Kathedrale von Mâcon

Kathedrale von Mâcon

Bourgogne-Franche-Comté

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Die Kathedrale von Mâcon, offiziell Cathédrale Saint-Vincent de Mâcon, ist eine römisch-katholische Kirche in Mâcon, Burgund, Frankreich. Sie wurde zwischen 1808 und 1818 unter Architekt Alexandre de Gisors erbaut und ersetzte die frühere mittelalterliche Kathedrale, die als „Vieux Saint-Vincent“ bekannt war – von der noch die beiden Türme, der Narthex und das Tympanon erhalten sind. Die Kathedrale steht beispielhaft für neoklassizistische Architektur mit ihren Säulen, dem dreieckigen Giebelfeld und dem Basilika-Grundriss. Der Südturm, der mit einem markanten Belvedere bekrönt ist, gilt als Wahrzeichen von Mâcon. Im Inneren bietet die Kathedrale ein reiches ikonografisches Programm, darunter Buntglasfenster, die Jean-Baptiste Barrelon zwischen 1858 und 1878 anfertigte und die biblische Szenen und Heilige zeigen. Zu den bedeutenden Kunstwerken zählt ein zentrales Altarbild von „Christus am Kreuz“ von David sowie Gemälde, die die Marter des Heiligen Vincent und weitere religiöse Themen darstellen. Die prächtige romantische Orgel, 1841 von Joseph und Claude-Ignace Callinet erbaut, ist teilweise als historisches Denkmal klassifiziert, da ihre erhaltenen Originalpfeifen geschützt sind. Im Laufe der Zeit wurde das Innere durch dekorative Elemente ergänzt, die erst im späten 19. Jahrhundert hinzugefügt wurden – darunter Gemälde und Stuckarbeiten. Die Kathedrale steht an der Stelle eines ehemaligen römischen Tempels und wurde restauriert, was ihre sich wandelnde religiöse und kulturelle Bedeutung in der Region widerspiegelt.

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Tipp: Besuchen Sie die Kathedrale an Werktagen oder früh am Morgen, um Menschenmengen zu vermeiden und die neoklassizistische Architektur sowie die Buntglasfenster in Ruhe zu genießen. Wenn möglich, empfiehlt sich der Kauf von Tickets oder Eintrittskarten im Voraus. Der Eintritt ist frei, aber Spenden unterstützen den Erhalt. Ziehen Sie in Betracht, einen Gottesdienst oder ein Konzert zu besuchen, um den einzigartigen Klang der großen Orgel zu erleben. Die beste Reisezeit ist von Frühling bis Herbst, wenn Stadt und Umgebung am angenehmsten sind.

Interessante Fakten

  • Der Südturm mit seinem Belvedere ist ein markantes Wahrzeichen von Mâcon.
  • Die Kathedrale hieß ursprünglich Saint-Napoléon zu Ehren von Napoleon Bonaparte, dann Saint-Louis und schließlich Saint-Vincent.
  • Die Buntglasfenster wurden über zwei Jahrzehnte (1858–1878) von dem Glasmeister Jean-Baptiste Barrelon aus Lyon geschaffen.
  • Die große Orgel hat 4 Manuale, 42 Register und 2.065 Pfeifen, von denen einige historisch geschützt sind.
  • Die Kathedrale wurde an der Stelle eines ehemaligen römischen Tempels errichtet und verbindet sich dadurch mit der antiken Geschichte.

Geschichte

1808

Die heutige Kathedrale von Mâcon wurde zwischen 1808 und 1818 nach dem Konkordat von 1801 errichtet und ersetzte die ältere mittelalterliche Kathedrale, die als Vieux Saint-Vincent bekannt ist.

Anfangs finanziert von Napoleon Bonaparte und entworfen von Architekt Alexandre de Gisors, trug das Gebäude zunächst den Namen Saint-Napoléon, wurde später Saint-Louis genannt und schließlich Saint-Vincent.

Die Kathedrale wurde auf dem Gelände eines antiken römischen Tempels errichtet.

1869

1869 beherbergte sie das Begräbnis des Dichters Alphonse de Lamartine, an dem bedeutende Persönlichkeiten aus dem kulturellen Leben teilnahmen.

1892

Das Innere war ursprünglich eher schlicht, erhielt aber 1892 und 1897 umfangreiche dekorative Erneuerungen – darunter die Ergänzung von Buntglasfenstern und Innenraumgemälden.

1841

Die große Orgel aus dem Jahr 1841 wurde im Laufe der Zeit verändert, bewahrt jedoch die als Denkmal geschützten historischen Pfeifen.

Ortsführer

1
Südturm mit BelvedereEarly 19th century
Alexandre de Gisors

Ein besonders markanter Turm, der von einem Belvedere gekrönt ist und als Symbol von Mâcon dient sowie architektonische Spannung bietet.

2
Neoklassizistische Fassade und Basilika-Grundriss1808-1818
Alexandre de Gisors

Die Außenansicht der Kathedrale zeigt neoklassizistische Elemente wie Säulen und ein dreieckiges Giebelfeld – in Anlehnung an einen Basilika-Grundriss, wie er für die Zeit typisch ist.

3
Buntglasfenster1858-1878
Jean-Baptiste Barrelon

Ein umfassendes ikonografisches Programm der Buntglasfenster, geschaffen von Jean-Baptiste Barrelon zwischen 1858 und 1878: zu sehen sind biblische Szenen, Heilige und Kirchengeschichte.

4
Innenraumgemälde und Dekorationen1892-1897
Authelain

Die Innenausstattung aus dem späten 19. Jahrhundert von dem Architekten Authelain ergänzt Gemälde, Stuck und weitere ornamentale Elemente – für ein zuvor eher schmales, schlichtes Interieur.

5
Große romantische Orgel1841
Joseph und Claude-Ignace Callinet

Eine Orgel, die Joseph und Claude-Ignace Callinet 1841 gebaut haben. Sie verfügt über 4 Manuale, 42 Register und über 2.000 Pfeifen; teilweise ist sie als historisches Denkmal klassifiziert.

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