
Kalta Minor Minarett
Xorazm
Das Kalta Minor Minarett in Chiwa, Usbekistan, ist ein eindrucksvolles und unfertiges Minarett, das vor allem für seine farbenfrohe Kachelverkleidung aus glasierten Flächen in Türkis-, Weiß- und Grüntönen berühmt ist. Es wurde Mitte des 19. Jahrhunderts von Muhammad Amin Bahadur Khan in Auftrag gegeben und sollte das höchste Minarett in der islamischen Welt werden – sogar höher als der Qutb Minar in Indien. Der Bau begann 1852, wurde jedoch 1855 abrupt eingestellt, als das Minarett nach dem Tod von Muhammad Amin Khan im Kampf nur 29 Meter erreichte. Trotz seines unvollendeten Zustands gilt das Minarett als besonders, weil es mit einzigartigen geometrischen Kachelmustern und poetischen Inschriften des Dichters Muhammad Riza Ogahi aus Chiwa aufwartet – einige davon wurden nach der Unabhängigkeit Usbekistans wiederhergestellt. Das Minarett steht weithin sichtbar direkt vor der Muhammad Amin Khan-Medrese und ist bis heute ein Symbol für das architektonische Erbe Chiwas und die handwerkliche Kunstfertigkeit. Besucher können die hölzerne Treppe im Inneren hinaufsteigen, um die zweite Etage zu erreichen, und dabei die kunstvollen Kachelarbeiten aus nächster Nähe bewundern. Die gelungene Mischung aus Geschichte, Poesie und leuchtender Verzierung macht das Kalta Minor zu einem spannenden Ort für Reisende, die sich für Kultur in Zentralasien und für islamische Architektur interessieren.
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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch des Kalta Minor Minaretts sind die kühleren Monate im Frühling und im Herbst, um der intensiven Sommerhitze auszuweichen. In der Hauptsaison wird empfohlen, Tickets im Voraus zu kaufen. Geringe Ermäßigungen können für Studierende und Seniorinnen und Senioren verfügbar sein. Die hölzerne Treppe im Inneren wurde bereits mehrfach repariert – dennoch sollten Besucher beim Hinaufsteigen vorsichtig sein. Geführte Touren bieten oft einen reichhaltigen historischen Kontext sowie Einblicke in die poetischen Inschriften und die Kachelarbeiten.
Interessante Fakten
- •Kalta Minor sollte die Höhe des Qutb Minar in Indien übertreffen, der 73 Meter hoch ist.
- •Es ist das einzige Minarett, das vollständig mit glasierten Kacheln bedeckt ist – in den Farben Weiß, Grün und Türkis.
- •Das Minarett zeigt 12 der 16 historischen Dichtverse von Muhammad Riza Ogahi, einem Dichter und Historiker aus Chiwa.
- •Die hölzerne Treppe im Inneren wurde wiederholt repariert, um den Zugang für Besucher zu gewährleisten.
- •Die poetischen Inschriften wurden anhand von Manuskripten wiederhergestellt, nachdem sie während der Sowjetzeit beschädigt worden waren.
Geschichte
Mit dem Bau des Kalta Minor Minaretts wurde 1852 auf Anweisung von Muhammad Amin Bahadur Khan begonnen, dem Herrscher des Khiva-Khanats.
Ziel war es, das höchste Minarett in der islamischen Welt zu errichten.
Die geplante Höhe lag zwischen 70 und 80 Metern; einige Quellen nennen sogar bis zu 110 Meter.
Doch der Bau wurde 1855 gestoppt, als das Minarett nur 29 Meter erreichte – wegen des Todes von Muhammad Amin Khan in einer Schlacht nahe Sarakhs.
Das Minarett blieb zwar unvollendet, wurde jedoch wegen seiner einzigartigen Kachelverzierung und der poetischen Inschriften bekannt.
In der Sowjetzeit wurden viele der Inschriften beschädigt, jedoch nach der Erlangung der Unabhängigkeit Usbekistans wiederhergestellt, wodurch das kulturelle Erbe des Ortes erhalten blieb.
Ortsführer
Außere Kacheldekoration1852-1855
Das Minarett ist wegen seines umfangreichen Einsatzes glaserter Kacheln in Türkis, Weiß und Grün berühmt, die in kunstvollen geometrischen Mustern angeordnet sind und die gesamte Struktur bedecken. So ist es unter den islamischen Minaretten einzigartig.
Innenraum der hölzernen TreppeMitte des 19. Jahrhunderts, mehrfach repariert
Im Inneren des Minaretts führt eine hölzerne Treppe die Besucher bis zur zweiten Etage, sodass sie die Kachelmuster und Inschriften aus nächster Nähe sehen können. Die Treppe wurde mehrfach repariert, um Sicherheit und Zugänglichkeit zu gewährleisten.
Poetische Inschriften von Muhammad Riza OgahiMitte des 19. Jahrhunderts
Mehrere Verse des Dichters und Historikers Muhammad Riza Ogahi aus Chiwa sind auf glasierten Kacheln am Minarett eingraviert – darunter auch poetische Jahreszahlen für die Fertigstellung des Minaretts sowie bildhafte Vergleiche mit dem Paradies.
Kontakt
Telefon: 62 375 24 55