Naturkundemuseum von Simbabwe
Bulawayo
Das Naturkundemuseum von Simbabwe liegt in Bulawayo in der Leopold Takawira Avenue und ist das einzige Naturkundemuseum des Landes sowie eine führende Einrichtung in Südafrika. Entworfen vom Architekten James Whalley und 1964 eröffnet, umfasst das Museum neun öffentliche Ausstellungs-Galerien, die die Geschichte Simbabwes, den mineralischen Reichtum und die Tierwelt veranschaulichen. Zu den bemerkenswerten Exponaten zählt der zweitgrößte aufgestellte Elefant der Welt sowie umfangreiche geologische Sammlungen mit über 15.000 Gesteins-, Edelstein- und Kristall-Exemplaren. Außerdem beherbergt das Museum spezialisierte Abteilungen wie Arachnologie, Entomologie, Ornithologie, Mammalogie, Herpetologie, Ichthyologie, Paläontologie, Geologie und Archäologie – jeweils mit bedeutenden Forschungssammlungen. Besucher können außerdem ein begehbares Minen-Exponat erleben, die „Hall of Kings“ mit Fokus auf den Ndebele-Staat sowie die „Hall of Man“, die die menschliche Entwicklung von frühen Hominiden verfolgt. Das Museum ist ein wichtiger Mittelpunkt für Forschung und Bildung: Zu den Einrichtungen gehören ein Hörsaal und eine Cafeteria. So ist es eine zentrale kulturelle und wissenschaftliche Attraktion in Simbabwe.
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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch sind Wochentage, um Menschenmengen zu vermeiden. Es empfiehlt sich, die offizielle Website des Museums zu prüfen oder direkt Kontakt aufzunehmen, um die aktuellen Öffnungszeiten und besondere Veranstaltungen zu erfahren. Für Gruppenbesuche oder Vorträge wird eine Vorausbuchung empfohlen. Das Museum bietet Bildungsprogramme sowie gelegentliche Vorträge und Dokumentationen zum Thema Umwelt – und sorgt so für abwechslungsreiche Erlebnisse. Ermäßigungen können für Schüler/Studierende und Gruppen verfügbar sein. Planen Sie ausreichend Zeit ein, um die vielfältigen Galerien und Forschungsausstellungen in Ruhe zu erkunden.
Interessante Fakten
- •Das Museum beherbergt den zweitgrößten aufgestellten Elefanten der Welt.
- •Die geologische Sammlung umfasst seltene Blei/Zink-Mineralien aus der Zambia Broken Hill sowie Exemplare von Kermesit.
- •Die Entomologie-Abteilung besitzt über 5 Millionen Insektenexemplare – eine der größten Sammlungen Afrikas.
- •Die Ornithologie-Abteilung enthält die größte und bedeutendste Sammlung von Vogelbalg, Nestern, Eiern und Skeletten in Afrika.
- •Das Museumsgebäude ist eine beeindruckende kreisrunde Anlage, entworfen vom Architekten James Whalley.
Geschichte
Das Museum entstand 1902 als Rhodesia Museum.
Zunächst war es in der Bulawayo Public Library untergebracht, nachdem eine Anfrage an Cecil Rhodes gestellt worden war, um eine Einrichtung zur Aufbewahrung von Mineraliensammlungen zu schaffen.
1905 zog es in eine ehemalige Kapelle um und wurde 1910 offiziell durch Prince Arthur eröffnet.
Die Regierung übernahm es 1936 und benannte es in National Museum of Rhodesia um.
Der Bau des heutigen Gebäudes begann 1960 im Centenary Park und wurde 1964 offiziell eröffnet.
1981 erhielt es den Namen Natural History Museum of Zimbabwe und bündelte die naturwissenschaftlichen Sammlungen aus anderen nationalen Museen.
Ortsführer
Mennell-Galerie (Geologie und Paläontologie)1964
Diese Galerie beherbergt über 15.000 Gesteins-, Edelstein- und Kristallproben, darunter auch seltene Mineralien. Außerdem gibt es ein begehbares Minen-Exponat, das eine typische simbabwische Mine simuliert, sowie einzigartige Dinosaurierfossilien und frühe Säugetiere.
Donald-Broadley-Galerie (Herpetologie)
Diese Galerie ist auf Reptilien und Amphibien ausgerichtet. Sie zeigt vor allem konservierte Exemplare und einige wenige lebende Schlangen. Sie würdigt Dr. Donald Broadley, den ersten Kurator der 1956 eingerichteten Herpetologie-Abteilung.
Hall of Kings
Der Saal zeigt die Geschichte Simbabwes mit Fokus auf den Ndebele-Staat und das Volk der Matebele. Dabei werden ihr kulturelles Erbe sowie die historische Bedeutung herausgestellt.
Hall of Man
Die Ausstellung zeigt die menschliche Entwicklung von frühen Hominiden bis in die moderne Zeit und veranschaulicht so die Evolution und den kulturellen Fortschritt der Menschen in der Region.
George-Arnold-Entomological-Laboratorium1911
Hier werden über 5 Millionen Insektenexemplare betreut. Das Labor unterstützt sowohl öffentliche Ausstellungen als auch Forschung und unterstreicht die Vielfalt des Insektenlebens in Simbabwe und den benachbarten Regionen.
Kontakt
Telefon: (029) 2250045