Burg of Good Hope

Burg of Good Hope

Western Cape

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Die Burg of Good Hope wurde zwischen 1666 und 1679 von der Niederländischen Ostindien-Kompanie errichtet und ist das älteste noch bestehende Kolonialgebäude in Südafrika sowie das am besten erhaltene Beispiel einer Festung aus dem 17. Jahrhundert weltweit. Ursprünglich an der Küste der Tafelbucht (Table Bay) gelegen, ist sie durch Landgewinnung inzwischen im Landesinneren – innerhalb des Central Business District von Kapstadt – platziert. Die Festung wurde als Auffüll- bzw. Versorgungsstation für Schiffe gebaut, die zwischen Europa und den Niederländischen Ostindien unterwegs waren; das unterstreicht die strategische Bedeutung des Kaps. Der fünfeckige Grundriss besitzt fünf Bastionen, die nach den Titeln von Wilhelm III. von Oranien-Nassau benannt sind: Leerdam, Buuren, Katzenellenbogen, Nassau und Oranje. Zur Anlage gehört auch ein Glockenturm mit der ältesten Glocke in Südafrika, die 1697 in Amsterdam gegossen wurde. Sie diente zur Zeiterfassung und für Warnungen. Im Inneren beherbergte die Burg eine Kirche, eine Bäckerei, Werkstätten, Wohnquartiere, Läden und Zellen; die Räume und Wände waren gelb gestrichen, um die Wärmeaufnahme zu reduzieren. Die De Kat Balcony, entworfen von Louis Michel Thibault mit Skulpturen von Anton Anreith, war eine markante Station, von der aus Ankündigungen gemacht wurden. Außerdem bewahrt die Burg die William Fehr Collection an Gemälden und antikem Mobiliar – verwaltet von den Iziko Museums of South Africa. 1936 als Provinzdenkmal unter Schutz gestellt und in den 1980er-Jahren restauriert, ist sie bis heute ein bedeutendes Kultur- und Geschichtsdenkmal, das die koloniale Epoche und die Seefahrtsgeschichte des Kaps widerspiegelt.

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Tipp: Besucher werden gebeten, für die Erkundung der Burg geeignete Kleidung und bequeme Schuhe zu tragen. Der Ort ist rollstuhlgerecht und auch für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen gut zugänglich – damit eignet er sich für sehr viele Besucher. Es wird empfohlen, die offizielle Website für die neuesten Touren und Veranstaltungen zu prüfen und Tickets nach Möglichkeit im Voraus zu kaufen, um Wartezeiten zu vermeiden. Ein Besuch unter der Woche oder außerhalb der Hauptsaison für Touristen kann das Erlebnis verbessern, da man Menschenmengen aus dem Weg geht. Es gibt familienfreundliche Einrichtungen, und geführte Touren vermitteln wertvolle Einblicke in die bewegte Geschichte der Burg.

Interessante Fakten

  • Die Glocke im Glockenturm der Burg, 1697 in Amsterdam gegossen, ist die älteste Glocke in Südafrika und ist bis zu 10 Kilometer weit zu hören.
  • Die fünf Bastionen der Burg sind nach den wichtigsten Titeln von Wilhelm III. von Oranien-Nassau benannt: Leerdam, Buuren, Katzenellenbogen, Nassau und Oranje.
  • Die gelbe Farbe der Wände wurde gewählt, um die Wirkung von Hitze und Sonnenlicht zu verringern.
  • Die De Kat Balcony, von der aus Ankündigungen gemacht wurden, wurde von Louis Michel Thibault entworfen und verfügt über Skulpturen von Anton Anreith.
  • Die Burg beherbergt die William Fehr Collection an Gemälden und antikem Mobiliar – verwaltet von den Iziko Museums of South Africa.

Geschichte

1666

Die Burg of Good Hope wurde zwischen 1666 und 1679 von der Niederländischen Ostindien-Kompanie errichtet, um eine frühere Festung aus Lehm und Holz zu ersetzen, die 1652 von Jan van Riebeeck gegründet worden war.

Die fünfeckige Steinfortanlage wurde in einer Zeit zunehmender Spannungen zwischen den Niederlanden und Großbritannien in Auftrag gegeben; der erste Stein wurde am 2.

1666

Januar 1666 gelegt.

1679

Die fünf Bastionen wurden 1679 nach den Titeln von Wilhelm III.

von Oranien-Nassau benannt.

1682

Im Jahr 1682 wurde der ursprüngliche, zum Meer hin ausgerichtete Eingang durch einen Torzugang ersetzt, und 1684 wurde ein Glockenturm mit der ältesten Glocke in Südafrika gebaut.

1936

Die Burg wurde 1936 als historisches Denkmal erklärt und in den 1980er-Jahren umfangreich restauriert, um ihre architektonische Substanz zu bewahren.

Ortsführer

1
Leerdam-Bastion1679

Die westliche Bastion der Burg, benannt nach einem der Titel von Wilhelm III. von Oranien-Nassau, und Teil des Systems der fünfeckigen Befestigungsanlage.

2
De Kat Balcony1786-1790
Louis Michel Thibault (Designer), Anton Anreith (Bildhauer)

Ein Balkon, entworfen von Louis Michel Thibault mit Reliefs und Skulpturen von Anton Anreith, der historisch dazu diente, Ankündigungen an Soldaten, Sklaven und Bürger zu machen.

3
Glockenturm1684 (Turm), 1697 (Glocke)

Über dem Haupteingang gelegen: Der Turm beherbergt die älteste Glocke in Südafrika, die 1697 in Amsterdam gegossen wurde und zur Ansage der Zeit sowie als Warnsignal für die Bürger diente.

4
William-Fehr-Sammlung

Eine Sammlung aus Gemälden und antikem Mobiliar, die in der Burg untergebracht ist und von den Iziko Museums of South Africa verwaltet wird. Sie zeigt koloniale Kunst und Kulturerbe.

Kontakt

Telefon: 012 461 4673