Boysun Village

Boysun Village

Surxondaryo

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Dehibolo, auch bekannt als Boysun Village, ist eine Bergsiedlung in der Region Surxondaryo im südöstlichen Usbekistan. In 1.750 Metern Höhe über dem Meeresspiegel gelegen, ist es das höchste Dorf des Landes. Eingebettet unter dem mächtigen Berg Chul-Bair, einem Teil des Hissar-Gebirges in der Tian-Shan-Kette, ist das Dorf von dramatischen Gipfeln und grünen Tälern umgeben. Historisch gesehen ist Dehibolo seit Jahrhunderten eine autarke Gemeinschaft gewesen – mit Viehzucht, Landwirtschaft und traditionellen Handwerken wie Teppichweberei und Filzherstellung. Besonders hervorzuheben ist der Ort als Ausgangspunkt, um Boybuloq zu erkunden, die tiefste Höhle Zentralasiens. Trotz der abgelegenen Lage hat sich Dehibolo nach und nach modernisiert: Mit einer Wasserversorgung ab 1971, einer befahrbaren Straße ab 1982 und Strom ab 1983 – vor allem für die Beleuchtung. Die lokale Wirtschaft basiert auf Viehzucht, Obstbau und Gartenbau; häufige Anbaufrüchte sind Äpfel, Pfirsiche, Pflaumen und Walnüsse. Das kulturelle Erbe, die spektakuläre Naturkulisse und der einzigartige Alltag in großer Höhe machen Dehibolo zu einem spannenden Ziel für abenteuerlustige Reisende.

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Tipp: Planen Sie Ihren Besuch am besten für die späte Frühling- bis Herbstzeit, wenn die Obstgärten und Felder im Dorf aktiv und gut erreichbar sind. Angesichts des abgelegenen, bergigen Geländes empfiehlt sich eine Reise mit einem Fahrzeug mit hoher Bodenfreiheit. Je nach Bedarf können für die Höhlenerkundung in der Nähe des Dorfes im Voraus Tickets oder Genehmigungen erforderlich sein. Das saisonale Wetter kann rau sein – passende Kleidung und gute Vorbereitung sind daher entscheidend. Lokale Guides bereichern die Reise, indem sie Einblicke in traditionelle Handwerke und besondere Naturgegebenheiten geben.

Interessante Fakten

  • Dehibolo ist das höchste Dorf in Usbekistan und liegt auf 1.750 Metern Höhe.
  • Es ist der Ausgangspunkt für Boybuloq, die tiefste Höhle in Zentralasien und eine der tiefsten Höhlen der Welt.
  • Der Bibi-Shah-Pfad, ein 500 Meter langer Weg, der in die Klippen gehauen wurde, wurde vor über einem Jahrhundert gebaut, um den Zugang zu Weiden zu verbessern.
  • Einst stand hoch an der Bergmauer über dem Dorf eine große hölzerne Idolfigur, die von religiösen Autoritäten zerstört wurde.
  • Das Dorf wurde erst 1983 an das Stromnetz angeschlossen – hauptsächlich für Beleuchtungszwecke.

Geschichte

800

Dehibolo wurde vor etwa 800 Jahren von Zuwanderern aus Boysun und Dushanbe besiedelt und entwickelte sich zu einer autarken Berggemeinschaft.

Im Laufe der Zeit führte das Bevölkerungswachstum zu Problemen bei der Beweidung, sodass Anfang des 20.

Jahrhunderts der Bibi-Shah-Pfad gebaut wurde, um Weideflächen jenseits der Bergmauer zu erreichen.

Früher stand oberhalb des Dorfes einst eine bedeutende hölzerne Idolfigur, die Mitte des 20.

Jahrhunderts per religiöser Anordnung entfernt wurde.

1982

Mit Verbesserungen der Infrastruktur begann man in den 1970er-Jahren: Zuerst wurde eine Wasserversorgung installiert, danach folgte 1982 eine befahrbare Straße und 1983 der Anschluss an das Stromnetz – ein Zeichen für die allmähliche Einbindung des Dorfes in das moderne Usbekistan.

Ortsführer

1
Bibi Shah TrailEarly 20th century
Master stonemason Olim and team

Ein historischer 500 Meter langer Pfad, in die Felswand westlich von Dehibolo gehauen. Er wurde vor über 100 Jahren gebaut, um entfernte Weideflächen jenseits einer steilen Bergmauer zu erreichen. Finanziert wurde er von einer wohlhabenden Witwe aus der Region und 1975 renoviert. Der Pfad ist sowohl ein kulturelles Wahrzeichen als auch eine anspruchsvolle Wanderstrecke.

2
Chul-Bair Mountain Wall

Eine hoch aufragende Felswand, die 150 bis 200 Meter über Dehibolo emporragt und eine eindrucksvolle natürliche Barriere bildet. Historisch wurde eine große hölzerne Idolfigur in einer Nische hoch an dieser Wand aufgestellt, bevor sie Mitte des 20. Jahrhunderts entfernt wurde.

3
Village Fountain (Hodja Nur Source)1971

Der Dorfbunnen, gespeist von einer Bergquelle namens Hodja Nur, wurde 1971 installiert. Er markiert den Beginn einer verlässlichen Wasserversorgung für Dehibolo – lebenswichtig für das tägliche Leben der Gemeinschaft.