Cham-Insel-Biosphärenreservat

Cham-Insel-Biosphärenreservat

South Central Coast Region

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Das Cham-Insel-Biosphärenreservat, Teil der Chàm-Inseln an der Südostküste Vietnams (South Central Coast), ist ein weltweit bedeutender Ort, den die UNESCO wegen seiner großen Artenvielfalt auszeichnet. Es umfasst acht Inseln, darunter die Hauptinsel Hòn Lao. Das Reservat schließt vielfältige Land- und Meereslebensräume ein – etwa Korallenriffe, Seegraswiesen, tropische Regenwälder und Mangroven. Die Inseln sind geprägt von steilen felsigen Hängen, Sandstränden und bergigem Gelände, wobei Hòn Lao Gipfel von bis zu 517 Metern Höhe aufweist. Das Gebiet beherbergt 947 aquatische Arten, darunter 135 Korallenarten, 202 Fischarten sowie zahlreiche Weichtiere und Krebstiere, von denen einige vom Aussterben bedroht sind. Zum terrestrischen Ökosystem gehören Reisanbau sowie einzigartige Branchen wie die Ernte von Salanganen-Nestern (Schwalbennestern), die wegen ihrer Bedeutung für die traditionelle chinesische Küche besonders geschätzt werden. Das nahe gelegene antike Städtchen Hội An, UNESCO-Welterbestätte, erweitert den kulturellen Kontext des Reservats. Das Biosphärenreservat verfolgt das Ziel, eine nachhaltige Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen zu integrieren und Ökotourismus zu fördern – bei gleichzeitiger Bewahrung des einzigartigen ökologischen und kulturellen Erbes.

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Tipp: Besucher sollten ihre Reise in die Trockenzeit legen, um bestes Wetter und klareres Wasser für Schnorcheln und Tauchen zu haben. Es wird empfohlen, geführte Touren oder Bootsausflüge im Voraus zu buchen, damit der Zugang zu den Inseln und Schutzgebieten gesichert ist. Für Gruppen oder Studierende können Rabatte verfügbar sein, und alle Gäste sollten die Regeln zum Naturschutz beachten, um die empfindlichen Ökosysteme zu schützen. Nachhaltige Tourismuspraktiken helfen dabei, die natürliche Schönheit und die Artenvielfalt des Ortes zu erhalten.

Interessante Fakten

  • Das Biosphärenreservat umfasst 5.000 Hektar, darunter 165 Hektar Korallenriffe und 500 Hektar Unterwasserpflanzen.
  • Es wurden 947 aquatische Arten identifiziert, darunter 135 Korallenarten und 202 Fischarten.
  • Die Inseln tragen den Spitznamen „ungehobelte Saphire“ (unpolished sapphires) wegen ihrer unberührten Natur und der üppigen Vegetation.
  • Auf den Inseln geerntete Schwalbennester sind ein wertvolles Produkt, das für traditionelle chinesische Bird-Nest-Suppe (Schwalbennest-Suppe) genutzt wird.
  • Die etwa 300 Jahre alte Hai Tang Pagoda ist ein bemerkenswertes historisches Denkmal auf der größten Insel Hòn Lao.

Geschichte

Die Cham-Inseln sind seit Jahrhunderten bewohnt.

Die Cham-Bevölkerung betrieb traditionell Reisanbau, Handel mit Pfeffer, Zimt, Elfenbein und Holz über den nahegelegenen Hafen von Hội An.

2009

2009 wurden die Inseln offiziell als UNESCO-Biosphärenreservat im Rahmen des Man-and-the-Biosphere-Programms (MAB) anerkannt – ein Zeichen für ihre ökologische Bedeutung und den Bedarf an einer integrierten Bewirtschaftung von Land- und Meeresressourcen.

300

Das Gebiet hat eine lange Geschichte menschlicher Begegnungen, darunter die etwa 300 Jahre alte Hai Tang Pagoda auf der Insel Hòn Lao, die das kulturelle Erbe zeigt, das mit der Natur eng verwoben ist.

Ortsführer

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Insel Hòn Lao

Die Haupt- und größte Insel der Inselgruppe der Chàm, mit zwei markanten Gipfeln (517 Meter und 326 Meter), dichtem tropischem Regenwald und der historischen Hai Tang Pagoda. Besucher können Wanderwege mit Panoramablicken erkunden und etwas über die lokale Biodiversität lernen.

2
Korallenriffe und Meeresleben

Die Korallenriffe um die Inseln bedecken 165 Hektar und bieten Lebensraum für eine Vielzahl mariner Arten – darunter 135 Korallenarten, 202 Fischarten, Hummer sowie Weichtiere. Die Riffe sind ein großer Anziehungspunkt für Schnorchler und Taucher.

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Schwalbennester: Ernte-Zonen

Bereiche auf den Inseln, in denen Salanganen (Schwalben) Nester bauen, die nachhaltig geerntet werden. Diese traditionelle Praxis ist eine wichtige Einnahmequelle und zugleich ein Teil der kulturellen Identität der lokalen Gemeinschaften.