
Zitadelle von Huế
North Central Coast Region
Die Zitadelle von Huế, auch bekannt als Hoàng thành oder Đại Nội, ist eine historische königliche Umfriedung im ehemaligen kaiserlichen Zentrum Vietnams während der Nguyễn-Dynastie. Der Bau begann ab 1804 unter Kaiser Gia Long. Die Anlage orientierte sich am Vorbild der Pekinger Verbotenen Stadt und diente bis 1945 als politisches und zeremonielles Zentrum Vietnams. Zum Komplex gehören Paläste, Schreine, Gärten sowie Verwaltungsgebäude für Mandarinen – alles umschlossen von dicken Mauern und Wassergräben. So spiegelt sich in der Architektur eine Mischung aus vietnamesischen und chinesischen Einflüssen wider. Obwohl der Ort während der Indochina-Kriege stark beschädigt wurde und danach lange vernachlässigt blieb, ist er bis heute ein Symbol für Vietnams kaiserliche Vergangenheit und wird derzeit restauriert. 1993 wurde die Zitadelle zum UNESCO-Welterbe erklärt – als Teil des Komplexes Huế-Denkmalensemble (Complex of Huế Monuments). Die Lage des Ensembles mit Ausrichtung auf den Fluss Parfüm (Perfume River) sowie die versetzte Anordnung der kaiserlichen Wohnsitze unterscheiden es architektonisch von anderen asiatischen kaiserlichen Komplexen. Heute können Besucher die Reste dieser großartigen Festung erkunden, die Jahrhunderte vietnamesischer Geschichte und Kultur in sich vereint.
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Tipp: Für Besucher ist die beste Zeit, die Zitadelle von Huế zu erkunden, die Trockenzeit von Februar bis August, um Überschwemmungen und starke Regenfälle zu vermeiden. Es empfiehlt sich, Tickets im Voraus zu kaufen – vor allem in den Spitzenzeiten –, um lange Wartezeiten zu vermeiden. Geführte Touren werden angeboten und vermitteln wertvollen historischen Kontext. Ermäßigungen gibt es möglicherweise für Studierende, Senioren und Gruppen. Planen Sie genug Zeit ein, um das weitläufige Gelände und die zahlreichen Paläste in Ruhe zu genießen, und überlegen Sie, den Besuch mit weiteren nahegelegenen Huế- Sehenswürdigkeiten zu kombinieren, um ein umfassendes kulturelles Erlebnis zu erhalten.
Interessante Fakten
- •Die Grundrissgestaltung der Zitadelle war von der Pekinger Verbotenen Stadt inspiriert, wurde jedoch einzigartig so ausgerichtet, dass sie auf den Fluss Parfüm (Perfume River) blickt – nicht auf den echten Süden.
- •Die Mauern der Festung sind bis zu 2 Meter dick und hatten ursprünglich etwa 10 Kilometer Umfang.
- •Die Abdankungszeremonie des letzten Kaisers Bảo Đại fand hier im Jahr 1945 statt und markierte das Ende der vietnamesischen Monarchie.
- •Der Komplex erlitt im 19. Jahrhundert mehrfach erhebliche Flutschäden; einige Hochwasser erreichten eine Tiefe von über 4 Metern.
- •Während der Indochina-Kriege wurde die Zitadelle stark beschädigt, gehört heute aber zum UNESCO-Welterbe und wird derzeit restauriert.
Geschichte
Die Zitadelle wurde von Kaiser Gia Long in den Jahren 1803–1804 in Auftrag gegeben, nachdem Vietnam geeint und Huế als neue kaiserliche Hauptstadt gewählt worden war.
Sie orientierte sich am Modell der Pekinger Verbotenen Stadt.
Zu den Bauarbeiten gehörte eine weitläufige Festung mit dicken Mauern und Wassergräben, ausgerichtet zum Fluss Parfüm (Perfume River).
Der Komplex wuchs in der Regierungszeit von Kaiser Minh Mạng weiter und war etwa 1832 fertiggestellt.
Bis zum Ende der Monarchie 1945 diente er als politisches und zeremonielles Zentrum der Nguyễn-Dynastie.
Während der Indochina-Kriege erlitt der Ort erhebliche Schäden und wurde erst wieder in Angriff genommen, als nach der UNESCO-Auszeichnung 1993 Restaurierungsarbeiten starteten.
Trotz seiner geographisch bedingten strategischen Nachteile und der Anfälligkeit für Überschwemmungen ist die Zitadelle von Huế bis heute ein bedeutendes kulturelles und historisches Symbol der kaiserlichen Epoche Vietnams.
Ortsführer
Ngo Mon Gate1804
Der Haupteingang im Süden der Zitadelle. Er dient als repräsentatives Tor für die offiziellen Prozessionen des Kaisers und als Symbol kaiserlicher Autorität.
Meridian Gate (Cửa Ngọ Môn)1833
Das Haupttor zum Kaiserpalast: Mit einem dreistufigen Dach und einem großen Innenhof, in dem königliche Audienzen und Zeremonien stattfanden.
Thai Hoa Palace1833
Die Halle der Obersten Harmonie, in der der Kaiser offizielle Zeremonien und Empfänge abhielt. Reich verziert mit filigranen Holzarbeiten und Motiven mit kaiserlichem Bezug.
Forbidden Purple City19. Jahrhundert
Der private Wohnbereich des Kaisers und seiner Familie. Er war auf den kaiserlichen Haushalt und enge Diener beschränkt und lag, umgeben von Mauern und Gärten.
Halls of Mandarins and Gardens19. Jahrhundert
Verwaltungsräume für die kaiserliche Bürokratie sowie wunderschön angelegte Gärten für Freizeit und Zeremonien. Die Anlage spiegelt konfuzianische und vietnamesische Ästhetik wider.
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