
Saigon Notre-Dame-Basilika
Southeast Vietnam Region
Die Saigon Notre-Dame-Basilika, offiziell als Kathedralbasilika Unserer Lieben Frau von der Unbefleckten Empfängnis benannt, ist eine bedeutende katholische Kathedrale in Ho-Chi-Minh-Stadt, Vietnam. Sie wurde zwischen 1877 und 1880 von französischen Kolonialverwaltern errichtet und zeigt eine außergewöhnliche Mischung aus romanischen und gotischen Architekturformen. Besonders bemerkenswert ist die Fassade mit hellroten Ziegeln, die aus Toulouse, Frankreich, importiert wurden und ihre Farbe erstaunlich gut bewahrt haben – ganz ohne Putz oder Beschichtung. Die Kathedrale besitzt zwei Glockentürme, die jeweils 58 Meter hoch sind und mit großen Bronzeglocken sowie Kreuzen gekrönt werden. Die Basilika ist für die katholische Gemeinde in Vietnam seit jeher ein religiöses und kulturelles Symbol und bleibt eine beliebte Touristenattraktion. Im Jahr 1959 führte die Aufstellung der Granitstatue der Friedensmaria im Vorplatz dazu, dass sich der populäre Name „Notre-Dame-Kathedrale“ durchsetzte. 1962 wurde die Kathedrale von Papst Johannes XXIII. zum Basilikum erhoben und damit ihre Bedeutung innerhalb der Römisch-katholischen Kirche festgeschrieben. Über ihre religiöse Funktion hinaus ist die Kathedrale ein architektonisches Wahrzeichen und ein Zeugnis der kolonialen Vergangenheit Vietnams sowie der religiösen Vielfalt.
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Tipp: Besucher sollten nach Möglichkeit an Wochentagmorgen kommen, um große Menschenmengen zu vermeiden und eine ruhige Atmosphäre zu erleben. Eine vorausgehende Ticketbuchung ist in der Regel nicht nötig, da die Kathedrale für die Öffentlichkeit zugänglich ist; gelegentlich werden jedoch geführte Touren angeboten. Aus Respekt gegenüber dem religiösen Ort wird bescheidene Kleidung empfohlen. Der Garten im Vorplatz ist ein schöner Ort für Fotos – besonders mit der Statue der Friedensmaria. Spezifische Rabatte gibt es nicht, aber Gruppenbesuche können über lokale Reiseveranstalter organisiert werden.
Interessante Fakten
- •Die Ziegel der Fassade wurden aus Toulouse, Frankreich, importiert und haben ihre leuchtend rote Farbe seit über einem Jahrhundert ohne Putz oder Beschichtung behalten.
- •Die beiden Glockentürme sind jeweils 58 Meter hoch und beherbergen insgesamt sechs große Bronzeglocken mit einem Gesamtgewicht von 28,85 metrischen Tonnen.
- •Ursprünglich stand im Vorplatz eine Bronzestatue von Bischof Pigneau de Behaine, der Prinz Cảnh anführt; sie wurde 1945 entfernt, übrig blieb nur der Granitsockel.
- •Die Kathedrale wurde vollständig mit Materialien errichtet, die aus Frankreich importiert wurden – einschließlich Zement, Stahl und Schrauben.
- •Die Kreuze auf den Glockentürmen sind jeweils 3,5 Meter hoch, 2 Meter breit und wiegen 600 Kilogramm.
Geschichte
Nach der französischen Eroberung von Cochinchina etablierte die katholische Kirche ihre Präsenz zunächst mit einer Holzkirche, die 1863 errichtet wurde, um die französische Gemeinde in Saigon zu versorgen.
Aufgrund von Schäden durch Termiten wurde eine neue Steinkathedrale in Auftrag gegeben.
Mit dem Bau wurde 1877 begonnen, unter der Aufsicht des Architekten J.
Bourard.
Fertiggestellt und 1880 gesegnet, hieß die Kathedrale zunächst Saigon Church.
Die Glockentürme wurden 1895 ergänzt und verliehen dem Bau dadurch noch mehr Pracht.
1959 markierte die Aufstellung der Statue der Friedensmaria die Übernahme des Namens „Notre-Dame-Kathedrale“.
Papst Johannes XXIII.
ernannte die Kathedrale 1962 zum Basilikum – ein Zeichen für ihren höheren Rang innerhalb der katholischen Hierarchie in Vietnam.
Ortsführer
Hauptschiff und Altar1880
Der zentrale Bereich des Gottesdienstes mit kunstvollen Glasfenstern und einem hohen Altar, der der Jungfrau Maria geweiht ist. Das spiegelt die Widmung der Kathedrale Unserer Lieben Frau von der Unbefleckten Empfängnis wider.
Glockentürme1895
Zwei imposante Türme, die jeweils 58 Meter hoch in den Himmel ragen. In ihnen hängen pro Turm sechs Bronzeglocken, die während der Messe und zu besonderen Anlässen läuten, gekrönt von großen Kreuzen, die den Glauben symbolisieren.
Vorplatzgarten und Statue der Friedensmaria1959
Eine ruhige Gartenfläche vor der Kathedrale mit der 1959 aufgestellten Granitstatue der Friedensmaria – ein Symbol für Hoffnung und Ruhe für die Stadt.
Kontakt
Telefon: 0914 122 229