Apartheid-Museum

Apartheid-Museum

Gauteng

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Das Apartheid Museum in Johannesburg (Provinz Gauteng) widmet sich der Darstellung der Geschichte und der Folgen der Apartheid in Südafrika im 20. Jahrhundert. Das Museum wurde im November 2001 eröffnet und gehört zum Komplex Gold Reef City. Es bietet Besuchern eine mitreißende Erzählung über rassistische Segregation, Diskriminierung und den Kampf um Freiheit. Die Architektur des Museums und die Ausstellungsbereiche sind gezielt so gestaltet, dass sie emotionale Reaktionen auslösen – angefangen bei den rassentrennenden Eingängen, die die Teilung der Apartheid-Ära nachbilden. Zu den Hauptstationen zählen die „Pillars of the Constitution“, die die grundlegenden Werte der südafrikanischen Demokratie in den Mittelpunkt rücken, sowie die Ausstellung „Race Classification“, die Besucher in die Realität der rassischen Kategorisierung unter der Apartheid eintauchen lässt. Die Ausstellung „Journeys“ beleuchtet die unterschiedlichen Ursprünge der Bewohnerinnen und Bewohner von Johannesburg nach der Goldentdeckung, während die Ausstellung „Segregation“ die politischen Vorgaben skizziert, die den Weg für die Apartheid bereiteten. Außerdem werden im Museum Veranstaltungen abgehalten, die das Ende der Apartheid und den Beginn einer multirassischen Demokratie feiern – ein wichtiges Kultur- und Bildungsziel.

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Tipp: Besuchen Sie das Apartheid Museum unter der Woche, um größere Menschenmengen am Wochenende zu vermeiden, und kommen Sie am besten früh, damit Sie die Ausstellungen in Ruhe erleben. Tickets können vor Ort gekauft werden, allerdings empfiehlt es sich, auf der offiziellen Website nach besonderen Veranstaltungen oder freien Eintrittstagen zu schauen – etwa am 27. April zum Freedom Day für südafrikanische Staatsbürger. Das Museum ist an Good Friday und am Ostermontag geschlossen. Planen Sie mindestens zwei Stunden ein, um das Museum umfassend zu erkunden.

Interessante Fakten

  • Das Museum hat zwei getrennte Eingänge mit den Bezeichnungen „white“ und „non-white“, um Besuchern die Segregationserfahrung der Apartheid-Ära zu simulieren.
  • Die Ausstellung „Pillars of the Constitution“ präsentiert die sieben Kernwerte der südafrikanischen Verfassung: Democracy, Equality, Reconciliation, Diversity, Responsibility, Respect und Freedom.
  • Das Museum ist Teil des Komplexes Gold Reef City, eines beliebten Unterhaltungs- und Kulturviertels in Johannesburg.
  • Veranstaltungen zur Feier des Endes der Apartheid und des Starts einer multirassischen Demokratie finden mindestens fünfmal pro Jahr im Museum statt.
  • Eine markante Skulptur im Museum ist die Nachbildung von Nelson Mandelas Kunstwerk durch Marco Cianfanelli.

Geschichte

2001

Das Apartheid Museum wurde im November 2001 im Komplex Gold Reef City in Johannesburg gegründet.

1948

Es wurde als erstes Museum seiner Art konzipiert, um Aufstieg und Niedergang der Apartheid zu dokumentieren – Südafrikas System der institutionell verankerten rassistischen Segregation, das von 1948 bis in die frühen 1990er-Jahre andauerte.

Die Entstehung des Museums war ein bedeutender Schritt, um diese schwierige Phase in der Geschichte Südafrikas anzuerkennen und darüber aufzuklären.

Im Laufe der Jahre ist es zu einem zentralen Ort für die Erinnerung an den Übergang des Landes zur Demokratie geworden und beherbergt regelmäßig Veranstaltungen, die Freiheit und Versöhnung feiern.

Ortsführer

1
Pillars of the Constitution

Diese Outdoor-Ausstellung zeigt sieben Säulen, die jeweils einen der grundlegenden Werte der Verfassung Südafrikas verkörpern: Democracy, Equality, Reconciliation, Diversity, Responsibility, Respect und Freedom. Sie setzt den Ton für die Botschaft des Museums – Einheit und Menschenrechte.

2
Race Classification Exhibit

Diese Eingangsausstellung versetzt Besucher in das Apartheid-System der rassischen Kategorisierung und zeigt Ausweisdokumente, die Menschen als native, white, coloured oder Asian einstuften. Besucher betreten je nach einem zufällig zugeteilten Ticket entweder durch einen Eingang „white“ oder „non-white“ – ein Spiegelbild der Segregationspolitik.

3
Journeys Exhibit

Diese Ausstellung befindet sich draußen auf dem Weg zum Museumgebäude und zeigt große Fotografien von Nachkommen der Personen, die nach der Goldentdeckung 1886 nach Johannesburg migrierten. Besucher sehen die Rückseiten dieser Figuren, als würden sie direkt neben ihnen hergehen – ein Symbol für die unterschiedlichen Ursprünge und die Auswirkungen der Apartheid-Segregation.

4
Segregation Exhibit1910

Dieser Bereich liefert historische Hintergründe zur offiziellen Segregationspolitik in der 1910 gegründeten Union of South Africa. Sie schloss Schwarze sowie weiße Frauen von der Stimmabgabe aus und legte damit das Fundament für die Apartheid.

Kontakt

Telefon: 011 309 4700