
Kathedrale von Reims
Grand Est
Die Kathedrale von Reims, offiziell Cathédrale Notre-Dame de Reims genannt, ist eine prachtvolle gotische Kathedrale in Reims, Frankreich. Der Bau begann im frühen 13. Jahrhundert und wurde im 14. Jahrhundert vollendet. Sie gilt als eine der größten Leistungen der französischen Gotik. Berühmt ist die Kathedrale vor allem für ihre außergewöhnliche skulpturale Ausgestaltung: Mehr als 2.300 Statuen schmücken ihre Fassade und Innenräume. Sie diente als traditioneller Krönungsort für fast alle französischen Könige – dort wurde das heilige Salböl, die sogenannte Heilige Ampulle (Holy Ampulla), verwendet, das die göttliche Legitimation der Monarchen symbolisieren soll. Während des Ersten Weltkriegs erlitt die Kathedrale durch deutsche Bombardements schwere Schäden, wurde jedoch anschließend wiederhergestellt. Als UNESCO-Welterbestätte – zusammen mit dem nahegelegenen Palais du Tau (Palace of Tau) und der Abtei Saint-Remi (Abbaye de Saint-Remi) – zählt sie bis heute zu den wichtigsten Kirchenstätten. Sitz des Erzbistums Reims, bleibt sie ein bedeutender Ort des Glaubens. Ihre weitläufigen Glasfenster, das kunstvolle Steinwerk und ihre historische Bedeutung machen sie zu einer großen kulturellen und touristischen Attraktion in der Champagne-Region.
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Tipp: Besucher sollten möglichst früh am Morgen oder am späten Nachmittag kommen, um Menschenmengen zu vermeiden und das Beleuchtungskonzept der Kathedrale in vollen Zügen zu genießen. In der Hauptsaison wird der Vorabkauf der Tickets empfohlen. Die Kathedrale bietet geführte Touren an, die das Verständnis für Geschichte und Kunst vertiefen. Außerdem können Besucher das benachbarte Palais du Tau sowie die Krypta besuchen, die Saint Remi gewidmet ist. Ermäßigungen gibt es oft für Studierende, Seniorinnen und Senioren sowie für Gruppen. Prüfen Sie auf der offiziellen Website die aktuellen Öffnungszeiten und besonderen Veranstaltungen.
Interessante Fakten
- •Die Kathedrale von Reims beherbergt über 2.300 Statuen und zählt damit zu den am reichsten verzierten gotischen Kathedralen in Frankreich.
- •Die Kathedrale war fast für alle französischen Könige von dem 11. Jahrhundert bis zu Charles X im Jahr 1825 der Krönungsort.
- •Die Heilige Ampulle (Holy Ampulla), ein Behältnis mit geweihtem Öl, das der Legende nach von einer Taube vom Himmel gebracht worden sein soll, wurde hier aufbewahrt und für die königlichen Salbungen verwendet.
- •Die Kathedrale wurde im Ersten Weltkrieg durch deutsche Bombardements schwer beschädigt, aber anschließend in ihren früheren Glanz zurückversetzt.
- •Sie ist Teil einer UNESCO-Welterbestätte, die das Palais du Tau und die Abbaye de Saint-Remi umfasst.
Geschichte
Der Ort der Kathedrale von Reims gilt seit mindestens Anfang des 5.
Jahrhunderts als heilig.
Auf römischen Thermen wurde zunächst eine erste Kathedrale errichtet – um 401 n.
Chr.
begann man mit dem Bau.
Der heutige gotische Bau wurde im frühen 13.
Jahrhundert begonnen und löste ältere romanische Kirchen ab.
Ab dem 11.
Jahrhundert wurde sie zum wichtigsten Krönungsort der französischen Könige und stand für die göttliche Legitimation der Monarchie.
Während des Ersten Weltkriegs wurde die Kathedrale durch deutsche Artillerie stark beschädigt, anschließend jedoch in den folgenden Jahrzehnten sorgfältig wiederhergestellt.
Aufgrund ihrer historischen Bedeutung und ihres architektonischen Glanzes wurde sie 1991 als UNESCO-Welterbestätte ausgezeichnet.
Ortsführer
Westfassade und zentrales Portal13. Jahrhundert
Die Westfassade der Kathedrale ist für ihre aufwendig ausgearbeiteten gotischen Skulpturen und ihre drei Portale mit biblischen Szenen und Heiligen bekannt – darunter auch die berühmte Statue der „Lächelnden Engels“.
Langhaus und Chor13.–14. Jahrhundert
Das weit aufragende Langhaus und der Chor beeindrucken mit prachtvollen Glasfenstern und gerippten Gewölben. So entsteht ein heller, beinahe schwebender Innenraum – ganz der Jungfrau Maria gewidmet.
Krypta von Saint RemiFrühes Mittelalter
Unterhalb der Kathedrale gelegen, beherbergt die Krypta Reliquien des heiligen Remi, des Bischofs, der Clovis I. taufte. So verbindet sie die Kathedrale direkt mit der frühen christlichen Geschichte in Frankreich.
Palais du Tau15.–16. Jahrhundert
Direkt an die Kathedrale anschließend: Das frühere Erzbischofspalais war während der Krönungszeremonien die Residenz der Könige. Zu sehen sind unter anderem Wandteppiche, mittelalterliche Kunst und die Insignien der Krönung.
Kontakt
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