Museum der Heiligen Woche in Lorca

Museum der Heiligen Woche in Lorca

Murcia

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Das Museum der Heiligen Woche in Lorca (Museo de Bordados del Paso Blanco) befindet sich im historischen Convento de Santo Domingo in Lorca, Murcia. Es bewahrt und zeigt eine umfangreiche Sammlung handbestickter Textilien, die für die berühmten Feierlichkeiten zur Heiligen Woche in der Stadt zentral sind. Das Museum wurde 1995 eröffnet und widmet sich der Erforschung, Erhaltung und Förderung des künstlerischen Textilerbes der Bruderschaft Paso Blanco – einer der wichtigsten Osterbruderschaften in Lorca. Die Bruderschaft ist als International Tourist Interest Festival anerkannt. Das Museum beherbergt über 1.500 Stücke, darunter sechs Textilien, die als Bienes de Interés Cultural (Cultural Heritage of Interest) unter Denkmalschutz stehen und in der besonderen „Chamber of Wonders“ (Kammer der Wunder) ausgestellt sind. Das Museum liegt im ehemaligen Convento de Santo Domingo, das auf das Jahr 1551 zurückgeht. Dazu gehört auch die benachbarte Kapelle des Rosenkranzes (Capilla del Rosario), ein barockes Bauwerk mit bedeutenden künstlerischen Elementen wie einer Kuppel, die mit marianischen Motiven bemalt ist, sowie einem reich verzierten Rokoko-Hochaltarbild, das nach Schäden während des Spanischen Bürgerkriegs wiederhergestellt wurde. Besucher können die erlesenen Stickereien des Museums entdecken – zusammen mit der architektonischen und historischen Vielfalt des Klosterkomplexes. So wird das Museum zu einem einzigartigen kulturellen und künstlerischen Ziel in Lorca.

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Tipp: Das Museum ist dienstags bis samstags von 10:30 bis 14:00 und von 17:00 bis 20:00 geöffnet sowie sonntags von 10:30 bis 14:00. Es empfiehlt sich, unter der Woche zu kommen, um Menschenmengen zu vermeiden. Tickets beinhalten den Eintritt in das Museum, die Kapelle des Rosenkranzes und die Kammer der Wunder. Ermäßigungen gibt es für Gruppen, Studierende, Seniorinnen und Senioren; Kinder unter 12 Jahren haben freien Eintritt. Für die Hochsaison zur Heiligen Woche wird eine vorherige Buchung empfohlen.

Interessante Fakten

  • Das Museum beherbergt über 1.500 handbestickte Stücke, die mit Seiden- und Goldfäden gefertigt wurden.
  • Sechs der Stickereien sind offiziell als Bienes de Interés Cultural (Cultural Heritage of Interest) anerkannt.
  • In der Kapelle des Rosenkranzes ist ein Wandgemälde zu sehen, das die Schlacht von Lepanto darstellt – eine bedeutende Seeschlacht aus dem Jahr 1571.
  • Das Hauptaltarbild wurde während des Spanischen Bürgerkriegs zerstört und zwischen 1992 und 1995 anhand historischer Fotografien wiederhergestellt.
  • Die Bruderschaft Paso Blanco, die mit dem Museum verbunden ist, gehört zu den wichtigsten Bruderschaften der Heiligen Woche in Lorca – einem Festival, das als International Tourist Interest anerkannt wurde.

Geschichte

1551

Das Convento de Santo Domingo wurde 1551 an der Stelle einer früheren Einsiedelei gegründet und entwickelte sich im Verlauf der Jahrhunderte vom 16.

bis zum 18.

Jahrhundert weiter.

1646

Zu den bemerkenswerten barocken Architekturmerkmalen zählen der Kreuzgang, der 1646 errichtet wurde, sowie die Kapelle des Rosenkranzes, deren Bau 1707 begann.

Die Kapelle erinnert an den christlichen Seesieg in der Schlacht von Lepanto und enthält ein Wandgemälde, das das Ereignis darstellt.

1749

Das zentrale Altarbild, das ursprünglich 1749 von José de Ganga Ripoll geschnitzt wurde, wurde während des Spanischen Bürgerkriegs zerstört und später in den 1990er-Jahren wieder rekonstruiert.

Der Klosterkomplex dient heute als Zuhause des Stickereimuseums Paso Blanco – ein Spiegel der tief verwurzelten kulturellen und religiösen Traditionen von Lorcas Heiligem Woche.

Ortsführer

1
Convento de Santo Domingo1551

Im Jahr 1551 gegründet, ist dieses historische Kloster ein Beispiel barocker Architektur – mit einem Kreuzgang, der 1646 errichtet wurde, und einer Kirche, die so umgebaut wurde, dass das Stickereimuseum darin Platz findet. Es bietet eine stimmungsvolle Kulisse für die Textilsammlungen des Museums.

2
Kapelle des Rosenkranzes (Capilla del Rosario)1707
Toribio Martínez de la Vega

Diese barocke Kapelle ist dem Kloster angegliedert und wurde ab 1707 errichtet. Besonders hervorzuheben ist der Grundriss in Form eines lateinischen Kreuzes, ein Mittelschiff mit Tonnengewölbe, korinthische Säulen am Eingang sowie eine Kuppel, die mit Gemälden verziert ist, die sich auf die Jungfrau des Rosenkranzes und den Dominikanerorden beziehen. In ihr befindet sich ein Wandgemälde, das die Schlacht von Lepanto würdigt.

3
Kammer der Wunder (Cámara de las Maravillas)

Ein spezieller Ausstellungsraum im Museum, in dem sechs Stickereistücke gezeigt werden, die als Bienes de Interés Cultural (Cultural Heritage of Interest) erklärt wurden. Die Ausstellung präsentiert den höchsten künstlerischen und historischen Wert der Textilsammlung von Paso Blanco.

4
Hochaltarbild der Kapelle des Rosenkranzes1749
José de Ganga Ripoll (Original), Antonio Morales Gilberte (Rekonstruktion)

Das ursprünglich 1749 von José de Ganga Ripoll geschnitzte Rokoko-Altarbild wurde im Spanischen Bürgerkrieg zerstört und zwischen 1992 und 1995 von dem ortsansässigen Bildhauer Antonio Morales Gilberte mit Hilfe von Archivfotos aufwendig wiederhergestellt.

Kontakt

Telefon: 968 46 18 13