Kathedrale von Las Palmas

Kathedrale von Las Palmas

Canarias

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Die Kathedrale von Santa Ana, auch bekannt als Holy Cathedral-Basilica of Canary oder Kathedrale von Las Palmas de Gran Canaria, ist eine römisch-katholische Kirche im historischen Stadtteil Vegueta von Las Palmas auf den Kanarischen Inseln. Sie ist Sitz des römisch-katholischen Bistums Canarias und liegt direkt neben der Plaza Mayor de Santa Ana. Der Bau begann etwa um 1500 unter Bischof Diego de Muros; zunächst entwarf der Architekt Don Diego Montaude sie im gotisch zugespitzten Stil. Die Kathedrale wurde erstmals 1570 fertiggestellt, doch der Bau und spätere Umgestaltungen dauerten bis ins 18. Jahrhundert an – unter dem Architekten Diego Nicolás Eduardo, der für die Erweiterungen den gotischen Stil beibehielt. Die Architektur der Kathedrale zeigt ein Langhaus mit doppelten Seitenschiffen, Pseudo-Querhaus und einen Chorraum (Sanktuarium). Charakteristisch sind Pfeiler, die Palmen imitieren, sowie die sexpartite Wölbung. Durch die lange Bauzeit verbindet sie gotische Innenräume mit einer neoklassizistischen Außenfassade. In der Kathedrale sind bedeutende Kunstwerke zu sehen, darunter der Christus von Luján Pérez und die Statue der Dolorosa (ebenfalls von demselben Künstler), außerdem ein Diözesanmuseum mit sakraler Kunst. 1974 als nationales Denkmal der historischen Kunst erklärt, ist sie bis heute ein bedeutendes religiöses und kulturelles Wahrzeichen auf den Kanarischen Inseln.

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Tipp: Besuchen Sie die Kathedrale von Santa Ana am besten am Vormittag, um die ruhigere Atmosphäre zu genießen, und gehen Sie zur Messe, falls Sie interessiert sind. Kaufen Sie Tickets im Voraus für geführte Touren, um Warteschlangen zu vermeiden. Die Kathedrale bietet ermäßigten Eintritt für Studierende, Senioren und Gruppen. Prüfen Sie auf der offiziellen Website die aktuellen Öffnungszeiten und besondere Veranstaltungen – besonders rund um den Gedenktag am 26. November.

Interessante Fakten

  • Die Pfeiler der Kathedrale sind einzigartig gestaltet, um Palmen zu imitieren und so die Kanarischen Inseln zu symbolisieren.
  • Sie war die einzige Kathedrale auf den Kanarischen Inseln, bis 1819 die Errichtung des Bistums San Cristóbal de La Laguna erfolgte.
  • Der Gedenktag der Weihe wird jedes Jahr am 26. November gefeiert.
  • Die Kathedrale beherbergt bedeutende Kunstwerke von Luján Pérez, einem angesehenen Bildhauer aus den Kanarischen Inseln.
  • Die Architektur vereint gotische, zugespitzte Innenräume mit einer neoklassizistischen Außenansicht – bedingt durch die jahrhundertelange Bauzeit.

Geschichte

1478

Die Kathedrale von Santa Ana wurde 1478 von den katholischen Monarchen in Auftrag gegeben, und der Bau begann circa 1497.

1570

Zunächst wurde sie 1570 fertiggestellt, doch die Arbeiten wurden aufgrund von Geldmangel gestoppt.

Umfassende Renovierungen und Erweiterungen fanden im 18.

Jahrhundert unter dem Architekten Diego Nicolás Eduardo statt, der den gotischen Stil bewahrte.

1819

Bis 1819 war sie die einzige Kathedrale auf den Kanarischen Inseln.

1974

1974 wurde sie als nationales Denkmal der historischen Kunst erklärt.

1996

Sie wurde von 1996 bis 1998 restauriert; währenddessen wurden die Gottesdienste in einer nahegelegenen jesuitischen Kirche abgehalten.

Ortsführer

1
Langhaus und Seitenschiffe16. Jahrhundert
Don Diego Montaude und Juan de Palacio

Das Langhaus der Kathedrale besitzt doppelte Seitenschiffe mit vier Jochen westlich des Querarms. Die Hauptseitenschiffe reichen bis zur Höhe des Langhauses, während die Nebenseitenschiffe niedriger sind und als Kapellen genutzt werden. Die Pfeiler sind so geschnitzt, dass sie Palmen ähneln, mit Einflüssen aus dem Korinthischen und dem Gotischen – sie tragen die sexpartite Wölbung.

2
Christus von Luján Pérez18. Jahrhundert
Luján Pérez

Eine lebensgroße, polychrome Holzskulptur Christi im gekreuzigten Zustand, im Barockstil vom kanarischen Bildhauer Luján Pérez geschaffen. Sie ist vor allem für ihre Realistik und den emotionalen Ausdruck bekannt und wird in der Kathedrale prominent präsentiert.

3
Dolorosa-Statue von Luján Pérez18. Jahrhundert
Luján Pérez

Eine Relief-/Bildhauerarbeit, die die Jungfrau Maria in Trauer darstellt – ebenfalls von Luján Pérez geschaffen. Sie ist ein wichtiges Andachtsbild im Inneren der Kathedrale.

4
Retablo der Our Lady of AntiguaUnbekannt
Unbekannt

Ein klassizistisches polychromes und vergoldetes Altarretabel mit einer Nische, in der sich das namensgebende Bildnis befindet. Es ist mit geschnitzten Konsolen und detaillierten Verzierungen dekoriert.

5
Kanzeln von José de San Guillermo1771-1776
José de San Guillermo

Künstlerisch gestaltete Kanzeln, die zwischen 1771 und 1776 vom Meistertischler José de San Guillermo gefertigt wurden. Dargestellt sind Kirchenväter und Evangelisten; sie zeichnen sich durch einen hohen künstlerischen Wert aus.

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