Mladeč-Höhlen (Mladečské jeskyně)

Mladeč-Höhlen (Mladečské jeskyně)

Olomoucký kraj

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Die Mladeč-Höhlen (Mladečské jeskyně) sind ein Höhlenkomplex in der Gemeinde Mladeč in Tschechien. Er liegt innerhalb des Třesín National Nature Monument und im Landschaftsschutzgebiet Litovelské Pomoraví. Die Höhlen durchziehen den Kalksteinhügel Třesín und bilden ein überwiegend horizontal ausgerichtetes, stark zerklüftetes Labyrinth aus Spaltenkorridoren, Kuppeln und hohen Schornsteinen. Besucher kommen wegen der klassischen Karstausgestaltung – Tropfsteine, Stalagmiten und Sinterbildungen –, die reich modellierte Wände und Decken formen. Zu den benannten Höhepunkten zählen dabei der als „Naturtempel“ bekannte Raum und die „Jungfrauenhöhle“. Geologisch gehört der Mladeč-Karst-Kalkstein zu einem devonischen Gürtel im Abschnitt der Zentralmährischen Ebene des Böhmischen Massivs (Konice–Mladeč Devon). Neben ihrer natürlichen Schönheit sind die Höhlen international bedeutend für archäologische und paläontologische Entdeckungen. Zu den Funden zählen Knochen ausgestorbener Wirbeltiere aus dem Pleistozän sowie frühsteinzeitliche menschliche Skeletten und Spuren von menschlicher Tätigkeit wie Steinwerkzeuge und Feuerstellen. Das Gelände wurde von Archäologen als von weltweiter Bedeutung beschrieben – unter anderem als ein bedeutendes (und möglicherweise sehr nördliches) Cro-Magnon-Siedlungsgebiet. Nur ein Teil des Systems ist für Besuche hergerichtet: Es gibt eine geführte Route durch ausgewählte Korridore und Hallen.

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Tipp: Planen Sie im Voraus: Der Zugang ist auf eine festgelegte Besucherroute beschränkt, während der Großteil des Höhlensystems nicht für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Die Standardtourroute ist etwa 380 Meter lang und dauert rund 40 Minuten. Tragen Sie daher festes Schuhwerk, das für Stufen und eventuell feuchte Oberflächen geeignet ist. Laut den veröffentlichten Informationen werden Besichtigungen typischerweise saisonal angeboten (April bis Oktober) und können davon abhängen, dass sich eine Mindestanzahl an Personen zusammenfindet. Es lohnt sich also, die Öffnungstage und die Verfügbarkeit der Touren im Voraus zu prüfen.

Interessante Fakten

  • Das Höhlensystem umfasst etwa 1.250 Meter an Gängen und Hallen, mit einer vertikalen Ausdehnung (Höhenunterschied) von etwa 30 Metern.
  • Die in den veröffentlichten Informationen beschriebene Besucherroute ist etwa 380 Meter lang und dauert rund 40 Minuten.
  • Die Höhlen gehören zum Třesín National Nature Monument innerhalb des Landschaftsschutzgebiets Litovelské Pomoraví.
  • Die Kalkstein-„Inseln“ des Mladeč-Karsts zählen zu einem devonischen Gesteinsgürtel im Böhmischen Massiv (Konice–Mladeč Devon).
  • Die frühen Ausgrabungen in der Haupt­höhle (ab 1881) wurden im Tagebuch von Josef Szombathy dokumentiert – beschrieben als einzige Quelle über die frühesten Arbeiten zur Ausgrabung.
  • Eine nahegelegene zweite Höhle (Mladečské Höhle II, die „Steinbruchhöhle“) wurde 1904 von Steinbrucharbeitern entdeckt und anschließend zerstört.
  • Eine großflächige Sedimententfernung, die später vorgenommen wurde, um die Höhlen für den öffentlichen Zugang vorzubereiten, beschädigte wertvolle archäologische Informationen.

Geschichte

1826

Die Existenz der Mladeč-Höhlen war bereits bis 1826 bekannt.

Die systematische Ausgrabung der Haupt­höhle (Mladečské Höhle I) begann am 7.

1881

Juni 1881 unter Josef Szombathy.

Dabei wurde der erste menschliche Fossilfund entdeckt – der Schädel, der als Mladeč 1 bekannt ist.

1882

Szombathy führte die Arbeit mit weiteren Ausgrabungen im Jahr 1882 fort und nannte die Höhle „Fürst Johann’s Höhle“ zu Ehren von Johann II., Fürst von Liechtenstein, der das Land besaß.

1902

1902 errichtete A.

Nevrlý eine Trennmauer und grub gemeinsam mit dem örtlichen Lehrer Jan Knies weiter.

Das führte zu zusätzlichen Fossilienfunden.

1911

1911 übernahm der Museumsverein in Litovel den Besitz; später zerstörte auch die beabsichtigte Sedimententfernung, um die Höhlen für Besucher zugänglich zu machen, den archäologischen Kontext.

1922

Die letzten bedeutenden Fossilfunde auf dem Gelände wurden 1922 gemeldet.

Kontakt

Telefon: 730 574 627

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