein Kontext zu Balasagun und zur Bedeutung des Turms.

Kontakt

Telefon: 0554 224 697