Jankovich-Höhle

Jankovich-Höhle

Komárom-Esztergom

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Die Jankovich-Höhle liegt in den Gerecse-Bergen innerhalb des Nationalparks Duna-Ipoly in Ungarn und gehört zu den besonders stark geschützten Höhlen des Landes. Bemerkenswert ist der große, unregelmäßig geschwungene Höhleneingang: Er ist etwa 9,5 Meter breit und 8 Meter hoch und führt in eine geräumige Halle, die rund 25 Meter lang ist. Die Höhle besitzt einen oberen und einen unteren Eingang. Dazwischen liegen ausgedehnte Kammern, die über eine steile Lehmschräge miteinander verbunden sind. Die Höhle entstand entlang einer triassischen Kalkstein-Verwerfungslinie, wurde durch thermokarstische Prozesse geformt und ist derzeit hydrologisch inaktiv. Bei archäologischen Ausgrabungen wurden Funde aus mehreren prähistorischen Kulturen zutage gebracht – darunter Schichten aus dem Paläolithikum, dem Neolithikum und der Bronzezeit. Damit ist die Jankovich-Höhle ein bedeutender Ort, um die frühe Menschheitsgeschichte in der Region zu verstehen. Die Höhle ist außerdem Lebensraum für mehrere Fledermausarten und dient als saisonales Quartier. Dank markierter Wanderwege ist die Jankovich-Höhle gut erreichbar und bei Besuchern beliebt, die sich für Geologie, Archäologie und Natur interessieren. Ihr Schutzstatus sorgt dafür, dass die einzigartigen geologischen Formationen und die archäologischen Schätze erhalten bleiben.

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Tipp: Besucher sollten beim Erkunden der Höhle eine Lichtquelle verwenden, da es im Inneren natürlicherweise sehr dunkel ist. Der beste Zugang erfolgt über einen markierten Wanderweg vom Rastplatz unterhalb des Alten Steins (Öreg-kő), der Teil des Nationalen Blauen Trails ist. Für den Besuch ist keine besondere Genehmigung erforderlich, dennoch sollte man sorgfältig darauf achten, die empfindliche Umgebung der Höhle zu bewahren. Ein Besuch bei trockenem Wetter wird empfohlen, um rutschige Bedingungen auf dem Anfahrts-/Zuweg zu vermeiden.

Interessante Fakten

  • Die Höhle ist Namensgeber der Jankovich-Kultur, einer prähistorischen archäologischen Kultur, die anhand von Funden in der Höhle identifiziert wurde.
  • Der Haupteingang zählt zu den größten Höhleneingängen in Ungarn: Er ist 9,5 Meter breit und 8 Meter hoch.
  • In der Höhle finden sich einzigartige kugelförmige sowie kugelförmige Nischenauslaugungs-Formen an den Wänden – selten in ungarischen Höhlen.
  • Die Jankovich-Höhle dient mindestens sechs Fledermausarten als saisonaler Lebensraum, darunter dem Kleinen Hufeisennerv und der Großen Mausohrenart.
  • Die Höhle entstand entlang einer triassischen Dachstein-Kalkstein-Verwerfungslinie durch thermokarstische Prozesse und ist derzeit hydrologisch inaktiv.

Geschichte

1877

Die Höhle wurde erstmals 1877 in der Literatur erwähnt und nach Béla Jankovich benannt, nachdem er im frühen 20.

Jahrhundert Erkundungen gemeinsam mit Lajos Lóczy durchgeführt hatte.

Archäologische Ausgrabungen, die vor allem in den frühen 1900er-Jahren stattfanden, brachten Schichten mit Funden aus verschiedenen prähistorischen Kulturen ans Licht.

Das führte zur Benennung der „Jankovich-Kultur“ nach dem Fundort.

Im Laufe der Zeit wurde die Höhle für ihre geologische und paläontologische Bedeutung bekannt.

So wurde sie als streng geschütztes Naturdenkmal im Gerecse-Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen.

Ortsführer

1
Halle am Haupteingang

Der große, unregelmäßig geschwungene Haupteingang ist nach Osten ausgerichtet und öffnet sich in eine 25 Meter lange Halle. Diese ist anfangs 10–12 Meter breit und verengt sich im Inneren auf 5 Meter. Die Deckenhöhe liegt zwischen 8 und 15 Metern. Zu sehen ist außerdem ein Schacht mit 7,5 Meter Durchmesser, der an die Oberfläche führt, sowie zwei hohe blinde Schächte am hinteren Ende.

2
Kammer am unteren Eingang

Etwa 4 Meter unterhalb des Haupteingangs gelegen, besitzt diese Kammer eine flach gewölbte Decke und ist 12 Meter lang, 6–10 Meter breit sowie 1–2 Meter hoch. Zunächst fällt der Bereich steil ab, steigt dann jedoch leicht Richtung Rückseite an. Die Kammer liegt unterhalb der Haupthalle und war historisch über einen heute blockierten Schacht verbunden, der mit verkeilten Gesteinsblöcken verfüllt ist.

3
Innere Kammer

Über eine steile Lehmschräge von der Haupthalle aus erreichbar, ist diese Kammer nahezu 10 Meter hoch. Sie misst 6–8 Meter im Durchmesser und markiert das Ende der oberen Höhlengänge. Sie zeigt gut erhaltene Karstmerkmale und trägt zur geologischen Bedeutung der Höhle bei.