Caen Memorial Museum

Caen Memorial Museum

Normandie

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Das Caen Memorial Museum in der Normandie, Frankreich, ist ein bedeutendes Museum und Kriegsdenkmal, das sich vor allem dem Zweiten Weltkrieg und der Schlacht um Caen widmet. Das Museum wurde an der Stelle eines alten deutschen Führungsbunkers errichtet und eröffnete am 6. Juni 1988, dem 44. Jahrestag des D-Day. Der Architekt Jacques Millet entwarf das Gebäude, das über 8.000 Exponate und 100.000 Dokumente beherbergt – überwiegend mit Bezug zum Zweiten Weltkrieg. Die Mission des Museums ist es, die zur Märtyrer gewordene Stadt Caen zu ehren und Besucher über die turbulente Geschichte des 20. Jahrhunderts zu informieren. Dabei steht die Zerbrechlichkeit des Friedens und der Geist der Versöhnung im Mittelpunkt. Die Dauer­ausstellungen decken den Zeitraum vom Versailler Vertrag von 1919 bis zum Ende des Kalten Kriegs 1989 ab. Dazu gehört auch ein eigener Schwerpunkt auf der Shoah und der Schlacht um die Normandie. Die Erweiterungen aus den Jahren 1991 und 2002 umfassen eine Galerie zum Nobelpreis für Frieden sowie Ausstellungen zum Kalten Krieg mit neutralisierten Sprengköpfen, Flugzeugen und einem Fragment der Berliner Mauer. Auf dem Gelände des Museums finden sich Gedenkgärten für die amerikanischen, britischen und kanadischen Truppen, die für die Befreiung kämpften – und am Eingang steht eine eindrucksvolle Skulptur, die für Gewaltfreiheit symbolisiert. Das Caen Memorial Museum veranstaltet außerdem Wechselausstellungen, Konferenzen und Bildungsangebote, die vergangene Konflikte mit aktuellen Themen rund um Frieden und Menschenrechte verbinden.

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Tipp: Besuchen Sie das Museum im Frühling oder Herbst für angenehmes Wetter und weniger Andrang. Es wird empfohlen, Tickets im Voraus online zu buchen – besonders für Sonderausstellungen und geführte Touren. Das Museum bietet ermäßigte Tarife für Studierende, Seniorinnen und Senioren sowie Gruppen. Prüfen Sie auf der offiziellen Website die aktuellen Öffnungszeiten und mögliche temporäre Schließungen aufgrund von Veranstaltungen. Geführte Rundgänge, darunter auch eine D-Day-Tour, machen den Besuch besonders abwechslungsreich.

Interessante Fakten

  • Das Museum steht an der Stelle eines deutschen Führungsbunkers, der während der Schlacht um die Normandie genutzt wurde.
  • Es beherbergt ein Modell der Hawker Typhoon im Maßstab 9/10, eines britischen Jagdbombers aus dem Zweiten Weltkrieg, das in der Haupthalle aufgehängt ist.
  • Am Eingang findet sich eine eindrückliche Inschrift des lokalen Poeten Paul Dorey: „The pain broke me, the fraternity relieved me, of my wound sprang a river of freedom.“
  • Das Museum ist Teil des International Network of Museums for Peace.
  • Es besitzt Fundstücke aus der „Shoah by bullets“, die von der Yahad In Unum Foundation ausgegraben wurden.

Geschichte

1969

Die Idee für das Caen Memorial Museum entstand 1969 aus der Initiative des Bürgermeisters von Caen, Jean-Marie Girault.

1986

Der Bau begann 1986 an der Stelle des deutschen Kommandopostens des Generals Wilhelm Richter während der Schlacht um die Normandie.

Am 6.

1988

Juni 1988 wurde das Museum von dem französischen Präsidenten François Mitterrand eingeweiht – mit anwesenden führenden Vertretern aus elf Ländern, die in der Schlacht in der Normandie involviert waren.

1991

1991 wurde eine Galerie zum Nobelpreis für Frieden ergänzt, gefolgt von Gedenkgärten, die alliierten Kräfte würdigen.

2002

Eine bedeutende Erweiterung im Jahr 2002 brachte Ausstellungen zum Kalten Krieg, die von Präsident Jacques Chirac eröffnet wurden.

2006

Die Dauer­ausstellungen des Museums werden seit 2006 regelmäßig aktualisiert, um sich wandelnde Perspektiven auf die Konflikte und den Frieden im 20.

Jahrhundert abzubilden.

Ortsführer

1
Deutscher Führungsbunker1944

Dieser beeindruckende Bunker liegt unterhalb des Museums und war der Kommandoposten von General Wilhelm Richter während der Schlacht um die Normandie. Heute beherbergt er Ausstellungen über den Alltag deutscher Soldaten, das Besatzungssystem und die deutschen Verteidigungslinien.

2
Dauerausstellung: Zweiter Weltkrieg und die Schlacht um die Normandie1988
Yves Degraine (ursprünglicher Kurator)

Diese Haupteinheit untersucht die Ursachen, Ereignisse und Folgen des Zweiten Weltkriegs – mit besonderem Fokus auf die Schlacht um die Normandie und die Befreiung von Caen. Sie umfasst umfangreiche Dokumentationen, Exponate und multimediale Präsentationen.

3
Galerie zum Nobelpreis für Frieden1991

Diese Galerie, die 1991 ergänzt wurde, ehrt die Preisträger des Nobelpreises für Frieden und betont die Hingabe des Museums an Frieden und Versöhnung.

4
Erweiterung zum Kalten Krieg2002

Diese 2002 eröffnete Flügelanlage beleuchtet die Zeit des Kalten Kriegs und die fortlaufende Suche nach Frieden. Die Exponate umfassen neutralisierte Sprengköpfe, Militärflugzeuge sowie einen Abschnitt der Berliner Mauer.

5
Gedenkgärten1991-2004

Drei Gärten, die jeweils den amerikanischen, britischen und kanadischen Truppen gewidmet sind, die an der Befreiung Frankreichs teilnahmen. Diese ruhigen grünen Oasen dienen als Orte der Erinnerung und des Nachdenkens.

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