
Tombul-Moschee
Shumen
Die Tombul-Moschee, auch als Sherif-Halil-Pascha-Moschee bekannt, liegt in Shumen in Bulgarien. Sie ist die größte Moschee des Landes und zugleich eine der größten auf den Balkan. Sie wurde zwischen 1740 und 1757 in der Zeit des Osmanischen Reiches errichtet und zeigt den charakteristischen Baustil der „Tulip Period“ (Tulpenzeit), bei dem Elemente des Osmanischen mit französischem Barock verschmelzen. Die Moscheekomplexanlage umfasst etwa 1.730 Quadratmeter und beinhaltet einen Hauptraum für das Gebet, einen Innenhof (Sahn) sowie einen Anbau mit zwölf Räumen, der historisch als Unterkunft für eine Madrasa diente. Der Gebetsraum hat einen quadratischen Grundriss, der in eine achteckige und anschließend in eine kreisrunde Form übergeht, und ist mit einer 25 Meter hohen kugelförmigen Kuppel gekrönt – daher auch der Name „Tombul“, was „wulstig“ oder „prall“ bedeutet. Das Innere ist mit originalen Fresken, Wandmalereien mit pflanzlichen Motiven, geometrischen Mustern und arabischen Koraninschriften verziert. Die Moschee wird durch Fenster mit Glasmalereien beleuchtet und von massiven Marmorsäulen getragen. Das 40 Meter hohe Minarett ist ein weithin sichtbares Merkmal des Komplexes. Die historische Bedeutung wird außerdem dadurch hervorgehoben, dass Säulen aus dem antiken bulgarischen Palast in Pliska verwendet wurden – das schafft eine Verbindung zu Bulgariens früher Geschichte. Heute gilt die Tombul-Moschee als Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung und bleibt ein zentrales Symbol des architektonischen und religiösen Erbes von Shumen.
Planen Sie Ihre Reise nach Bulgarien mit KI
Erstellen Sie in wenigen Minuten einen detaillierten Reiseplan. KI schlägt die besten Orte, Restaurants und eine optimierte Route vor.
Tipp: Besuchen Sie die Tombul-Moschee morgens oder am späten Nachmittag, dann ist das Licht am schönsten und die Atmosphäre besonders ruhig. Prüfen Sie die Öffnungszeiten im Voraus und überlegen Sie, ob Sie an einer Führung teilnehmen, um die historische und architektonische Bedeutung noch besser zu verstehen. Tickets bieten möglicherweise Ermäßigungen für Studierende und Senioren. Eine Vorab-Reservierung ist in den Hauptreisezeiten empfehlenswert.
Interessante Fakten
- •Die Tombul-Moschee ist die größte Moschee in Bulgarien und eine der größten auf dem Balkan.
- •Ihre Kuppel ist 25 Meter hoch – und inspirierte damit den Namen „Tombul“, der auf Türkisch „wulstig“ oder „prall“ bedeutet.
- •Das Minarett der Moschee ist 40 Meter hoch und macht es zu einem weithin sichtbaren Wahrzeichen in Shumen.
- •Die für die Moschee verwendeten Säulen wurden aus den Ruinen des antiken bulgarischen Palastes in Pliska entnommen.
- •Originale Fresken und Wandmalereien wurden 2005 unter späteren Gemälden entdeckt: mit pflanzlichen und geometrischen Motiven sowie arabischen Inschriften aus dem Koran.
Geschichte
Der Bau der Tombul-Moschee begann 1740 und wurde bis 1757 während der osmanischen Herrschaft über Bulgarien abgeschlossen.
Ursprünglich lag sie im Stadtzentrum von Shumen, doch als die Stadt wuchs, befindet sich die Moschee heute im südwestlichen Teil der Stadt.
Finanziert wurde die Moschee von Şerif Halil Pasha, einem lokalen bekannten Mann, der nahe bei Shumen geboren wurde.
Bemerkenswert ist, dass einige der tragenden Säulen aus den Ruinen des frühen bulgarischen Herrscherpalastes in Pliska entnommen wurden – ein Hinweis darauf, dass historische Materialien bewahrt wurden.
Im Laufe der Jahrhunderte blieb die Moschee ein bedeutender religiöser und kultureller Ort.
1975 wurde sie offiziell zum Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung ernannt.
Ortsführer
Hauptraum für das Gebet1740-1757
Das Herz der Moschee: ein quadratischer Grundriss, der in eine achteckige und anschließend in eine kreisrunde Form übergeht. Darüber sitzt eine 25 Meter hohe kugelförmige Kuppel. Der Saal wird von vier massiven Marmorsäulen getragen und durch vier Fensterbänder beleuchtet – darunter auch Glasmalereien. Die Innenausstattung umfasst originale Fresken, pflanzliche und geometrische Motive sowie arabische Koraninschriften.
Sahn (Innenhof) und Madrasa-Erweiterung1740-1757
Ein offener Innenhof, der von zwölf Räumen umgeben ist, die historisch als Unterkunftshaus für die Madrasa dienten. Der Sahn ist geprägt durch seine Arkaden und Bögen – typisch für die Architektur osmanischer Moscheen.
Minarett1740-1757
Ein 40 Meter hoher Turm für den Gebetsruf, der in Shumen als sichtbares Wahrzeichen dient. Höhe und schlanke Form des Minaretts stehen im Kontrast zur bauchig wirkenden Kuppel der Moschee – so entsteht eine ausgewogene architektonische Komposition.
Kontakt
Telefon: 054 802 875