Die hängende Kirche

Die hängende Kirche

Al Qāhirah

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Die Hängende Kirche, auch Al-Moallaqa genannt, ist eine der ältesten und bemerkenswertesten koptisch-christlichen Kirchen in Kairo. Sie ist auf einzigartige Weise auf dem südlichen Tor der antiken römischen Festung von Babylon errichtet. Das Fundament ruht auf mehreren Steinlagen und Baumstämmen von Palmen über den Ruinen der Festung – dadurch entsteht der Eindruck, die Kirche sei „aufgehängt“, was auch ihrem Namen entspricht. Die Kirche besitzt ein markantes Holzgewölbe in Form der Arche Noah, das für Rettung und Zuflucht steht. Vom 7. bis ins 13. Jahrhundert diente sie als Wohnsitz des koptischen Patriarchen und war Schauplatz bedeutender religiöser Zeremonien sowie patriarchalischer Wahlen. Im Inneren können Besucher drei Heiligtümer bewundern, die der Jungfrau Maria, St. Georg und Johannes dem Täufer gewidmet sind – jeweils mit bemalten Baldachinen über den Altären. Das kunstvoll verzierte hölzerne Lettner-/Bildschirmwerk zeigt geometrische Muster und Kreuze aus Ebenholz und Elfenbein. Es wird gekrönt von kostbaren Ikonen, darunter ein thronender Jesus, die Jungfrau Maria, die Erzengel Gabriel und Michael, St. Peter, Johannes der Täufer und St. Paul. Die Kirche beherbergt etwa 110 Ikonen; besonders hervor sticht die „Koptische Mona Lisa“, eine Darstellung der Jungfrau Maria, Jesu Christi und Johannes des Täufers aus dem 8. Jahrhundert. Die Kanzel aus dem 5. Jahrhundert ruht auf 15 schlanken Säulen und zeigt Kreuze, die die Auferstehung Christi symbolisieren. Die Hängende Kirche ist außerdem eng mit dem berühmten Wunder verbunden, bei dem der Berg Moqattam versetzt wurde – ein Zeugnis des Glaubens und des Eingreifens Gottes in der koptischen Tradition. Diese historische Kirche ist bis heute ein bedeutendes spirituelles und kulturelles Wahrzeichen im Alten Kairo und bietet Besuchern einen tiefen Einblick in Ägyptens christliches Erbe und architektonische Raffinesse.

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Tipp: Besucherinnen und Besucher sollten die Hängende Kirche an Wochentagmorgen besuchen, um Menschenmengen zu vermeiden und eine ruhigere Atmosphäre zu erleben. In den Hauptreisezeiten wird empfohlen, Tickets im Voraus zu kaufen. Eine schlichte, angemessene Kleidung ist erforderlich, da es sich um einen aktiven Ort des Gottesdienstes handelt. Geführte Touren können das Verständnis für die reiche Geschichte und die symbolträchtige Kunst der Kirche vertiefen. Ermäßigungen sind eventuell für Studierende und Gruppen verfügbar. In bestimmten Bereichen kann das Fotografieren eingeschränkt sein – bitte erkundigen Sie sich bei Ankunft beim Personal.

Interessante Fakten

  • Die Hängende Kirche ist am südlichen Tor der römischen Festung Babylon gebaut und wird von Palmenstämmen sowie Steinlagen getragen.
  • Ihr hölzernes Gewölbe ist einzigartig und in Form der Arche Noah gestaltet – als Symbol für die Rettung.
  • Die Kirche diente vom 7. bis ins 13. Jahrhundert als Wohnsitz des koptischen Patriarchen.
  • Sie beherbergt etwa 110 Ikonen, darunter die berühmte „Koptische Mona Lisa“ aus dem 8. Jahrhundert.
  • Das Wunder, bei dem der Berg Moqattam versetzt wurde, ist eng mit der Kirche und dem Patriarchen Abraham verbunden.
  • Die Kanzel stammt aus dem 5. Jahrhundert und ruht auf 15 schlanken Säulen; jede Seite zeigt Kreuze, die die Auferstehung Christi symbolisieren.

Geschichte

Die Hängende Kirche wurde über dem südlichen Tor der römischen Festung Babylon errichtet.

Als Fundament dienten Palmenstämme und Steinlagen.

Sie reicht in die frühen Jahrhunderte des Christentums in Ägypten zurück und diente vom 7.

bis ins 13.

Jahrhundert als Wohnsitz des koptischen Patriarchen.

In ihrer Geschichte erlebte die Kirche entscheidende religiöse Zeremonien und patriarchalische Wahlen.

Außerdem steht sie mit dem Wunder in Verbindung, bei dem der Berg Moqattam während des Patriarchats von Abraham in der zweiten Hälfte des 10.

Jahrhunderts versetzt worden sein soll.

Über Jahrhunderte hat die Kirche eine reiche Sammlung an Ikonen und religiöser Kunst bewahrt – ein Spiegel der Entwicklung der koptisch-christlichen Traditionen im Alten Kairo.

Ortsführer

1
Hauptheiligtum

Das zentrale Heiligtum ist der Jungfrau Maria gewidmet. Bemalte Baldachine befinden sich über dem Altar, und hier befindet sich das verehrte Gemälde der Jungfrau Maria, das mit dem Wunder vom Berg Moqattam in Verbindung gebracht wird.

2
Heiligtum des St. Georg

Links neben dem Hauptheiligtum ehrt dieser Bereich St. Georg mit 15 Ikonen, die sein Leben und sein Martyrium darstellen.

3
Heiligtum des Johannes des Täufers

Rechts neben dem Hauptheiligtum enthält dieses Heiligtum 7 Ikonen, die das Leben von Johannes dem Täufer veranschaulichen – eine wichtige Gestalt des koptischen Christentums.

4
Holzschirm

Ein reich verziertes hölzernes Bildschirmwerk mit geometrischen Mustern und Kreuzen aus Ebenholz und Elfenbein. Es wird gekrönt von kostbaren Ikonen, darunter Jesus, der thronend dargestellt ist, die Jungfrau Maria, die Erzengel Gabriel und Michael sowie St. Peter, Johannes der Täufer und St. Paul.

5
Kanzel5. Jahrhundert

Die aus dem 5. Jahrhundert stammende Kanzel ruht auf 15 schlanken Säulen. Über drei Stufen sind Kreuze angebracht, die die drei Tage symbolisieren, die Christus vor seiner Auferstehung im Grab verbracht hat.

6
Ikone des St. Markus

Diese Ikone befindet sich an der Südwand der Hauptkirche und ehrt St. Markus – den ersten Patriarchen der Koptisch-Orthodoxen Kirche.