
Dom zu Ajaccio
Corse
Der Dom zu Ajaccio, offiziell als Kathedrale Unserer Lieben Frau von der Himmelfahrt von Ajaccio bekannt, ist eine römisch-katholische Kirche in Ajaccio auf Korsika. Er wurde zwischen 1577 und 1593 errichtet und ersetzte den früheren Dom Saint-Croix, der zerstört worden war, um die Verteidigung der Stadt zu stärken. Dem italienischen Architekten Giacomo della Porta wird der Bau zugeschrieben; er gilt als Beispiel für barocke und manieristische Architektur. Die ockerfarbene barocke Fassade spiegelt Einflüsse der Gegenreformation wider. Innen zeigt der Dom einen Grundriss im Stil des lateinischen Kreuzes: ein hoher, breiter Mittelschiffbereich mit Tonnengewölbebögen im Renaissance-Stil sowie eine Kuppel über dem Querschiff. Zu den bemerkenswerten Elementen zählt das aus Marmor gefertigte Taufbecken, in das das Wappen des Bischofs Jules Guistiniani eingraviert ist – dort wurde Napoleon Bonaparte 1771 getauft. Der Altar, ursprünglich aus der Kirche des Suffragio in Lucca, wurde 1809 von Napoleons Schwester Elisa Bonaparte gestiftet und besteht aus polychromem Marmor mit verdrehten schwarzen Marmorsäulen. Der Dom beherbergt sieben Seitenkapellen, darunter besonders hervorgehobene, die Unserer Lieben Frau der Barmherzigkeit, Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz und der Madonna of Pianto gewidmet sind – mit Kunstwerken von Domenico Tintoretto und Eugène Delacroix. Eine große Orgel, die 1849 von Aristide Cavaillé-Coll erbaut wurde, unterstreicht die kulturelle Bedeutung der Kathedrale. Seit 1906 ist der Dom eine französische Stätte des nationalen Kulturerbes und bleibt ein Symbol für die religiöse und historische Identität Korsikas.
Planen Sie Ihre Reise nach Frankreich mit KI
Erstellen Sie in wenigen Minuten einen detaillierten Reiseplan. KI schlägt die besten Orte, Restaurants und eine optimierte Route vor.
Tipp: Besucher sollten in den frühen Morgenstunden oder am späten Nachmittag kommen, um Menschenmengen zu vermeiden und die ruhige Atmosphäre zu genießen. Es empfiehlt sich, geführte Touren oder Audio-Guides im Voraus zu buchen, damit Sie die reiche Geschichte und Kunst des Doms in vollem Umfang würdigen können. Ermäßigungen können für Studierende, Senioren und Gruppen verfügbar sein. Besonders stimmungsvoll ist der Dom während religiöser Festtage – vor allem am 15. August beim Fest der Himmelfahrt, das zugleich die Geburtssage Napoleons gedenkt.
Interessante Fakten
- •Napoleon Bonaparte wurde am 21. Juli 1771 im Dom zu Ajaccio getauft.
- •Auf seinem Sterbebett im Jahr 1821 äußerte Napoleon den Wunsch, in dem Dom zu Ajaccio bei seinen Vorfahren bestattet zu werden.
- •Das Marmortaufbecken des Doms trägt die Inschrift „Heic baptisatus Magnus Imperator“, sinngemäß: „Hier ist der große Kaiser getauft.“
- •Der Altar stammte ursprünglich aus der Kirche des Suffragio in Lucca und wurde von Napoleons Schwester Elisa Bonaparte gestiftet.
- •Der Dom beherbergt Wandmalereien von Domenico Tintoretto sowie Delacroix’ Gemälde „The Triumph of Religion“.
- •Die Orgel wurde 1849 vom renommierten Orgelbauer Aristide Cavaillé-Coll gebaut.
Geschichte
Der heutige Dom zu Ajaccio wurde zwischen 1577 und 1593 errichtet, um den früheren Dom Saint-Croix zu ersetzen, der 1553 zerstört worden war, um die Verteidigung der Stadt zu verbessern.
Der Bau wurde von Giacomo della Porta entworfen und unter Bischof Jules Guistiniani fertiggestellt.
Historisch bedeutsam ist der Dom als Taufstätte von Napoleon Bonaparte im Jahr 1771.
Die Kathedrale hat im Laufe der Zeit verschiedene Restaurierungen und Ergänzungen erfahren, darunter die Installation eines polychromen Marmoralters, das Elisa Bonaparte 1809 gestiftet hatte.
1906 wurde sie als monument historique ausgewiesen – ein Zeichen für ihre kulturelle und architektonische Bedeutung auf Korsika.
Ortsführer
Hauptschiff und Kuppel1577-1593
Das zentrale Mittelschiff ist hoch und breit und von Renaissance-Tonnengewölbebögen bedeckt. Darüber spannt sich eine Kuppel über dem Querschiff – ein anschauliches Beispiel für die Verbindung von Barock- und Renaissancearchitektur im Dom.
Marmornes Taufbecken1593
Eine schlichte Marmorschale, in die das Wappen des Bischofs Jules Guistiniani eingraviert ist. Obenauf sitzt eine bronzene Krone im Stil der Toskana, außerdem ist die Taufe Napoleons hier in lateinischer Sprache vermerkt.
Polychromer MarmoralterFrühes 17. Jahrhundert (ursprünglich), 1809 (gestiftet)
Ursprünglich aus der Kirche des Suffragio in Lucca, wurde dieser Altar 1809 von Elisa Bonaparte gestiftet. Er besitzt vier verdrehte schwarze Marmorsäulen aus Porto Venere sowie Säulenordnungen nach korinthischem Stil, ergänzt durch einen doppelten Sockel.
Kapelle Unserer Lieben Frau der Barmherzigkeit1752
Eine 1752 gewidmete Kapelle an die Jungfrau Maria, die Schutzpatronin von Ajaccio. Sie umfasst einen Marmoralter, der von genuesischen Bildhauern entworfen wurde, sowie eine Verzierung mit spiralförmigem Brocatello-Marmor aus Spanien.
Kapelle Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz1765
Diese 1765 erbaute Kapelle enthält einen Stuckaltar sowie Darstellungen der Rosenkranzgeheimnisse. Außerdem sind Statuen von Saint Dominic und Saint Catherine of Siena zu sehen.
Kapelle der Madonna of Pianto18. Jahrhundert
Eine Kapelle aus dem 18. Jahrhundert mit Wandmalereien von Domenico Tintoretto sowie dem Gemälde „The Triumph of Religion“ von Eugène Delacroix.
Pfeifenorgel1849
Eine große Pfeifenorgel, die 1849 von Aristide Cavaillé-Coll erbaut wurde. Sie wurde später restauriert und elektrifiziert – und trägt so zu dem musikalischen Erbe der Kathedrale bei.
Kontakt
Telefon: 04 95 21 07 67