Thula

Thula

'Amrān

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Thula ist eine antike Stadt im west-zentralen Jemen im Gouvernement 'Amran. Besonders hervorzuheben ist die außergewöhnliche Erhaltung der Architektur aus der Zeit der Himyaren, datiert von 110 v. Chr. bis ins 6. Jahrhundert n. Chr. Die Stadt umfasst traditionelle Häuser, Moscheen und gewaltige Steinruinen aus der früheren sabeítischen Epoche, die sich unter den himyaritischen Bauten befinden. Umfassende archäologische Restaurierungen zwischen 2004 und 2011 machten zentrale Elemente wieder sichtbar und revitalisierten sie – darunter das Tor Bab al Mayah, Wachtürme, steinerne Wege sowie eine traditionelle Zisterne. Das spiegelt Thulas historische Funktionen als befestigter und zugleich gemeinschaftlich genutzter Ort wider. Auf einem Berg gelegen, bietet Thula beeindruckende Befestigungsanlagen wie die Festung Hiṣn Al-Ghurāb, die über steile Treppen aus Stein zu erreichen ist. Das unterstreicht die strategische Bedeutung der Stadt. Architektur und archäologische Reste liefern wertvolle Einblicke in die antiken jemenitischen Zivilisationen und ihre Stadtplanung. Als eine von nur fünf jemenitischen Städten auf der Tentative World Heritage List der UNESCO steht Thula für eine bedeutende Kultur- und historische Stätte, die sowohl Forschende als auch Besucher anzieht, die sich für das reiche Erbe der Arabischen Halbinsel interessieren.

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Tipp: Besucher sollten Thula möglichst in kühleren Monaten erkunden, um sich auf dem bergigen Gelände und den steinernen Treppen bequem fortzubewegen. Es empfiehlt sich, geführte Touren zu organisieren, damit Sie die historischen Zusammenhänge und die architektonischen Details wirklich würdigen können. Falls erforderlich: Tickets oder Genehmigungen im Voraus kaufen, um Verzögerungen zu vermeiden. Aufgrund der rauen Wege und der Höhenlage sind solide, eher schlichte Schuhe sowie ausreichend Wasser empfehlenswert. Informieren Sie sich vor dem Besuch in lokalen Quellen über mögliche Änderungen beim Zugang oder laufende Restaurierungsarbeiten.

Interessante Fakten

  • Thula gehört zu nur fünf Städten im Jemen, die auf der UNESCO-Tentative World Heritage List stehen.
  • Die Stadt verfügt über eine gut erhaltene Befestigungsanlage aus der Zeit der Himyaren namens Hiṣn Al-Ghurāb (Festung des Raben).
  • Restaurierungsarbeiten zwischen 2004 und 2011 ließen zentrale architektonische Elemente wieder aufleben – darunter Tore, Wachtürme und traditionelle Zisternen.
  • Unter den himyaritischen Bauwerken liegen Ruinen der früheren sabeítischen Zivilisation – ein Hinweis auf eine geschichtete Besiedlung.

Geschichte

110

Die Ursprünge von Thula reichen in die Zeit der Himyaren zurück – zwischen 110 v.

Chr.

und dem 6.

Jahrhundert n.

Chr.

Die Stadt wurde auf einer früheren sabeítischen Siedlung errichtet, die durch massive Steinarchitektur geprägt war.

Über Jahrhunderte diente Thula als befestigte Bergsiedlung.

Verteidigungsanlagen wie das Tor Bab al Mayah und Wachtürme spielten dabei eine zentrale Rolle.

Archäologische Ausgrabungen und Restaurierungen, die im frühen 21.

Jahrhundert durchgeführt wurden, brachten diese alten Strukturen ans Licht und bewahrten sie.

So wird deutlich, wie lange Thula bewohnt war und welche strategische Bedeutung sie über die jemenitische Geschichte hinweg hatte.

Ortsführer

1
Festung Hiṣn Al-GhurābHimyarite period (110 BCE - 6th century CE)

Eine hoch oben auf einem Berg gelegene Festungsanlage mit weitem Blick und der Präsentation antiker Verteidigungsarchitektur – bis hin zu steinernen Treppen, die hinaufführen.

2
Tor Bab al MayahHimyarite period

Das restaurierte Haupttor von Thula: mit traditioneller Steinbauweise und als historischer Zugangspunkt zur befestigten Stadt.

3
Traditionelle ZisterneHimyarite period

Ein restauriertes Wasserspeichersystem, das für das Überleben der Stadt unverzichtbar war. Es zeigt zudem, wie sich antike Technik an die Bedingungen des bergigen Geländes anpasste.