Ungarisches Fotomuseum

Ungarisches Fotomuseum

Bács-Kiskun

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Das Ungarische Fotomuseum wurde 1991 in Kecskemét, Ungarn, gegründet und ist die erste Einrichtung des Landes, die sich gezielt der Erhaltung, Ausstellung und Erforschung der Fotokunst widmet. Es beherbergt eine riesige Sammlung – darunter frühe Daguerreotypien aus dem Jahr 1840, hunderttausende Positive und Negative sowie fotografische Ausrüstung und Labortechnik. Das Museum entstand aus dem Bedürfnis, wertvolle fotografische Werke zu organisieren und zu schützen – eine Idee, die bereits im 19. Jahrhundert von ungarischen Fotografen erstmals vorgeschlagen wurde. Im Laufe der Zeit entwickelte es sich zu einer durch eine Stiftung getragenen Institution mit solider professioneller Grundlage. Heute bietet es Dauer- und Sonderausstellungen sowie wissenschaftliche Publikationen. Außerdem bietet das Museum Dienstleistungen wie Restaurierung, Reproduktion und Bewertung von Fotografien an. Die Sammlung und die Forschungsmöglichkeiten dienen sowohl der Öffentlichkeit als auch wissenschaftlichen Forschern und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum ungarischen fotografischen Erbe. Ab 2025 wird es als National Museum of Photography Teil des Fine Arts Museum in Budapest sein.

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Tipp: Besucher sollten vor der Planung unbedingt die Öffnungszeiten des Museums checken: Es ist dienstags bis samstags von 12:00 bis 17:00 Uhr geöffnet, an Feiertagen geschlossen. Der Eintritt ist frei, doch empfiehlt es sich, Forschungsbesuche im Voraus zu buchen – besonders wenn Sie auf Archive zugreifen möchten. Auf der Website des Museums finden Sie Informationen zu aktuellen und kommenden Ausstellungen, was bei der Planung hilft. Ein Besuch im Frühling oder im frühen Herbst bietet angenehme Bedingungen, um Kecskemét zusammen mit dem Museum zu erkunden.

Interessante Fakten

  • Das Museum beherbergt einige der frühesten Daguerreotypien, die bis auf das Jahr 1840 zurückgehen, und steht damit sinnbildlich für den Beginn der Fotografie.
  • Es entstand aus einem dringenden Bedarf, fotografische Werke zu bewahren, die zuvor in schlechten Bedingungen innerhalb des Hungarian Photographers' Association gelagert waren.
  • Der ursprüngliche Standort des Museums war eine ehemalige orthodoxe Synagoge in Kecskemét – ein Beispiel für die Umnutzung historischer Architektur.
  • Die Sammlung ist auf über eine Million fotografische Werke und Dokumente angewachsen (Stand: 2006) und gehört damit zu den größten Fotobeständen in Ungarn.
  • Ab 2025 wird das Museum Teil des Fine Arts Museum in Budapest und unter dem Namen National Museum of Photography betrieben.

Geschichte

1861

Die Idee eines Fotomuseums in Ungarn wurde erstmals 1861 vorgeschlagen und 1881 erneut aufgegriffen, um eine dauerhafte nationale Ausstellung einzurichten.

1991

Offiziell eröffnet wurde das Ungarische Fotomuseum jedoch erst 1991 in Kecskemét – zunächst in einer ehemaligen orthodoxen Synagoge.

Das Museum wurde von der Hungarian Photographic Foundation gegründet, um eine große Sammlung fotografischer Werke und zugehöriger Artefakte zu sichern.

1958

Die Sammlung begann 1958 im Rahmen des Hungarian Photographers' Association und wuchs über die Jahrzehnte hinweg deutlich.

Internationale Anerkennung erhielt das Museum unter der Leitung der Direktoren Kincses Károly und Kolta Magdolna sowie später Baki Péter.

Es gilt als das erste, durch eine Stiftung getragene Museum Ungarns, das sich der Fotografie widmet.

Ortsführer

1
Dauerausstellung

Bietet eine Vielzahl fotografischer Werke – darunter Daguerreotypien, alte Negative und Ausrüstung –, die die Entwicklung der Fotografie in Ungarn veranschaulichen.

2
Historisches Gebäude – Ehemalige orthodoxe Synagoge1918
Kiss Mihály (Bauleiter)

Das ursprüngliche Zuhause des Museums ist ein historisches Gebäude in Kecskemét: ehemals eine orthodoxe Synagoge mit architektonischen Umbauten aus dem Jahr 1918, darunter eine Frauenempore und eine besondere räumliche Anordnung, die sein religiöses Erbe widerspiegelt.

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