Et'hem Bey-Moschee

Et'hem Bey-Moschee

Tiranë

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Die Et'hem Bey-Moschee, mitten im Zentrum von Tirana, Albanien, ist eine bedeutende sunnitische Moschee, berühmt für ihre wunderschönen Fresken mit Bäumen, Wasserfällen und Brücken – sowohl im Inneren als auch im Vorbau. Der Bau begann im späten 18. Jahrhundert durch Molla Bey und wurde Anfang des 19. Jahrhunderts von seinem Sohn Haxhi Ethem Bey vollendet, einem Nachfahren von Sulejman Pasha. Architektonisch besitzt die Moschee einen quadratischen Gebetsraum, der von einer halbkugeligen Kuppel ohne Fenster überdacht ist, umgeben von einem Vorbau (Portikus) und einem Minarett. Die Fresken zeigen phantasievolle Landschaften sowie eine Darstellung der Süleymaniye-Moschee und stehen damit für die kulturelle Verbindung zum osmanischen Erbe. In der Zeit des albanischen Kommunismus geschlossen, wurde die Moschee 1991 bei einem historischen Ereignis wiedereröffnet, das die Rückkehr der Religionsfreiheit markierte: Tausende versammelten sich friedlich, obwohl es offiziellen Widerstand gab. Heute ist sie ein bedeutendes religiöses und kulturelles Denkmal, das häufig zusammen mit dem nahegelegenen Uhrenturm von Tirana besucht wird. Besucher müssen ihre Schuhe ausziehen, bevor sie das Gebäude betreten, und geführte Touren werden außerhalb der Gebetszeiten angeboten. Die Moschee ist ein Zeugnis von Tiranas historischer Stadtstruktur und von der Standhaftigkeit des Glaubens und der Tradition in Albanien.

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Tipp: Planen Sie Ihren Besuch nach Möglichkeit außerhalb der Gebetszeiten ein, um an geführten Touren teilzunehmen und die Fresken der Moschee in vollem Umfang zu genießen. Am besten ist die Besichtigung tagsüber, damit die Details der Gemälde gut zu erkennen sind. Es empfiehlt sich, lokale Gepflogenheiten zu respektieren: Schuhe vor dem Betreten ausziehen und sich angemessen und eher schlicht kleiden. Eventuell werden keine Tickets benötigt, dennoch ist es sinnvoll, sich vorher lokal zu informieren. Früh zu kommen hilft, Menschenmengen zu vermeiden – besonders an Wochenenden oder an religiösen Feiertagen.

Interessante Fakten

  • Die Fresken der Moschee zeigen imaginäre Naturdarstellungen, darunter Bäume, Wasserfälle und Brücken – etwas Ungewöhnliches für die islamische religiöse Kunst.
  • Die Innenmalereien beinhalten eine Darstellung der Süleymaniye-Moschee in Istanbul und symbolisieren damit den osmanischen Einfluss.
  • Während der kommunistischen Herrschaft wurde die Moschee zwar geschlossen, aber als Kulturdenkmal erhalten – anders als viele andere religiöse Gebäude.
  • Die Wiedereröffnung der Moschee im Jahr 1991 war ein Schlüsselerlebnis am Ende der religiösen Unterdrückung in Albanien: Tausende nahmen trotz offizieller Verbote teil.

Geschichte

1791

Der Bau der Et'hem Bey-Moschee begann um 1791–1794 durch Molla Bey und wurde zwischen 1819 und 1823 von seinem Sohn Haxhi Ethem Bey fertiggestellt.

Sie gehörte zum historischen Zentrum von Tirana und war von anderen bedeutenden Gebäuden umgeben, darunter der alte Basar und die Sulejman-Pasha-Moschee.

In der kommunistischen Ära in Albanien wurde die Moschee geschlossen, aber als historisches Denkmal eingestuft und Ende der 1960er- und Anfang der 1970er-Jahre restauriert.

1991

Die Wiedereröffnung der Moschee 1991, an der 10.000 Menschen trotz Regierungsgegnern teilnahmen, markierte einen entscheidenden Wendepunkt bei der Wiederherstellung der Religionsfreiheit in Albanien.

Ortsführer

1
GebetsraumFrühes 19. Jahrhundert

Der zentrale quadratische Gebetsraum ist von einer halbkugeligen Kuppel ohne Fenster überdacht. Im Inneren befinden sich kunstvolle Fresken mit natürlichen und imaginären Landschaften, darunter auch die Süleymaniye-Moschee.

2
VorbauFrühes 19. Jahrhundert

Der Vorbau umschließt die Nord- und Ostseite der Moschee und ist mit zahlreichen Fresken von Landschaften wie Inseln, Flüssen und Booten dekoriert, die eine ruhige Atmosphäre schaffen.

3
MinarettFrühes 19. Jahrhundert

Rechts neben dem Gebetsraum gelegen, hat das Minarett einen rechteckigen Sockel, der in eine polygonale Pyramidenform übergeht. Oben befindet sich ein Balkon (kazan) für den Gebetsruf, der über eine gewendelte Treppe aus Stein erreicht wird.