Klettersteige in den Dolomiten: Ein Einsteiger-Guide zu den Eisenwegen
Marcus Berg
April 21, 2026
Was ist ein Klettersteig? Eisenwege erklärt
Wenn du mit dem Konzept noch nicht vertraut bist, erfährst du hier, worauf du dich einlässt.

Die historische Ivano-Dibona-Route
Eine der bekanntesten Klettersteige in den Dolomiten, die Ivano Dibona erstreckt sich über 4 Kilometer mit einem Höhenunterschied von 700 Metern. Sie verbindet Seile und Leitern mit einer aufregenden Hängebrücke (der Ponte Cristallo). Am besten von Ende Juni bis Mitte September begehbar, dauert die Tour 5–6 Stunden und belohnt die Kletterer mit Panoramablicken auf das Cristallo-Massiv.
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Die besten Klettersteige für Einsteiger
Hier solltest du anfangen, wenn du deine Grenzen testen willst, ohne gleich einen Bergführer zu brauchen.
Wichtige Tipps für deinen ersten Klettersteig
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1. Leih dir die Ausrüstung vor Ort - Für Klettersteigsets (Helm, Gurt, Verbindungsmittel) zahlst du in Verleihstationen in Cortina d’Ampezzo oder Toblach etwa 30–40 € pro Tag. Spar nicht an der Qualität der Ausrüstung.
- 2
2. Buche Hütten frühzeitig - An Sommerwochenenden sind die Betten schnell weg. Rifugio Son Forca, Rifugio Auronzo und Rifugio Lavaredo bieten Schlafplätze im Lager ab 25 € und Mahlzeiten für etwa 15–20 €.
- 3
3. Check das Wetter gründlich - Im Sommer sind Nachmittagsgewitter keine Seltenheit. Starte früh, am besten zwischen 7 und 8 Uhr, damit du auf ausgesetzten Routen nicht in ein Gewitter gerätst.
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4. Übe das Ein- und Aushängen - Klingt banal, aber wenn du 100 Meter über dem Abgrund mit deinen Karabinern herumfummelst, ist das alles andere als lustig.
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5. Denk für deine ersten Touren über einen Guide nach - Für einen halben Tag liegen die Preise bei etwa 50–70 €. Ein Bergführer senkt das Risiko und hilft dir, dazuzulernen.
Schon gewusst?
Mehr als 200 Klettersteige verteilen sich über die Dolomiten – damit gehört die Region zu den dichtesten Klettersteiggebieten weltweit.
Pros
- Unglaubliche Panoramablicke – die Dolomiten sind nicht ohne Grund UNESCO-Welterbe
- Klare Markierungen und gut gewartete Sicherungen in den beliebten Gebieten
- Die Mischung aus historischer Bedeutung und natürlicher Schönheit
- Mehrere Rifugi bieten authentische alpine Küche und Rastmöglichkeiten
Cons
- An Sommerwochenenden wird es voll, was das Gefühl von Wildnis mindert
- Das Wetter kann rasch umschlagen und erhebliche Risiken mit sich bringen
- Leihmaterial und Führungen summieren sich schnell, wenn du mehrere Tage unterwegs bist
- Nichts für Menschen mit ausgeprägter Höhenangst
| Route | Schwierigkeit | Länge (km) | Höhenmeter (m) | Zeit (Stunden) | Beste Saison | Preis (Guide + Leihmaterial) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Ivano Dibona | B/C | 4 | 700 | 5-6 | Ende Juni–Sept. | €80-€110 |
| Brigata Tridentina | B | 3 | 400 | 4 | Juli–Sept. | €70-€100 |
| Drei Zinnen Nordwand | D | 5 | 850 | 6-7 | Juli–August | €100-€140 |
| Paterno | C/D | 3.5 | 600 | 5 | Ende Juni–August | €90-€130 |
Gut zu wissen
Der örtliche Bergrettungsdienst (Soccorso Alpino) ist wachsam, aber kein Ersatz für Eigenverantwortung. Nimm immer ein geladenes Handy, ausreichend Wasser (mindestens 2 Liter) und ein Erste-Hilfe-Set mit. In den Rifugi gibt es oft Möglichkeiten zum Wasserauffüllen, aber frag am besten vorher nach.

Rifugio Son Forca
Eine gemütliche Berghütte auf 2.025 Metern, der perfekte Zwischenstopp auf der Route Brigata Tridentina. Der Duft von Holzrauch, bratendem Speck und frisch gebackenem Apfelstrudel empfängt Wanderer nach dem Aufstieg. Schlafplätze im Matratzenlager gibt es ab 25 €, die Küche ist von 7 bis 21 Uhr geöffnet.
Marcus Berg
Reiseredakteur bei Vitano Magazine

