
Teufelsbrücke (Dyavolski Most)
Kardzhali
Die Teufelsbrücke, die lokal Dyavolski Most heißt, ist eine beeindruckende Steinbogenbrücke, die den Fluss Arda in einer engen Schlucht in den Rhodopen im südzentralen Bulgarien überspannt. Gebaut wurde sie zwischen 1515 und 1518 vom bulgarischen Baumeister Dimitar auf Anordnung von Sultan Selim I. Sie ersetzte eine frühere römische Brücke, die die thrakischen Tiefebenen mit der Küste des Ägäischen Meeres verband. Die Brücke ist 56 Meter lang und 3,5 Meter breit. Sie besitzt drei Bögen, darunter einen mittleren Bogen mit einer Höhe von 11,5 Metern. Zum Konzept gehören kleine halbrunde Öffnungen an den Seitenbögen, die dazu dienen, den Wasserfluss zu regulieren. Erhaltene steinerne Brüstungen und strategisch platzierte Wellenbrecher schützen die Konstruktion. Um die Brücke rankt sich lokales Brauchtum – darunter Erzählungen von einem Pakt zwischen dem Baumeister und dem Teufel, um den Bau innerhalb von 40 Tagen fertigzustellen. Heute gilt sie als die größte und bekannteste mittelalterliche Brücke in den Rhodopen und ist als Kulturdenkmal ausgewiesen. Außerdem ist sie Teil der internationalen Wanderroute Sultans Trail, die Besucher anzieht, die gleichermaßen die Ingenieurskunst wie auch die malerische Berglandschaft rundherum zu schätzen wissen.
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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch der Teufelsbrücke ist spät vormittags zwischen 11:00 und 12:00 Uhr, wenn Brücke und Spiegelbild auf der Arda fast einen perfekten Kreis bilden – ein Phänomen, das mit lokalen Legenden in Verbindung gebracht wird. Besucher sollten ihre Reise idealerweise im Zeitraum von Frühling bis Herbst planen, damit das Wetter möglichst günstig ist, und außerdem prüfen, ob es Restaurierungsarbeiten oder Updates zum Zugang gibt. Obwohl der Eintritt frei ist, können geführte Touren oder das Mitwandern in Gruppen auf dem Sultans Trail das Erlebnis deutlich bereichern. In der Nähe gibt es Picknick- und Ruhebereiche, die sich gut zum Entspannen eignen. In der Hauptsaison wird eine frühzeitige Planung empfohlen, um Menschenmengen zu vermeiden und die Verfügbarkeit von Parkplätzen sicherzustellen.
Interessante Fakten
- •Die Brücke hat besondere halbrunde Öffnungen an ihren Bögen, die dafür ausgelegt sind, bei Hochwasser Wasser durchzulassen und so den Druck auf die Konstruktion zu verringern.
- •Eine lokale Legende besagt, dass der Baumeister Dimitar einen Pakt mit dem Teufel schloss, um die Brücke in 40 Tagen fertigzustellen – danach starb er auf geheimnisvolle Weise.
- •Zwischen 11:00 und 12:00 Uhr bilden die Brücke und ihr Spiegelbild auf der Wasseroberfläche des Flusses einen perfekten Kreis – angeblich, um das Teufelsgesicht zu enthüllen.
- •Einem Bericht zufolge trägt einer der Steine den Abdruck des Teufelsfußes – so will es zumindest das Volksglauben.
- •Die Brücke gehört zur internationalen Wanderroute Sultans Trail, die Ardino und Kardzhali miteinander verbindet.
Geschichte
Die Teufelsbrücke wurde Anfang des 16.
Jahrhunderts (1515–1518) vom Baumeister Dimitar auf Anordnung des ottomanischen Sultans Selim I errichtet, um eine alte Route wiederherzustellen, die Thrakien mit der Ägäisküste verband.
Sie ersetzte eine römische Brücke, die in Verfall geraten war.
Über die Jahrhunderte wurde sie als wichtiger Übergang und Kulturdenkmal erhalten; offiziell wurde sie 1984 so erklärt.
Die Brücke wurde restauriert, unter anderem mit bedeutenden Verbesserungen an der nahegelegenen Straße im Jahr 2013, sodass der Zugang und der Erhalt ihrer historischen Substanz weiterhin gewährleistet sind.
Ortsführer
Hauptbogen und Seitenbögen1515-1518
Die Brücke hat drei steinerne Bögen: Der mittlere Bogen steigt 11,5 Meter hoch, während die Seitenbögen halbrunde Öffnungen aufweisen, die den Wasserfluss regulieren und so Schäden durch Hochwasser verhindern.
Steinerne Brüstungen und Wellenbrecher1515-1518
Eine erhaltene 12 cm hohe steinerne Brüstung säumt die Ränder der Brücke, während Wellenbrecher stromauf- bzw. gegenüber der Strömung positioniert sind, um die Konstruktion vor Erosion zu schützen.
Schlucht und Aussicht aus der Umgebung
Die Brücke liegt in 420 Metern Höhe über dem Meeresspiegel in einer Schlucht, die von steilen Hängen flankiert wird, die bis zu 800 Meter hochreichen – das verspricht besonders malerische Ausblicke und natürliche Schönheit.