Itchan Kala

Itchan Kala

Xorazm

85/10090 min

Itchan Kala ist die befestigte Innestadt von Chiwa (Khiva) in der Region Choresm (Khorazm) in Usbekistan. Umgeben wird die Anlage von Ziegelmauern, die bis ins späte 17. Jahrhundert zurückreichen. Sie gilt als eindrucksvoll erhaltenes Beispiel islamischer Architektur in Zentralasien. Die Mauern sind etwa 10 Meter hoch und umschließen ein historisches Stadtgebiet mit über 50 Monumenten und 250 traditionellen Häusern, die größtenteils aus dem 18. und 19. Jahrhundert stammen. Zu den bedeutenden Sehenswürdigkeiten zählt die Djuma-Moschee, die ursprünglich im 10. Jahrhundert gegründet und Ende des 18. Jahrhunderts wiederaufgebaut wurde. Sie besitzt einen Säulenhof (Hypostyl) mit 112 antiken Säulen. Itchan Kala war die erste Stätte in Usbekistan und Zentralasien, die 1991 in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen wurde—ein Zeichen für die kulturelle und historische Bedeutung. Der Ort diente als politisches und kulturelles Zentrum des Chanats von Chiwa (Khiwa), einem wichtigen Knotenpunkt entlang der Handelsrouten der Seidenstraße. Architektur und städtebauliche Anlage geben Einblicke in die Geschichte der Region und vereinen Einflüsse aus persischen, turkischen und islamischen Traditionen. Besucher können sich durch die verwinkelten Gassen, alte Moscheen, Medresen, Paläste und Karawansereien treiben lassen und dabei ein lebendiges Museum des kulturellen Erbes Zentralasiens erleben.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch von Itchan Kala sind Frühling und Herbst, wenn das Wetter mild ist. Es empfiehlt sich, Tickets im Voraus zu kaufen—besonders in der Hochsaison—um lange Warteschlangen zu vermeiden. Tragen Sie am besten bequeme Schuhe zum Gehen über das Kopfsteinpflaster und bringen Sie Sonnenschutz mit. Geführte Touren sind empfehlenswert, um die historische und architektonische Bedeutung der Monumente wirklich zu würdigen. Für Schüler und Gruppen können Rabatte verfügbar sein. Schauen Sie für aktualisierte Öffnungszeiten und Ticketinformationen auf die offizielle Website des Khiva-Museums.

Interessante Fakten

  • Itchan Kala war die erste Stätte in Usbekistan und Zentralasien, die 1991 in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen wurde.
  • Die Djuma-Moschee in Itchan Kala verfügt über einen Hypostyl-Saal, der von 112 antiken hölzernen Säulen getragen wird. Einige davon sollen aus älteren Bauten weiterverwendet worden sein.
  • Der große, noch nicht vollendete Minarettturm Kalta Minor in Chiwa (Khiva) sollte der höchste in Zentralasien werden, wurde jedoch nie fertiggestellt, weil der Bauherr Mohammed Amin Khan starb.
  • Chiwa (Khiva) war in den 17. und 18. Jahrhunderten historisch als wichtiges Zentrum des Sklavenhandels in Zentralasien bekannt.
  • Die Ziegelmauern von Itchan Kala erreichen eine Höhe von bis zu 10 Metern und stehen seit dem späten 1600er-Jahren.

Geschichte

500

Archäologische Belege deuten darauf hin, dass Chiwa (Khiva), einschließlich des Gebiets von Itchan Kala, seit über 2.500 Jahren bewohnt ist.

Die Fundamente der Stadtmauern reichen bis ins 10.

Jahrhundert zurück, während die heutigen Befestigungen aus Ziegeln im späten 17.

Jahrhundert errichtet wurden.

Chiwa wurde bereits im frühen 17.

Jahrhundert zur Hauptstadt des Chanats von Chiwa (Khanate of Khiva) und entwickelte sich zu einem bedeutenden Zentrum für Handel und Kultur in Zentralasien.

Außerdem spielte die Stadt im 17.

und 18.

Jahrhundert eine wichtige Rolle im regionalen Sklavenhandel.

1873

Im Jahr 1873 wurde Chiwa zum russischen Protektorat, behielt jedoch seine kulturelle Identität.

1991

Itchan Kala wurde 1991 als UNESCO-Welterbestätte anerkannt und unterstreicht damit seine Bedeutung als historisches Stadtzentrum.

Ortsführer

1
Stadtmauern von Itchan Kalaspätes 17. Jahrhundert

Die imposanten Ziegelmauern, die Itchan Kala umgeben, stammen aus dem späten 17. Jahrhundert. Sie sind etwa 10 Meter hoch und besitzen Zinnen sowie Tore, die einst die Stadt schützten. Diese Mauern markieren die Grenze der historischen Innestadt und zeigen die traditionelle Befestigungsarchitektur Zentralasiens.

2
Djuma-Moschee10. Jahrhundert (Ursprünge), wiederaufgebaut 1788–89

Ein bedeutendes religiöses Bauwerk, das ursprünglich im 10. Jahrhundert gegründet und 1788–89 wiederaufgebaut wurde. Berühmt ist sie für ihren Hypostyl-Saal, der von 112 antiken hölzernen Säulen getragen wird—einige gelten als aus älteren Gebäuden wiederverwendet. Das spiegelt die tiefen historischen Wurzeln der Moschee wider.

3
Minarett Kalta Minor1851 (Baubeginn)
Mohammed Amin Khan

Ein ikonisches, großes blaues Minarett auf dem zentralen Platz von Chiwa (Khiva). Der Bau wurde 1851 von Mohammed Amin Khan begonnen, jedoch nach seinem Tod nicht vollendet. Obwohl es unvollständig geblieben ist, ist es bis heute ein markantes Wahrzeichen und steht symbolisch für das architektonische Erbe von Chiwa (Khiva).

Kontakt

Telefon: 62 377 63 40