Wildspitze

Wildspitze

Tirol

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Die Wildspitze ist der höchste Berg in Nordtirol und in den Ötztaler Alpen. Er liegt auf 3.768 Metern über dem Meeresspiegel und ist damit die zweithöchste Erhebung in Österreich nach dem Großglockner. Etwa 12 km nordöstlich des Hauptkamms der Alpen befindet sie sich im Abschnitt Weißkamm der Ötztaler Alpen. Der Berg hat zwei Gipfel: einen felsigen Südgipfel mit Gipfelkreuz sowie einen nordwärts gelegenen Gipfel, der von Firn bedeckt ist und durch das Schmelzen nach und nach niedriger geworden ist. Von der Höhe aus blickt man im Süden und Osten ins Venter Tal sowie im Westen und Norden ins Pitztal. Ihre Prominenz zählt zu den höchsten der Alpen und liegt auf Platz vier – nur Mont Blanc, der Großglockner und das Finsteraarhorn sind höher. Die Panoramablicke von der Wildspitze reichen über die Walliser und die Berner Alpen bis zur Schober-Gruppe im Osten, lediglich begrenzt durch atmosphärischen Dunst und die Krümmung der Erde. Der Berg ist ganzjährig ein beliebtes Ziel für Bergsteiger und ist über mehrere Gletscher-Routen erreichbar, für die die komplette Gletschersicherheitsausrüstung nötig ist. Durch den Bau der Pitztaler Gletscherbahn ist es nun auch möglich, Tagestouren ab dem Pitztal aus zu machen. Die normale Aufstiegsroute führt vom Firnbecken nördlich des Mitterkarjochs über den Südwestgrat zum Südgipfel und gilt bei normalen Bedingungen als moderat anspruchliche hochalpine Tour.

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Tipp: Die beste Zeit, um die Wildspitze zu besteigen, sind die Sommermonate, wenn die Wetterlage meist stabiler ist. Da Gletscherquerungen erforderlich sind, sollten Bergsteiger mit der vollständigen Gletschersicherheitsausrüstung ausgerüstet sein und – falls sie sich im alpinen Gelände nicht auskennen – daran denken, einen Bergführer zu engagieren. Gerade in der Hochsaison wird empfohlen, Unterkünfte in Schutzhütten wie der Breslauer Hütte frühzeitig zu buchen. Die Pitztaler Gletscherbahn ermöglicht eine deutlich einfachere Anfahrt zu den Aufstiegsrouten und macht Tagestouren leichter planbar. Vor der Tour sollten Besucher Wettervorhersagen und aktuelle Bedingungen am Gletscher prüfen.

Interessante Fakten

  • Die Wildspitze ist der höchste Gipfel in den Ötztaler Alpen und nach dem Großglockner der zweithöchste in Österreich.
  • Mit einer Prominenz von 2.266 Metern liegt sie auf Platz vier der Alpen – nur Mont Blanc, der Großglockner und das Finsteraarhorn sind höher.
  • Das Gipfelkreuz wurde erstmals 1933 installiert und nach 77 Jahren durch ein neues ersetzt; das ursprüngliche Kreuz wurde im Venter Tal platziert – dem einzigen Talstandort, von dem aus die Wildspitze sichtbar ist.
  • Die Höhe des Nordgipfels ist über die Jahrzehnte durch das Schmelzen der Gletscher gesunken, wodurch sich die Bezeichnung der Hauptspitze auf den Südgipfel verlagert hat.

Geschichte

1848

Die erste dokumentierte Besteigung des Südgipfels der Wildspitze gelang 1848 Leander Klotz aus Rofen zusammen mit einem unbekannten Bauern.

1861

Leander Klotz schaffte 1861 außerdem die Erstbesteigung des damals noch höheren Nordgipfels, und zwar über den Verbindungsgrat vom Südgipfel aus.

Im Laufe der Zeit hat das Schmelzen die Höhe des Nordgipfels verringert, sodass der Südgipfel zur Hauptspitze wurde.

1933

1933 wurde auf dem Südgipfel ein Gipfelkreuz errichtet; nach 77 Jahren wurde es durch ein neues ersetzt, das per Hubschrauber transportiert wurde.

Das ursprüngliche Kreuz wurde an einen Aussichtspunkt im Venter Tal versetzt.

Die Höhe des Berges war im 20.

Jahrhundert wiederholt Gegenstand von Messdebatten; die Angaben schwankten, beeinflusst teils auch durch tourismusbezogene Interessen.

Ortsführer

1
Südgipfel (Südgipfel)

Der felsige Südgipfel der Wildspitze liegt auf 3.768 Metern und trägt das markante Gipfelkreuz. Er ist die Hauptspitze, die derzeit als solche anerkannt wird – da der Nordgipfel durch die Gletscherschmelze an Höhe verloren hat. Die Besteigung gilt hier als Normalroute und ist über Gletscherreisen erreichbar, bei denen die passende Ausrüstung erforderlich ist.

2
Nordgipfel (Nordgipfel)

Der nordseitig von Firn bedeckte Nordgipfel war historisch höher, ist aber durch das Schmelzen der Gletscher von 3.776 Metern im 19. Jahrhundert auf heute etwa 3.757 Meter gesunken. Er liegt nördlich des Südgipfels und wurde erstmals 1861 von Leander Klotz bestiegen.

3
Normalroute über Firnbecken und Südwestgrat

Die Standardroute für den Aufstieg startet im Firnbecken nördlich des Mitterkarjochs und führt über den Südwestgrat zum Südgipfel. Die Route quert Gletscher und erfordert die vollständige Gletschersicherheitsausrüstung. Man kann sie von mehreren Schutzhütten aus erreichen – unter anderem von der Breslauer Hütte und der Taschachhaus.