Petersplatz

Petersplatz

Holy See (Vatican City State)

90/10060 min

Der Petersplatz ist ein monumentaler Platz direkt vor der Petersbasilika im Vatikanstaat. Er ist nach dem Heiligen Petrus benannt und berühmt für seinen weitläufigen elliptischen Raum, den die gewaltigen toskanischen Kolonnaden von Gian Lorenzo Bernini umfassen. Die Anlage sollte die mütterlichen Arme der Kirche symbolisieren, die Besucher willkommen heißen. In der Mitte steht der Vatikan-Obelisk, ein antikes ägyptisches Monument, das 1586 an diesen Ort versetzt wurde. Das Entwurfskonzept balanciert die architektonischen Vorgaben meisterhaft aus – unter anderem den Vatikanpalast sowie die vorhandenen Brunnen von Carlo Maderno und Bernini – und schafft so einen trapezförmigen Zugang, der die Perspektive und die Grandiosität noch verstärkt. Als feierlicher Vorhof ermöglicht der Platz großen Menschenmengen, päpstliche Segnungen zu erleben. Die Säulenreihen sind vier Säulen tief, rahmen den Raum elegant ein und eröffnen zur Basilika hin eine geradezu theatralische Barockwirkung. Grundriss und monumentale Elemente machen den Petersplatz zu einer einzigartigen Mischung aus Geschichte, Architektur und religiöser Bedeutung – und er verkörpert das spirituelle Herz der katholischen Kirche.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch des Petersplatzes ist früh am Morgen oder am späten Nachmittag, um große Menschenmengen zu vermeiden und eine ruhigere Atmosphäre zu genießen. Wer an päpstlichen Audienzen oder Segnungen teilnehmen möchte, sollte den offiziellen Terminplan des Vatikans prüfen und gegebenenfalls Tickets im Voraus reservieren. Der Platz ist das ganze Jahr über geöffnet, doch Sicherheitskontrollen können Verzögerungen verursachen – daher ist ein früher Besuch empfehlenswert. Angemessene, schlichte Kleidung ist erforderlich, da es sich um einen religiösen Ort handelt. Für den Zugang zum Platz ist kein spezielles Ticket nötig, aber geführte Touren bieten tiefere Einblicke in seine Geschichte und Architektur.

Interessante Fakten

  • Der Obelisk im Zentrum ist ein nicht beschrifteter ägyptischer Obelisk, der ursprünglich in Heliopolis, Ägypten, errichtet wurde, und ist 25,5 Meter hoch; mit Sockel und Kreuz erreicht er 41 Meter.
  • Berninis Kolonnaden sind vier Säulen tief und symbolisieren die mütterlichen Arme der Mutter Kirche, die Besucher umfangen.
  • Der trapezförmige Eingang zum Platz erzeugt eine verstärkte Perspektive, die als Meisterleistung des Barocktheaters gelobt wird.
  • Der Platz steht trotz Zugehörigkeit zum Vatikanstadt unter der Autorität der italienischen Polizei für das Crowd-Management – aufgrund des Lateranvertrags.

Geschichte

Ursprünglich war der Platz ein offener Bereich vor der Petersbasilika.

1656

Zwischen 1656 und 1667 wurde er von Gian Lorenzo Bernini im Auftrag von Papst Alexander VII.

umgestaltet.

Ziel war es, große Menschenmengen für päpstliche Segnungen zu fassen und einen würdigen Vorhof zu schaffen, der die Fassade der Basilika ergänzt.

1586

Der ägyptische Obelisk in der Mitte wurde 1586 an dieser Stelle errichtet und war damit älter als Berninis Arbeit.

Bernini ergänzte die massiven toskanischen Säulenreihen und einen passenden Brunnen, um die architektonischen Zwänge zu überwinden, die sich durch den Vatikanpalast und die bestehenden Gebäude ergaben.

Die trapezförmige Form des Eingangs und der elliptische zentrale Platz gelten als gefeierte Beispiele barocker, theatraler Gestaltung.

Ortsführer

1
Säulenreihen1656-1667
Gian Lorenzo Bernini

Die gewaltigen toskanischen Säulenreihen, vier Säulen tief, rahmen den Eingang und den elliptischen Bereich ein und sind so entworfen, dass sie Besucher symbolisch umarmen. Sie verdecken die Vatikanbauten im Norden und öffnen sich im Süden zu den Gärten der Familie Barberini.

2
Vatikan-Obelisk1586 (Versetzung)
Unbekannter Pharao (ursprüngliche Errichtung)

Ein alter ägyptischer Obelisk aus rotem Granit, der 25,5 Meter hoch ist. Er wurde 1586 auf den Platz versetzt und von bronzenen Löwen getragen; gekrönt wird er von einem Kreuz mit den Wappen der Familie Chigi.

3
Brunnen1613 und 1675
Carlo Maderno und Gian Lorenzo Bernini

Zwei Granitbrunnen balancieren das Design des Platzes aus: einer von Carlo Maderno (1613) und ein passender von Bernini (1675). Beide verbessern die Symmetrie und sorgen für ein harmonisches Gesamtbild.