
Hoan-Kiem-See
Red River Delta Region
Der Hoan-Kiem-See, auch bekannt als Hồ Hoàn Kiếm oder Sword Lake, ist ein natürlicher Süßwassersee im Herzen von Hanoi, Vietnam. Mit einer Fläche von etwa 12 Hektar gilt er als besonders bedeutend – kulturell und historisch – und eng mit der Legende verbunden, dass König Lê Lợi ein magisches Schwert dem Goldenen-Schildkröten-Gott zurückgab. Der See verbindet Hanois Altstadt (Old Quarter) mit dem Französischen Viertel (French Quarter) und steht damit sinnbildlich für die Mischung aus traditionellem und kolonialem Erbe der Stadt. Historisch war der See Teil des Verteilersystems des Roten Flusses und erfuhr im Laufe der Zeit mehrere Veränderungen, darunter die Aufteilung in kleinere Seen sowie die städtische Entwicklung während der französischen Kolonialzeit. Zu den markanten Sehenswürdigkeiten am Hoan-Kiem-See zählt das Ngoc-Son-Tempelchen auf einer kleinen Insel, das nationale Helden und bedeutende Persönlichkeiten der Kultur ehrt. Der Hoan-Kiem-See bleibt ein lebendiger Mittelpunkt für Einheimische und Touristen – mit malerischer Kulisse, historischer Tiefe und einer ruhigen Auszeit mitten im geschäftigen Stadttrubel.
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Tipp: Besuchen Sie den See früh morgens oder am späten Abend: Dann ist es kühler, und Sie können beobachten, wie Einheimische am Ufer Tai Chi üben. Wenn Sie es lieber ruhiger mögen, sollten Sie Wochenenden ausweichen. Tickets für den Ngoc-Son-Tempel auf dem See empfiehlt es sich, in den Hauptreisesaisons im Voraus zu kaufen. Ermäßigungen sind möglicherweise für Schüler und Senioren erhältlich. Bequeme Laufschuhe sind ideal, da sich das Gebiet am besten zu Fuß erkunden lässt.
Interessante Fakten
- •Der See ist etwa 12 Hektar groß und gehörte einst zu einem Seitenarm des Roten Flusses.
- •Der Name Hoan Kiem bedeutet „See des zurückgegebenen Schwertes“ – abgeleitet von der Legende um König Lê Lợi und die Goldene Schildkröte.
- •Der Ngoc-Son-Tempel auf einer kleinen Insel im See ehrt nationale Helden sowie konfuzianische Gelehrte.
- •Im 16. Jahrhundert wurde der See in zwei Teile geteilt: Ta Vong und Huu Vong. Sie wurden für militärische Seemanöver und Schauübungen genutzt.
- •Die französische Kolonalregierung füllte Ende des 19. Jahrhunderts Teile des Sees auf, um das urbane Gebiet von Hanoi zu entwickeln.
Geschichte
Der Hoan-Kiem-See entstand vor etwa sechs Jahrhunderten als Teil des Wassersystems des Roten Flusses.
Während der Herrschaft der späteren Lê-Dynastie im 16.
Jahrhundert war der See das Zentrum königlicher Aktivitäten, darunter Truppen- und Militärparaden sowie der Bau von Palastanlagen.
Der Name und der Ruhm des Sees gehen auf die Legende aus dem 15.
Jahrhundert zurück, nach der König Lê Lợi ein göttliches Schwert einer goldenen Schildkröte zurückgab – ein Symbol für die nationale Befreiung von den Eindringlingen aus der Ming-Dynastie.
Im Laufe der Zeit formten französische Kolonialbehörden die Umgebung des Sees um, indem sie Teile des Sees auffüllten, um Hanoi zu erweitern.
Administrative Reformen im 21.
Jahrhundert integrierten den See zudem weiter in das städtische Bezirks- und Verwaltungssystem von Hanoi und bewahrten dabei seine kulturelle und politische Bedeutung.
Ortsführer
Ngoc-Son-Tempel19th century
Ein historischer Tempel auf einer kleinen Insel im Hoan-Kiem-See, gewidmet nationalen Helden und konfuzianischen Gelehrten. Er ist über die berühmte rote Huc-Brücke erreichbar und zählt zu den wichtigsten Kulturstätten.