Dom von Sulmona

Dom von Sulmona

Abruzzo

70/10090 min

Der Dom von Sulmona, auch bekannt als Basilica Cattedrale di San Panfilo, ist ein bedeutender katholischer Dom in Sulmona, Abruzzen (Italien). Er ist Sitz des Bischofs von Sulmona-Valva und dem Heiligen Pamphilus, dem Schutzpatron der Stadt, gewidmet. Die heutige romanische Anlage wurde ab 1075 errichtet und steht auf einem Areal, von dem man annimmt, dass dort einst ein römischer Tempel stand. Im Laufe der Jahrhunderte erfuhr die Anlage zahlreiche architektonische Veränderungen, darunter besonders bedeutende Barockrenovierungen nach schweren Erdbebenschäden im Jahr 1706. Der Dom bewahrt seinen Basilika-Grundriss mit drei romanischen Seitenschiffen, die mit Fresken geschmückt sind, welche die Lebensgeschichten des Heiligen Pamphilus und des Heiligen Peter Celestine zeigen – von Amedeo Tedeschi (1906). Zu den besonderen Highlights zählen die untere Fassade im gotischen Stil mit Statuen des Heiligen Pamphilus und des Heiligen Pelinus, geschaffen von Nicola Salvitti (1391), eine barocke Kapelle mit den Reliquien des Heiligen Pamphilus sowie der hölzerne Chor aus dem Jahr 1751, der von Ferdinando Mosca gefertigt wurde. In der Krypta und an mehreren romanischen Elementen finden sich noch Teile der ursprünglichen Struktur – darunter Inschriften und Fragmente römischen Steins. Der Dom ist ein nationales Denkmal und erhielt 1818 von Papst Pius VII. den Titel einer Minor Basilica. Bis heute ist er in Sulmona ein wichtiger religiöser und kultureller Ankerpunkt – ein Ort, an dem sich Schichten der Geschichte und künstlerisches Erbe überlagern.

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Tipp: Besucher sollten den Dom unter der Woche erkunden, um Menschenmassen zu vermeiden, und für ein intensives spirituelles Erlebnis religiöse Gottesdienste besuchen. Eine vorherige Anfrage zu geführten Touren kann den Besuch bereichern. Der Dom ist in wenigen Minuten zu Fuß vom Bahnhof Sulmona aus erreichbar; möglicherweise fallen moderate Eintrittsgebühren an, mit möglichen Ermäßigungen für Senioren und Studierende. Fotografieren ist in der Regel erlaubt, bitte dennoch die örtlichen Regeln prüfen. Die beste Reisezeit sind Frühling und Herbst: dann ist das Wetter angenehm und es gibt weniger Touristen.

Interessante Fakten

  • Der Dom steht an der Stelle eines antiken römischen Tempels und verbindet ihn so direkt mit Sulmona’s klassischer Vergangenheit.
  • Die Statuen des Heiligen Pamphilus und des Heiligen Pelinus an der Fassade wurden 1391 von Nicola Salvitti geschaffen.
  • Der Dom beherbergt Fresken von Amedeo Tedeschi aus dem Jahr 1906, die die Lebensgeschichten des Heiligen Pamphilus und des Heiligen Peter Celestine darstellen.
  • In der Krypta befinden sich die Reliquien des Heiligen Pamphilus, des Schutzpatrons von Sulmona.
  • Eine Inschrift mit einem berühmten Zitat des römischen Dichters Ovid, gebürtig aus Sulmona, schmückt den Dom: „Sulmo mihi patria est“ („Sulmo ist meine Heimat“).

Geschichte

Der Standort des Domes von Sulmona dürfte vor dem Bau der ersten Kirche im 8.

oder 9.

Jahrhundert einen römischen Tempel beherbergt haben, möglicherweise in Auftrag gegeben von Kaiser Ludovico II.

1075

Das heutige romanische Gebäude wurde 1075 unter Bischof Trasmondo begonnen und 1119 von Bischof Gualtiero vollendet.

Ursprünglich war es der Jungfrau Maria geweiht, im 12.

Jahrhundert verlagerte sich die Widmung auf den Heiligen Pamphilus.

1456

Der Dom erlitt erhebliche Schäden bei den Erdbeben von 1456 und vor allem 1706.

Daraufhin erfolgte ein barocker Wiederaufbau, der die oberen Partien und die Schmuckelemente veränderte.

1706

Die Sakristeien und das benachbarte Bischofspalais wurden 1706 zerstört und nicht wiederaufgebaut.

1818

1818 erhob Papst Pius VII.

den Dom zur Minor Basilica – als Anerkennung seiner religiösen Bedeutung.

Ortsführer

1
Hauptfassade und Portal14. Jahrhundert
Nicola Salvitti (Statuen)

Der untere Bereich der Fassade zeigt gotische Elemente, darunter ein spitzbogiges Portal, flankiert von Säulen, die Nischen mit Statuen des Heiligen Pamphilus und des Heiligen Pelinus tragen – von Nicola Salvitti (1391). Das Portal integriert lombardische Inschriften und einen Fragment-Teil römischen Steins.

2
Mittelschiff und Innenraum-Fresken1906
Amedeo Tedeschi

Der Basilika-Grundriss umfasst drei Schiffe, getrennt durch romanische Säulen. Das Gewölbe des Hauptschiffs ist mit Tempera-Fresken von Amedeo Tedeschi (1906) verziert und zeigt die Lebensgeschichten des Heiligen Pamphilus und des Heiligen Peter Celestine.

3
Kapelle des Heiligen Pamphilus1662

Vor dem Presbyterium gelegen, ist diese Kapelle im Barockstil (1662) der Ort, an dem die Urne mit den Reliquien des Heiligen Pamphilus aufbewahrt wird, und sie verbindet sich mit der darunterliegenden Krypta. Zu sehen sind mehrfarbige Marmor-Treppen und eine reiche Stuckdekoration.

4
Holzchor und Hochaltar1751 (Chor), 18. Jahrhundert (Altar)
Ferdinando Mosca (Chor)

Der hölzerne Chor stammt aus dem Jahr 1751 und wurde von Ferdinando Mosca gefertigt. Der Hochaltar ist ein Meisterwerk aus polychromem Marmor aus dem 18. Jahrhundert und zeigt die künstlerische Verfeinerung dieser Epoche.

5
KryptaMittelalter

Die gotische Krypta bewahrt die ältesten Teile des Domes und enthält die Reliquien des Heiligen Pamphilus. Sie ist über eine Treppe von der Kapelle aus zugänglich und behält mittelalterliche architektonische Merkmale bei.

Kontakt

Telefon: 0864 34065