
Museu do Morro da Caixa D'Água Velha
Mato Grosso
Das Museu do Morro da Caixa D'Água Velha ist ein öffentliches Museum in Cuiabá, Mato Grosso, Brasilien. Es wurde ursprünglich im 19. Jahrhundert unter der Leitung von Oberst José Maria de Alencastro errichtet und diente 142 Jahre lang als wichtigstes Wasserreservoir der Stadt. Die Anlage besticht durch eine beeindruckende Innenarchitektur mit drei großen Bereichen von jeweils 13 mal 45 Metern, darunter die alte Wasserleitung (Aquädukt), die einst 1,2 Millionen Liter Wasser speicherte. Das Wasser wurde über ein fortschrittliches hydraulisches System, das von einer Dampfmaschine angetrieben wurde, aus dem Rio Cuiabá gefasst und anschließend per Schwerkraft an öffentliche Brunnen in der ganzen Stadt verteilt. Nach der Stilllegung im Jahr 1940 aufgrund des Bevölkerungswachstums wurde der Standort wiederhergestellt und 2007 in ein Museum umgewandelt. Heute ist er eine bedeutende kulturelle und touristische Attraktion: Mit Dauerausstellungen über die historische Funktion und wechselnden Kunstausstellungen von lokalen und regionalen Künstlern bietet das Museum einen spannenden Einblick in die Wasservergangenheit der Stadt und die regionale Kunstszene. Seit 1991 gilt das Museum als Kulturerbe von Cuiabá.
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Tipp: Am besten besucht man das Museum unter der Woche, um Menschenmengen zu vermeiden und die Ausstellungen in Ruhe zu genießen. Es empfiehlt sich, die offizielle Website des Museums zu prüfen, um die aktuellen Ausstellungstermine sowie besondere Veranstaltungen zu erfahren. Tickets können Ermäßigungen für Studierende und Senioren bieten. Eine vorherige Buchung wird in der Hochsaison oder bei besonderen kulturellen Events empfohlen.
Interessante Fakten
- •Das Reservoir fasste bis zu 1,2 Millionen Liter Wasser und wurde per Schwerkraft über Rohre aus Gusseisen verteilt.
- •Das Wasser wurde ursprünglich mithilfe eines hydraulischen Systems mit Dampfantrieb aus dem Rio Cuiabá gepumpt – ein technologischer Fortschritt für das 19. Jahrhundert.
- •Historisch sammelten die Bewohner das Wasser an öffentlichen Brunnen, etwa mit Fässern, Wagen oder indem sie es auf den Schultern bzw. auf dem Kopf trugen – oft als Mittel zum Gelderwerb.
- •Die drei großen Haupträume im Inneren des Museums messen jeweils 13 Meter in der Breite und 45 Meter in der Länge und zeigen so das Ausmaß des ursprünglichen Reservoirs.
- •Es war 142 Jahre lang das einzige Wasserreservoir für Cuiabá, bis es 1940 stillgelegt wurde.
Geschichte
Das Museu do Morro da Caixa D'Água Velha entstand im 19.
Jahrhundert unter der Leitung von Oberst José Maria de Alencastro und sollte die Herausforderungen der Wasserversorgung in Cuiabá bewältigen.
Der Bau begann in den späten 1800er-Jahren und wurde im November 1882 fertiggestellt.
Über ein Jahrhundert lang war es das einzige Wasserreservoir der Stadt und unterstützte zur damaligen Zeit eine Bevölkerung von ungefähr 20.000 Menschen.
Aufgrund des Bevölkerungswachstums und des gestiegenen Wasserbedarfs wurde die Anlage 1940 stillgelegt.
1991 wurde es vom Stadtrat von Cuiabá zum Kulturerbe erklärt.
2007 startete ein großes Restaurierungsprojekt, das die Anlage in ein Museum verwandelte und ihre historische Bedeutung bewahrt und würdigt.
Ortsführer
Alter Aquädukt- und Reservoirbereich1882
Dieser zentrale Teil des Museums war ursprünglich das Aquädukt, das 1,2 Millionen Liter Wasser speicherte. Besucher können die weitläufigen Innenräume erkunden, die das Ausmaß und die Ingenieurskunst des Wassersystems aus dem 19. Jahrhundert veranschaulichen.
Dauerausstellung zu Artefakten der Wasserversorgung
Die Exponate umfassen originale Rohre aus Gusseisen, Absperr- und Steuerarmaturen sowie weitere Geräte, die für den Betrieb des Reservoirs unerlässlich waren – und geben so Einblicke in die historische Technologie der Wasserverteilung.
Wechselnde Kunstausstellungen
Das Museum veranstaltet temporäre Ausstellungen mit Werken lokaler und von Künstlern aus dem Bundesstaat Mato Grosso – und bereichert damit das kulturelle Erlebnis zusätzlich zum historischen Fokus.