Camagüey Historic Centre

Camagüey Historic Centre

Camagüey

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Das Camagüey Historic Centre bildet das Herz von Camagüey, der drittgrößten Stadt Kubas. Berühmt ist es für seinen verwinkelten, labyrinthartigen Straßenplan, der dazu gedacht war, Eindringlinge zu verwirren. Gegründet wurde der Ort 1514 als Santa María del Puerto del Príncipe und 1528 ins Landesinnere verlegt – an den Standort eines Taíno-Dorfes. Die geschlungenen Gassen und zahlreichen Plätze geben Einblick in die koloniale Vergangenheit und die damaligen Verteidigungsbedürfnisse. Das historische Zentrum zeigt eine Mischung verschiedener Baustile und stellt den Einfluss der spanischen Kolonialzeit sowie die Entwicklung der Stadt über Jahrhunderte hinweg unter Beweis. Der Grundriss mit vielen Sackgassen und abzweigenden Straßen ist unter den kubanischen Städten einzigartig und sollte Bewohnern historisch dabei helfen, sich vor Piratenangriffen zu schützen. Außerdem erinnert das Areal an Ignacio Agramonte, eine Schlüsselfigur im Kubas Zehnjährigen Krieg, mit einem markanten Denkmal des italienischen Bildhauers Salvatore Buemi. Seit 2008 ist das Camagüey Historic Centre UNESCO-Welterbe. Bis heute ist es ein lebendiges Kultur- und Geschichtsdenkmal – symbolisiert durch die ikonischen Tongefäße (tinajones), die zur Sammlung und Aufbewahrung von Regenwasser genutzt wurden.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch im Camagüey Historic Centre sind die kühleren Monate, um der Sommerhitze zu entgehen. Erkundet die verwinkelten Gassen am besten zu Fuß, damit ihr das besondere Stadtbild wirklich würdigen könnt. Es wird empfohlen, Tickets für geführte Touren oder Museen im Voraus zu kaufen, besonders in der Hochsaison. Ermäßigungen können für Studierende und Seniorinnen und Senioren verfügbar sein. Lokale Guides geben euch spannende Einblicke in die Geschichte und Architektur der Stadt und machen den Aufenthalt noch lohnender.

Interessante Fakten

  • Der Straßenraster von Camagüey wurde bewusst als Labyrinth angelegt, um Piraten und Eindringlinge zu verwirren und aufzuhalten.
  • Die Stadt wird durch den „tinajón“ symbolisiert, große Tongefäße, die zur Sammlung und Aufbewahrung von Regenwasser dienen und im ganzen Ort zu finden sind.
  • Ignacio Agramonte, ein nationaler Held im Kampf Kubas um die Unabhängigkeit, wurde in Camagüey geboren; ein bedeutendes Denkmal zu seinen Ehren wurde 1912 enthüllt.
  • Camagüey zählt zu den sieben ursprünglichen spanischen Siedlungen, die im frühen 16. Jahrhundert in Kuba gegründet wurden.
  • Das historische Zentrum wurde 2008 als UNESCO-Welterbe wegen der einzigartigen Stadtplanung und der reichen kolonialen Architektur ausgezeichnet.

Geschichte

1514

Camagüey wurde ursprünglich 1514 an Kubas Nordküste als Santa María del Puerto del Príncipe gegründet und 1528 ins Landesinnere verlegt – an den Ort eines Taíno-Dorfes namens Camagüey.

Die Stadt gehörte zu den sieben ursprünglichen spanischen Siedlungen in Kuba.

Nachdem sie im 17.

Jahrhundert von dem Piraten Henry Morgan niedergebrannt wurde, erhielt sie einen neuen, verwirrenden Straßenraster, um künftige Angriffe abzuschrecken.

Im 18.

Jahrhundert wurde die Stadt nach Schäden durch den War of Jenkins' Ear wieder instand gesetzt, unter anderem mit dem Wiederaufbau der Church of La Merced.

1898

Der Name Camagüey, abgeleitet von einem lokalen indigenen Häuptling, wurde nach der kubanischen Unabhängigkeit 1898 offiziell für Stadt und Provinz übernommen.

Ortsführer

1
Ignacio Agramonte Monument1912
Salvatore Buemi

Eine eindrucksvolle Reiterstatue und Bronze-Reliefs zum Gedenken an Ignacio Agramonte, eine Schlüsselfigur im Kubas Zehnjährigen Krieg. Entstanden durch den italienischen Bildhauer Salvatore Buemi und 1912 enthüllt.

2
Historic Maze-like Street Layout17th century (post-Henry Morgan attack)

Der einzigartige Stadtplan der Stadt umfasst schlängelnde Gassen, Sackgassen und abzweigende Straßen. Er wurde darauf ausgelegt, Eindringlinge und Piraten zu verwirren – so wird die Orientierung für Besucher zwar anspruchsvoll, aber zugleich besonders spannend.

3
Church of La Merced1747-1753
Luis de Unzaga y Amézaga

Die Church of La Merced wurde im 18. Jahrhundert in der Mitte des Jahrhunderts durch Gouverneur Luis de Unzaga y Amézaga nach Schäden während des War of Jenkins' Ear wiederaufgebaut. Sie ist ein bedeutendes religiöses und architektonisches Wahrzeichen in Camagüey.