
Juma-Moschee (Chiwa)
Xorazm
Die Juma-Moschee liegt mitten in der Altstadt von Itchan Kala in Chiwa, Usbekistan, und gilt als bedeutendes islamisches Baukunstdenkmal aus dem 10. bis 18. Jahrhundert. Ursprünglich bereits im 10. Jahrhundert dokumentiert, wurde die Moschee 1788 umfangreich neu errichtet, sodass sie heute in ihrer jetzigen Form dasteht. Die eingeschossige Backsteinmoschee besitzt ein markantes Flachdach, das von 212 hölzernen Säulen getragen wird, angeordnet in 17 Reihen. So entsteht im Inneren eine eindrucksvolle „Säulenwald“-Atmosphäre. Die Moschee ist 55 mal 46 Meter groß, und ihr weithin sichtbarer Minarettturm ist 42 Meter hoch. Ihre Lage an der Hauptstraße zwischen den West- und Osttoren von Itchan Kala unterstreicht ihre historische und kulturelle Bedeutung in der ummauerten Stadt, die zum UNESCO-Welterbe zählt. Die Moschee ist bis heute ein wichtiges religiöses und architektonisches Wahrzeichen – ein Spiegel jahrhundertelangen islamischen Erbes in der Region.
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Tipp: Besucher sollten die Moschee in den kühleren Morgenstunden erkunden, um die filigranen Holzsäulen und die ruhige Atmosphäre in vollen Zügen zu genießen. Da sie sich innerhalb der Festung Itchan Kala befindet, kann der Kauf eines Kombitickets für das historische Zentrum bares Geld sparen. Empfohlen wird schlichte, angemessene Kleidung, da es sich weiterhin um einen Ort des Gebets handelt. Geführte Touren sind verfügbar und können den Aufenthalt um spannende historische Hintergründe bereichern.
Interessante Fakten
- •Die Moschee beherbergt 212 hölzerne Säulen, von denen einige vermutlich aus älteren Bauten wiederverwendet wurden, die bis ins 10. Jahrhundert zurückreichen.
- •Das Flachdach, das von hölzernen Säulen getragen wird, ist ein seltenes architektonisches Merkmal in islamischen Gotteshäusern.
- •Die Juma-Moschee liegt an der Hauptstraße, die die West- und Osttore der ummauerten Stadt Itchan Kala verbindet.
Geschichte
Die Juma-Moschee wurde erstmals im 10.
Jahrhundert dokumentiert und zählt damit zu den ältesten religiösen Bauwerken in Chiwa.
1788 folgte eine grundlegende Rekonstruktion, die den Großteil ihrer heutigen architektonischen Gestalt prägte.
Über die Jahrhunderte diente die Moschee als zentraler Ort des Gebets und als Treffpunkt innerhalb der Festung Itchan Kala.
Ihre Erhaltung trägt dazu bei, Itchan Kala als UNESCO-Welterbestätte anzuerkennen – und macht die anhaltende kulturelle Bedeutung der Moschee deutlich.
Ortsführer
Saal der Holzsäulen1788
Das Innere der Moschee wird von 212 hölzernen Säulen getragen, die in 17 Reihen angeordnet sind. So entsteht ein einzigartiger Raum mit dem Charakter eines „Waldes“, der die traditionelle Architektur von Khiva/Chiwa beispielhaft zeigt.
Minarett1788
Das 42 Meter hohe Minarett ist ein markantes Element der Moschee und prägt die Silhouette von Itchan Kala. Historisch wurde es für den Gebetsruf genutzt.