Verweilender Garten

Jiangsu Sheng

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Der Verweilende Garten in Suzhou in der Provinz Jiangsu, China, gehört zu den schönsten Beispielen klassischer chinesischer Gärten und wurde ursprünglich 1593 angelegt. Mit einer Fläche von über 23.000 Quadratmetern ist er in vier klar getrennte Themenbereiche gegliedert – Ost, Zentral, West und Nord – die durch etwa 700 Meter überdachte Wandelgänge miteinander verbunden sind. Im Mittelpunkt steht ein Teich, der von Gebäuden umgeben ist, sowie eine Grotte aus gelbem Granit, geschaffen vom Künstler Zhou Binzhong. Im Laufe seiner Geschichte erfuhr der Garten mehrere Wiederaufbauten und Namensänderungen, die die Vorlieben und Einflüsse seiner jeweiligen Besitzer widerspiegeln. Besonders hervorzuheben ist eine beeindruckende Sammlung von Gelehrtensteinen, darunter das „Steinwald“-Ensemble, sowie architektonische Highlights wie die Halle der Fünf Gipfel. Der Garten ist bekannt für seine künstlerische Landschaftsgestaltung: Er verbindet natürliche Elemente mit eleganten Pavillons, Felsgruppen und Wasseranlagen und verkörpert damit die ästhetischen Ideale der chinesischen Gartentradition. Als UNESCO-Welterbestätte steht er seit 1997 unter besonderem Schutz und bewahrt zudem immaterielle Künste wie Pingtan-Erzählkunst und Guqin-Musik, die das Besuchererlebnis zusätzlich bereichern. Der Verweilende Garten ist auch heute eine bedeutende Kultur- und Touristenattraktion – bewundert für seine stille Schönheit und seine historische Bedeutung.

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Tipp: Besucher sollten am besten im Frühling oder Herbst kommen, wenn das Wetter am angenehmsten ist und die Landschaft besonders lebendig wirkt. Es wird empfohlen, die Tickets im Voraus zu kaufen, um Wartezeiten zu vermeiden – vor allem an Wochenenden und in den Ferien. Geführte Touren können helfen, die reiche Geschichte und die Gestaltung des Gartens besser zu verstehen. Ermäßigungen gibt es möglicherweise für Studierende und Seniorinnen bzw. Senioren. Aufgrund der ausgedehnten Wege und des abwechslungsreichen Geländes werden bequeme Wanderschuhe empfohlen.

Interessante Fakten

  • Der Verweilende Garten verfügt über 700 Meter überdachte Wandelgänge, die seine vier Bereiche miteinander verbinden.
  • Er beherbergt eine Grotte aus gelbem Granit, die vom Künstler Zhou Binzhong geschaffen wurde.
  • Der Garten besitzt einen „Steinwald“ mit 12 weiteren Gelehrtensteinen, die der Besitzer Liu Su gesammelt hat.
  • Berühmte Gelehrte wie Yuan Hongdao und Yu Yue lobten die außergewöhnliche Gestaltung des Gartens.
  • Der Verweilende Garten gehört seit 1997 zum UNESCO-Welterbe „Klassische Gärten von Suzhou“.
  • Pingtan-Erzählkunst und Guqin-Musik, beide UNESCO-Künste des immateriellen Kulturerbes, werden im Garten aufgeführt.

Geschichte

1593

Der Verweilende Garten wurde ursprünglich 1593 von Xu Taishi in Auftrag gegeben und von dem Steinmetz Zhou Shicheng als Ostgarten gestaltet.

1798

Im Jahr 1798 wurde er unter dem Besitzer Liu Su umfangreich rekonstruiert und in „Kaltgrünes Dorf“ umbenannt.

Dabei kamen Pinien- und Bambushaine sowie der Steinwald hinzu.

1823

Ab 1823 wurde er als renommierte Ausflugs- bzw.

Erholungsanlage für die Öffentlichkeit geöffnet.

1876

1876 erhielt er nach Reparaturen an Schäden nach der Taiping-Rebellion den Namen Verweilender Garten – benannt durch den Besitzer Sheng Kang.

1954

Während des Chinesisch-Japanischen Krieges verfiel der Garten; anschließend wurde er renoviert und 1954 von der Stadtverwaltung von Suzhou wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

1997

1997 wurde er als UNESCO-Welterbestätte eingetragen – ein klares Zeichen für seine kulturelle und historische Bedeutung.

Ortsführer

1
Zentraler Garten und Grotte1593
Zhou Binzhong

Der älteste Teil des Gartens mit Gebäuden, die einen Teich umschließen, sowie einer Grotte aus gelbem Granit von Zhou Binzhong – ein Zeugnis für meisterhaftes Handwerk und klassische ästhetische Prinzipien des chinesischen Gartens.

2
Ostgarten und Steinwald1593, expanded 1798
Zhou Shicheng (ursprüngliches Design), Liu Su (Sammler)

Ursprünglich der Ostgarten, umfasst dieser Abschnitt den wolkenbedeckten Gipfel aus Steinen sowie den „Kleinen Hof des Steinwalds“. Zu sehen ist hier eine Sammlung von 12 Gelehrtensteinen, die wegen ihrer Formen und Oberflächenstrukturen besonders bewundert werden.

3
Westgarten und Penzai

Ein weitgehend naturbelassener Bereich mit nur wenigen Pavillons, einem großen künstlichen Hügel und einem Penzai- (Bonsai-)Garten – als ruhiger Kontrast zu den stärker strukturierten Abschnitten im Zentrum und im Osten.

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