Nationalpark Garajonay

Nationalpark Garajonay

Canarias

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Der Nationalpark Garajonay liegt in der Mitte und im Norden von La Gomera auf den Kanarischen Inseln, Spanien, und umfasst etwa 40 km². Er erstreckt sich über alle sechs Gemeinden der Insel. Der Park wurde 1981 als Nationalpark eingerichtet und 1986 zum UNESCO-Welterbe erklärt. Er bewahrt das beste erhaltene Beispiel des kanarischen Lorbeerwaldes (Canarian laurisilva) – eines feucht-warmgemäßigten Waldes (humid subtropical forest), der im Tertiär-Zeitraum einst weite Teile Südeuropas bedeckte. Der Park bietet eine abwechslungsreiche Landschaft: Dazu zählt der höchste Gipfel der Insel, Garajonay, mit 1.487 Metern Höhe, aber auch markante Felsformationen vulkanischen Ursprungs wie Roque Ojila und Roque de Agando, die für die einheimischen Guanche kulturell bedeutsam sind. Der Wald beherbergt eine reiche Artenvielfalt mit vielen endemischen Pflanzen wie Laurus azorica und Laurus novocanariensis sowie mit Tieren wie der Gomera-Eidechse und zwei endemischen Taubenarten, der Lorbeertaube (laurel pigeon) und der Taube von Bolle (Bolle's pigeon). Besucher können ein Netz aus 18 Fußwegen erkunden – ideale Bedingungen fürs Trekking inmitten üppiger Täler und einzigartiger geologischer Formationen. Auch kulturell ist der Park bedeutend: Die Legende von Gara und Jonay erzählt von einer tragischen Liebesgeschichte ähnlich wie Romeo und Julia. Trotz eines bedeutenden Brandes im Jahr 2012, der einen Teil des Waldes betraf, ist Garajonay weiterhin ein wertvolles Natur- und Kulturerbe der Kanarischen Inseln.

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Tipp: Für das beste Erlebnis lohnt sich ein Besuch in den kühleren Monaten, wenn der Lorbeerwald besonders üppig ist und das Wetter mild. Eine frühzeitige Planung ist empfehlenswert, um das weitläufige Wegenetz des Parks zu erkunden. Obwohl es keine Ansiedlungen im Park gibt, sind Unterkünfte in der Nähe verfügbar. Besucher sollten damit rechnen, dass einige Bereiche nebelig und feucht sein können – daher sind passende Kleidung und festes Schuhwerk sinnvoll. Prüfen Sie außerdem mögliche Parkhinweise oder Sperrungen von Wegen, besonders nach dem Brandereignis von 2012. Geführte Touren können den Besuch bereichern, da sie Einblicke in die Ökologie des Parks und die lokalen Legenden geben.

Interessante Fakten

  • Der Nationalpark Garajonay bedeckt mehr als 10% der Landfläche der Insel La Gomera.
  • Der Park beherbergt den höchsten Punkt auf La Gomera, den Gipfel Garajonay, mit 1.487 Metern.
  • Er verfügt über eines der besten Beispiele für einen Lorbeerwald der Welt – einen Waldtyp, der einst weite Teile Südeuropas bedeckte.
  • Im Park leben zwei endemische Taubenarten: die Lorbeertaube (laurel pigeon) und die Taube von Bolle (Bolle's pigeon).
  • Im Jahr 2012 betraf ein bedeutender Waldbrand 747 Hektar, etwa 18% des Parks.
  • Der Park ist von 18 Fußwegen durchzogen, wodurch Trekking bei Besuchern besonders beliebt ist.
  • Garajonay wurde 2012 zusammen mit der gesamten Insel als Biosphärenreservat ausgewiesen.

Geschichte

Der Nationalpark Garajonay wurde offiziell am 25.

1981

März 1981 gegründet und wurde damit zum jüngsten Nationalpark der Kanarischen Inseln.

1986

1986 wurde er von der UNESCO als Welterbestätte für sein herausragendes Beispiel des Lorbeerwaldes anerkannt.

Das Territorium des Parks umfasst vulkanische Formationen, die sich über Jahrtausende herausgebildet haben; die kulturelle Bedeutung reicht bis zu den einheimischen Guanche zurück, die einige der Felsformationen als heilig betrachteten.

2012

Im Jahr 2012 brannte bei einem Waldbrand etwa 18% der Fläche des Parks, also ungefähr 18% seines Gebiets, und damit auch in sein vielfältiges Ökosystem hinein.

Seitdem laufen Wiederherstellungsmaßnahmen, um die einzigartige Biodiversität und Landschaft zu bewahren.

Ortsführer

1
Gipfel Garajonay

Der höchste Punkt auf La Gomera mit 1.487 Metern Höhe bietet weite Panoramablicke und ist ein symbolträchtiger Orientierungspunkt des Parks.

2
Lorbeerwald (Laurisilva)

Ein üppiger, subtropischer Regenwald mit endemischen Bäumen wie Laurus azorica und Laurus novocanariensis sowie einer reichen Unterholzschicht aus Moosen, Farnen und Flechten.

3
Vulkanische Felsformationen

Besonders bemerkenswerte Formationen wie Roque Ojila, Roque de Agando und Roque de La Zarcita sind alte vulkanische Relikte, die durch Erosion geformt wurden – einige gelten den einheimischen Guanche als heilig.

4
Erholungsgebiet Laguna Grande

Ein ausgewiesenes Erholungsgebiet innerhalb des Parks, das Picknickmöglichkeiten bietet und Zugang zu mehreren Wegen eröffnet.

5
Besucherzentrum Juego de Bolas

Es befindet sich in der Gemeinde Agulo und bietet Ausstellungen sowie Informationen über das natürliche und kulturelle Erbe des Parks.