Registan

Photo by Alexander Gluschenko on Unsplash (@gluschenko)

Registan

Samarqand

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Der Registan ist das ikonische Herz von Samarkand, Usbekistan. Berühmt ist er für sein bemerkenswertes Ensemble aus drei Medresen – Ulugh Beg, Sherdar und Tilakari –, von denen jede eine bedeutende Epoche der islamischen Architektur und Gelehrsamkeit prägt. Der Platz diente als zentraler öffentlicher Raum, in dem königliche Verkündigungen gemacht und öffentliche Zusammenkünfte abgehalten wurden, einschließlich Hinrichtungen. Die Ulugh-Beg-Medrese, die zwischen 1417 und 1420 während des Timuridenreichs erbaut wurde, war ein führendes Zentrum des islamischen Lernens, in dem der große Gelehrte Ulugh Beg selbst lehrte. Die Sherdar-Medrese, die im frühen 17. Jahrhundert errichtet wurde, ist besonders bekannt für ihre einzigartigen Tiger-Mosaiken, die Macht und Schutz symbolisieren. Die Tilakari-Medrese, die ein wenig später gebaut wurde, diente sowohl als Wohnhochschule als auch als prächtige Moschee und ist durch ihren vergoldeten Hauptraum hervorgehoben. Gemeinsam vereinen diese Medresen exquisite Elemente islamischer Architektur wie Muqarnas und geometrische Fliesenarbeiten – und machen den Registan zu einem Meisterwerk der timuridischen Renaissance. Der Platz wird zudem durch nahe gelegene historische Bauten wie das Mausoleum der Shaybaniden und die Chorsu-Handelskuppel bereichert, die dem Ort zusätzliche kulturelle und historische Bedeutung verleihen. Ein Besuch im Registan bietet tiefe Einblicke in die Geschichte Zentralasiens, in islamische Bildung und in architektonischen Glanz.

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Tipp: Besucher sollten den Registan bei Tageslicht einplanen, um die filigranen Fliesenarbeiten und architektonischen Details in vollem Umfang zu würdigen. Ein früher Morgen- oder später Nachmittagsbesuch sorgt für ein weicheres Licht für Fotos und oft für weniger Andrang. Tickets kann man häufig vor Ort kaufen, doch es wird empfohlen, auf der offiziellen Website nach Optionen für eine Vorausbuchung oder nach geführten Touren zu schauen. Zurückhaltende Kleidung wird empfohlen, da es am Gelände aktive religiöse Bereiche gibt. Ermäßigungen können für Studierende und Senioren verfügbar sein. Geführte Touren machen die reiche Geschichte und die architektonischen Besonderheiten des Ortes besser verständlich.

Interessante Fakten

  • Der Name „Registan“ bedeutet im klassischen Persisch „Sandplatz“ und verweist auf die ursprüngliche Wüstenumgebung.
  • Die Ulugh-Beg-Medrese war eine der angesehensten islamischen Universitäten des 15. Jahrhunderts und zog Gelehrte wie den Dichter und Wissenschaftler Jami an.
  • Die Sherdar-Medrese zeigt einzigartige Tiger-Mosaiken mit einem Motiv der aufgehenden Sonne – eine seltene Darstellung lebender Wesen in der islamischen Kunst, da es traditionell strenge Verbote gab, Tiere darzustellen.
  • Die Chorsu-Handelskuppel nahe dem Registan markiert den Schnittpunkt bedeutender Seidenstraßen-Routen, die Samarkand mit anderen wichtigen Städten Zentralasiens verbinden.
  • Das Mausoleum der Shaybaniden nahe der Anlage erinnert an die Dynastie, die Samarkand im frühen 16. Jahrhundert eroberte und so die Geschichte Usbekistans prägte.

Geschichte

Der Platz Registan geht auf die Zeit der Timuriden zurück.

1417

Die früheste Medrese, die Ulugh-Beg-Medrese, wurde zwischen 1417 und 1420 errichtet.

Sie war ein bedeutendes Zentrum islamischer Bildung unter der Dynastie der Timuriden.

Im 17.

1619

Jahrhundert, während der Janiden-Dynastie, wurden zwei weitere Medresen hinzugefügt – Sherdar (1619–1636) und Tilakari (1646–1660) – wodurch sich die Anlage erweiterte und ihre architektonische Vielfalt zunahm.

Historisch diente der Platz als wichtigster öffentlicher Versammlungsort der Stadt für königliche Ankündigungen und Veranstaltungen.

Über Jahrhunderte hinweg ist der Registan ein Symbol für Samarkands kulturelles und bildungshistorisches Erbe geblieben, hat verschiedene politische Umbrüche überstanden und zieht weiterhin Besucher aus aller Welt an.

Ortsführer

1
Ulugh Beg Madrasa1417–1420
Ulugh Beg

Diese zwischen 1417 und 1420 errichtete Medrese war eine führende islamische Universität, an der Ulugh Beg selbst unterrichtete. Sie besitzt einen prächtigen Iwan mit kunstvollen Mosaik-Panelen, hohe Minarette, eine Moschee, Unterrichtsräume und einen Hof, der von Studentenzimmern umgeben ist.

2
Sherdar Madrasa1619–1636
Yalangtoʻsh Bakhodir

Die zwischen 1619 und 1636 erbaute Sherdar-Medrese ist berühmt für ihre Tiger-Mosaiken, die Stärke und Schutz symbolisieren. Ihr Name bedeutet „Löwen-tragende Medrese“ und sie integriert turko-persische dekorative Motive, die in der islamischen Architektur eher unüblich sind.

3
Tilakari Madrasa1646–1660

Diese Medrese wurde zwischen 1646 und 1660 errichtet. Sie diente sowohl als Wohnhochschule als auch als große Moschee. Zu sehen sind eine zweistöckige Fassade, ein weitläufiger Innenhof mit Schlafräumen und ein reich vergoldeter Haupthallen-Bereich der Moschee.

4
Mausoleum of Shaybanids16th century

Östlich der Tilakari-Medrese gelegen, ist dieses Mausoleum aus dem 16. Jahrhundert dem Gründer der Shaybaniden-Dynastie, Muhammad Shaybani, gewidmet, der Samarkand eroberte und die Herrschaft der Usbeken begründete.

5
Chorsu Trading Dome1785

Die Chorsu-Kuppel liegt hinter der Sherdar-Medrese. Sie markiert einen historischen Knotenpunkt, der wichtige Städte entlang der Seidenstraße miteinander verbindet. Das Bauwerk geht bis auf das Jahr 1785 zurück. Es hat eine bewegte Geschichte als Handelszentrum und gehört zum UNESCO-Welterbe.

Kontakt

Telefon: 66 235 70 52

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