Eremitage San Amaro

Ceuta

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Die Eremitage San Amaro ist ein barockes Heiligtum in Ceuta. Sie wurde an der Stelle eines alten Friedhofs errichtet, der mit dem Hospital del Rey in Verbindung stand. Sie ehrt Saint Amaro, einen Pilger, der in der katholischen Kirche traditionell verehrt wird und mit Burgos in Spanien in Verbindung steht – dort ist er begraben. In der Eremitage befindet sich ein bedeutendes steinernes Grabmal des Heiligen Amaro: Es wurde 1614 von Fray Pedro Lazcano in Auftrag gegeben und zeigt den Heiligen in tiefer Ruhe mit gefalteten Händen zum Gebet. Im Inneren sind noch elf Gemälde aus einem ursprünglichen Set von zwölf erhalten. Sie erzählen Episoden aus dem Leben des Heiligen Amaro, darunter seine Fürsorge für die Armen und seine Wunder. Das Altarretabel ist im neugotischen Stil gehalten und stammt aus dem Jahr 1907. Die Bronzeglocke, datiert auf 1684, trägt eine Inschrift, die die Fürsprache des Heiligen Amaro anruft. Historisch diente die Eremitage als Pilgerstation auf der Route des Camino de Santiago und ist bis heute ein Ort lokaler Andacht.

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Tipp: Besuchen Sie die Eremitage am Fest des Heiligen Amaro am 10. Mai, um die traditionellen Feiern mitzuerleben. Frühmorgendliche Besuche werden für eine ruhigere Atmosphäre empfohlen. In der Regel ist keine Vorabreservierung nötig, aber es ist ratsam, die lokalen Öffnungszeiten zu prüfen. Besucher können die historischen Kunstwerke und die friedliche Umgebung auch ohne Eintrittsgebühr genießen. Bescheidene Spenden können dazu beitragen, die Anlage zu erhalten.

Interessante Fakten

  • In der Eremitage sind elf der ursprünglichen zwölf Gemälde erhalten, die 1691 in Auftrag gegeben wurden und Szenen aus dem Leben des Heiligen Amaro darstellen.
  • Die Bronzeglocke in der Eremitage stammt aus dem Jahr 1684 und trägt eine Inschrift, in der der Heilige Amaro darum gebeten wird, für die Gläubigen zu beten.
  • Die Eremitage wurde 1614 von Fray Pedro Lazcano wiederaufgebaut, der das steinerne Grabmal des Heiligen Amaro persönlich finanzierte.
  • Der Heilige Amaro wird traditionell am 10. Mai gefeiert – mit Novenen und Liedern, die ihm gewidmet sind.
  • Die Eremitage liegt auf der historischen Pilgerroute des Camino de Santiago.

Geschichte

Man nimmt an, dass der Heilige Amaro ein französischer Büßerpilger war, der nach einer Reise nach Santiago de Compostela in Burgos sesshaft wurde und fortan sein Leben dem Dienst an Kranken und Pilgern widmete.

Nach seinem Tod wurde er auf dem alten Friedhof des Hospital del Rey beigesetzt, an dessen Stelle später die ursprüngliche Eremitage errichtet wurde.

1614

Im Jahr 1614 ließ Fray Pedro Lazcano die Eremitage neu aufbauen und veranlasste die Schaffung eines steinernen Grabmals.

1691

Im Laufe der Zeit wurde die Eremitage zu einem Andachtsort, an dem Kunstwerke erhalten blieben, die 1691 in Auftrag gegeben worden waren und das Leben sowie die Wunder des Heiligen Amaro darstellen.

1907

Die Anlage folgt dem barocken Baustil, mit späteren neugotischen Ergänzungen wie dem Altarretabel aus dem Jahr 1907.

Ortsführer

1
Steinernes Grabmal des Heiligen Amaro1614

Ein fein gemeißeltes steinernes Grabmal, das den Heiligen Amaro in ruhiger Haltung zeigt, mit gefalteten Händen zum Gebet. Es wurde 1614 von Fray Pedro Lazcano in Auftrag gegeben. Es markiert die Begräbnisstätte des Heiligen und ist ein zentrales Andachtsziel innerhalb der Eremitage.

2
Gemäldezyklus zum Leben des Heiligen Amaro1691

Elf Ölgemälde aus dem Jahr 1691 zeigen wichtige Momente aus dem Leben des Heiligen Amaro – darunter seine Fürsorge für die Armen, geistliche Kämpfe, Gebete, Wunder der Heilung und sein Tod, der durch ein wunderbares Feuer ohne Flammen markiert wird.

3
Neugotisches Altarretabel1907

Der Hauptaltar zeigt ein neugotisches Retabel aus dem Jahr 1907, das das barocke Innere mit kunstvollen Holzelementen und religiöser Ikonografie ergänzt.

4
Bronzeglocke1684

Eine Bronzeglocke aus dem Jahr 1684 mit metallischem Bügel, die mit einem Gebet an den Heiligen Amaro beschriftet ist. Historisch wurde sie genutzt, um die Gläubigen zum Gottesdienst zu rufen und liturgische Ereignisse anzukündigen.