Archäologisches Museum von Argostoli
Ionía Nísia
Das Archäologische Museum von Argostoli auf den Ionischen Inseln in Griechenland zeigt eine umfassende Sammlung von Funden – von der Altsteinzeit bis zur Spätantike. Das Museum besteht aus einer Lobby mit Geschenkeladen und drei großen Ausstellungssälen. Saal I zeigt eine große Anzahl von Feuersteingeräten aus der Altsteinzeit, die in Sami, Fiskardo und Skala ausgegraben wurden, sowie neolithische Objekte vor allem aus der Höhle von Drakaina bei Poros. Außerdem sind hier repräsentative keramikgeschichtliche Stücke aus der Mittleren Helladischen Zeit zu sehen sowie wertvolle Miniaturarbeiten und Keramiken aus der Spätmykenischen Zeit – darunter Fundstücke aus Kistengräbern und Tholosgräbern in Kokkola. Saal II ist ganz der mykenischen Zeit gewidmet und präsentiert die umfangreichste Sammlung mykenischer Artefakte des Museums, die größtenteils aus Gräbern stammen. So wird die kulturelle Vielfalt Kéfaloniens in dieser Epoche besonders deutlich. Saal III zeigt Funde im Zusammenhang mit der Kéfalonischen Tetrapolis des 5. Jahrhunderts v. Chr. – bestehend aus vier Stadtstaaten: Pale, Krani, Pronnoi und Sami. Zu den bemerkenswerten Stücken gehören eine Hydria aus dem 8. Jahrhundert v. Chr., ein marmorner Kopf eines bärtigen Silen sowie ein plastisches Gefäß aus römischer Zeit in Form eines Sklavenkopfs. Zudem umfasst der Saal Fundstücke aus römischen Friedhöfen in Fiskardo, Kokkola und Metaxata sowie aus Kult- bzw. Verehrungshöhlen in Sami und der Umgebung. Damit spiegeln die Ausstellungen die laufenden Rettungsgrabungen wider, die weiterhin die archäologische Vielfalt der Region zutage fördern. Dieses Museum bietet einen einzigartigen Einblick in die lange historische und kulturelle Entwicklung der Insel.
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Tipp: Besucherinnen und Besucher werden gebeten, die Öffnungszeiten des Museums im Voraus zu prüfen, da sie saisonal variieren können. Am besten ist ein Besuch am Vormittag, um Menschenmengen zu vermeiden. Tickets können oft vor Ort gekauft werden, dennoch ist es empfehlenswert, vorher nach möglichen Ermäßigungen für Studierende, Seniorinnen und Senioren oder Gruppen zu schauen. Geführte Touren oder Informationsbroschüren können das Erlebnis verbessern, indem sie den Ausstellungen zusätzlichen Kontext geben.
Interessante Fakten
- •Das Museum beherbergt eine der größten mykenischen Sammlungen im Verhältnis zur Größe der Insel und unterstreicht damit die Bedeutung Kéfaloniens in dieser Epoche.
- •Einige der ausgestellten Feuersteingeräte aus der Altsteinzeit stammen von mehreren Fundorten auf der gesamten Insel, darunter Sami, Fiskardo und Skala.
- •Die Hydria aus dem 8. Jahrhundert v. Chr. in Saal III ist ein seltenes Beispiel früher griechischer Keramik aus der Region.
- •Der marmorne Kopf eines bärtigen Silen ist ein bemerkenswertes römisches Artefakt und spiegelt die antike religiöse Bildsprache wider.
- •Rettungsgrabungen im Gebiet von Sami liefern weiterhin neue Funde für das Museum und verbessern so das Verständnis der lokalen Geschichte.
Geschichte
Das Archäologische Museum von Argostoli wurde gegründet, um das reiche archäologische Erbe Kéfaloniens zu bewahren und der Öffentlichkeit zu präsentieren.
Die Sammlungen reichen von der Altsteinzeit bis in die Spätantike und spiegeln die kontinuierliche menschliche Präsenz sowie die kulturelle Entwicklung der Insel wider.
Im Laufe der Zeit hat das Museum seine Ausstellungen erweitert und bedeutende Funde aus verschiedenen lokalen Ausgrabungen aufgenommen – etwa die mykenischen Gräber in Kokkola und die römischen Friedhöfe in Fiskardo.
Diese Erweiterungen haben dazu beigetragen, Kéfaloniens Rolle in der antiken griechischen und römischen Geschichte stärker in den Fokus zu rücken.
Ortsführer
Saal I – Funde von der Altsteinzeit bis zur späten mykenischen Zeit
Dieser Saal zeigt Feuersteingeräte aus der Altsteinzeit, die auf der ganzen Insel reichlich gefunden wurden, neolithische Objekte vor allem aus der Höhle von Drakaina sowie Keramik aus der Mittleren Helladischen Zeit. Außerdem werden hier Miniaturarbeiten und Keramiken aus spätmykenischen Gräbern präsentiert – als anschauliche Darstellung der vorgeschichtlichen und frühgeschichtlichen Phasen der Insel.
Saal II – Mykenische Sammlung
Ganz der mykenischen Zeit gewidmet, präsentiert dieser Saal die umfangreichste Sammlung mykenischer Artefakte des Museums, die hauptsächlich aus Gräbern stammt. Er zeigt verschiedene Aspekte der mykenischen Kultur auf Kéfalonien.
Saal III – Klassische und römische Zeit
Ausgestellt werden Funde aus den Stadtstaaten der Kéfalonischen Tetrapolis des 5. Jahrhunderts v. Chr., darunter Keramik wie eine Hydria aus dem 8. Jahrhundert v. Chr., ein marmorner Kopf eines bärtigen Silen sowie ein Gefäß aus römischer Zeit in Form eines Sklavenkopfs. Außerdem finden sich hier Stücke aus römischen Friedhöfen und Kult- bzw. Verehrungshöhlen – als Hinweis auf die historische Kontinuität der Insel.
Kontakt
Telefon: 2671 028300