Szilvásvárad-Waldbahn

Szilvásvárad-Waldbahn

Heves

70/10090 min

Die Szilvásvárad-Waldbahn ist eine historische Schmalspurbahn, die im Gebirge Bükk im nördlichen Ungarn verkehrt. Ursprünglich wurde sie 1908 vor allem für den Transport von Holz auf den Gütern von Károly Wessely gebaut. Heute ist sie ein beliebtes Ausflugsziel und fährt zwischen Szalajkavölgy-Fatelep und dem Wasserfall Fátyol. Die Strecke ist rund 4,5 Kilometer lang, die Spurweite beträgt 760 mm. Berühmt ist sie für ihre stimmige Einbindung in die Natur: Mit über 350 Durchlässen wird ein freier Wasserabfluss ermöglicht. Sie zählt zu den meistfrequentierten Waldbahnen Ungarns: Über 200.000 Fahrgäste pro Jahr, und damit auf Platz drei nach der Kinderbahn in Budapest und der staatlichen Waldbahn von Lillafüred. Zu den technischen Besonderheiten gehören eine einzigartige Seilbahn (siklópálya), die 1921 gebaut wurde, um zwei Abschnitte mit unterschiedlichem Höhenprofil zu verbinden, sowie eine Wendeanlage zur Bewältigung steilerer Steigungen. Im Laufe der Zeit wurde die Bahn von einem reinen Güterverkehr auf einen Personenbetrieb umgestellt – mit der Aufnahme des Personenverkehrs ab 1953. Heute erwartet die Besucher eine nostalgische Reise durch malerische Landschaften, darunter das Tal von Szalajka und nahe dem Wasserfall Fátyol. Betrieben wird die Bahn von Egererdő Zrt; im Einsatz sind historische Dampflokomotiven und Diesellokomotiven, von denen einige im nahegelegenen Waldbahnmuseum bewahrt werden. Die Waldbahn ist aber nicht nur Transportmittel, sondern auch ein kulturelles und historisches Erlebnis – ganz im Zeichen des forstwirtschaftlichen Erbes der Region.

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Tipp: Die Bahn verkehrt täglich vom 1. April bis 1. November, im Sommer und an Feiertagen gibt es mehr Fahrten. Es lohnt sich, vor dem Besuch den offiziellen Fahrplan online zu checken, damit du deine Reise gut planen kannst. Tickets erhältst du vor Ort. Außerdem gibt es Sonderfahrten wie den „Santa Claus Train“ Anfang Dezember. Ein Besuch im Frühling oder im frühen Herbst sorgt für angenehmes Wetter und weniger Andrang. Kombiniere die Bahnfahrt mit Wanderungen zu nahegelegenen Attraktionen wie dem Wasserfall Fátyol, der Höhle Istállós-kő und dem Lipizzan-Gestüt für einen ganzen Erkundungstag.

Interessante Fakten

  • Die Waldbahn zählt zu den meistfrequentierten Waldbahnen in Ungarn – mit über 200.000 Fahrgästen pro Jahr.
  • Die einzigartige Seilbahn (siklópálya), die 1921 gebaut wurde, verband zwei Abschnitte mit unterschiedlichen Spurweiten und erheblichen Höhenunterschieden.
  • Die Bahn besitzt eine Wendeanlage, um steilere Streckenabschnitte im Kukucsó-Tal zu bewältigen.
  • Früher verkehrten auf der Strecke historische Dampflokomotiven mit den Namen Eleonóra und Csillag; Reste der Eleonóra sind im Waldbahnmuseum ausgestellt.
  • Der Personenverkehr begann vergleichsweise spät – im Jahr 1953, also lange nachdem die Bahn zunächst nur für den Gütertransport genutzt wurde.
  • Der obere Streckenabschnitt wurde 1948 von 600 mm auf 760 mm umgespurt, um den Betrieb zu vereinheitlichen und die Effizienz zu verbessern.

Geschichte

1908

Der Bau der Szilvásvárad-Waldbahn begann 1908, um den Transport von Holz in den Waldgebieten der Wessely Károly zu erleichtern.

1921

Aufgrund großer Höhenunterschiede wurde die Bahn in zwei Abschnitten mit unterschiedlichen Spurweiten errichtet, verbunden durch eine Seilbahn, die 1921 gebaut wurde.

1953

Anfangs diente sie ausschließlich dem Güterverkehr, doch nach dem Zweiten Weltkrieg startete 1953 der Personenverkehr und erweiterte ihre Rolle auf Tourismus und lokalen Transport.

1948

Zu den Entwicklungen nach dem Krieg gehörte, dass die Spurweite des oberen Abschnitts bis 1948 auf 760 mm vereinheitlicht wurde, um ein Durchfahren der Fahrzeuge zu ermöglichen.

In den 1960er-Jahren kamen Diesellokomotiven hinzu.

Mit der Zeit begann der Straßentransport die Aufgaben im Güterbereich zu übernehmen, und die Bahn verlagerte ihren Schwerpunkt auf Personenverkehr und die Bewahrung des historischen Erbes.

100

Ihren 100.

2008

Geburtstag feierte sie 2008 mit restaurierten Lokomotiven und Infrastruktur.

Ortsführer

1
Bahnhof Szalajka-Tal1908

Der wichtigste Abfahrts- und Ankunftsbahnhof im malerischen Szalajka-Tal. Er ist der Ausgangspunkt für die Bahn sowie für nahegelegene Natur-Attraktionen.

2
Haltepunkt Wasserfall Fátyol

Endstation nahe dem berühmten Wasserfall Fátyol: eine malerische Kaskade, die zu den Höhepunkten der Bükk-Berge zählt.

3
Waldbahnmuseum

Ein Museum zur Geschichte der Forstwirtschaft und der Bahn – unter anderem mit Exponaten historischer Lokomotiven, etwa Teilen der Dampflokomotive Eleonóra.

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